Zuletzt verifiziert: 9. Oktober 2026 · Quartalsweise geprüft Wir prüfen Pricing, DSGVO-Status und Funktions-Updates quartalsweise neu. Bei größeren Anbieter-Änderungen (z. B. Pricing-Klippen, neuer EU-Region) aktualisieren wir den Artikel sofort.
Redaktionelle Analyse

folk Test 2026: modernes KI-CRM mit widersprüchlichen Serverangaben

folk ist eines der modernsten Beziehungs-CRMs am Markt: KI-Anreicherung, LinkedIn-Extension und Multi-Channel-Sync in einer schnellen, aufgeräumten Oberfläche. Für den DACH-Mittelstand gibt es allerdings einen entscheidenden Haken – folk nennt seinen Serverstandort widersprüchlich: Irland in der Datenschutzerklärung, North Virginia (USA) im Hilfe-Artikel. Diese redaktionelle Analyse ordnet das CRM für deutsche Teams ein: Pricing, Funktionsumfang und die DSGVO-Realität inklusive.

Veröffentlicht: 2026-06-29 · Research-basiert auf folk (Preise Stand 09.10.2026), offizieller Pricing-, Hilfe-, Terms- und Datenschutz-Dokumentation – keine eigene Hands-on-Praxis.

7.8 / 10

Funktional und KI-stark, aber mit widersprüchlich dokumentiertem Serverstandort und vielen US-Unterauftragnehmern. Empfohlen für Agenturen und Berater:innen, die modernes Beziehungs-CRM wollen und das akzeptieren – DSGVO-sensible Teams sollten EU-Alternativen prüfen.

  • Funktionsumfang & KI 8.5
  • Bedienung & moderne UX 8.5
  • Integrationen & Sync 8.5
  • Preis-Leistung 7.5
  • DSGVO & Server-Standort 6.0
  • Transparenz (Sitz & Recht) 7.5

Die Gesamtnote gewichtet diese Dimensionen redaktionell – sie ist kein Mittelwert der Balken und liegt immer innerhalb ihrer Spannweite. Wie wir bewerten

AVV erforderlich · widersprüchlich: Irland oder USA (AWS)

Server: Irland laut Datenschutzerklärung, USA laut Hilfe-Artikel · DPA für EU-Kunden verpflichtend, aber aktiv anzunehmen · DSFA empfohlen · kein dauerhafter Free-Plan

folk 14 Tage testen →ab 22 €/Member/MonatUnbegrenzte Members (alle Pläne)KI-Enrichment & Magic FieldsIntegrationen via Zapier und Make
Taylor Liu – Tester bei ToolsPick.de

Von Taylor Liu · IT-Student (TU Berlin) & SaaS-Tester

· Recherche auf Basis von Anbieter-Angaben (folk), Pricing-/Hilfe-/Terms-/Datenschutz-Dokumentation – Erhebung Juni 2026, zuletzt live nachgeprüft 09.10.2026, Preise am 09.10.2026

Wie diese Analyse entstand

Diese Einordnung ist eine redaktionelle Analyse – research-basiert, ohne eigene Hands-on-Praxis mit einem privat bezahlten Account. Grundlage sind die offiziellen folk-Quellen (Preise zuletzt geprüft am 09.10.2026):

  • Pricing-Verifikation: die offizielle Pricing-Seite plus der Hilfe-Artikel „Pricing plans“ – wichtig, weil dieser klarstellt, dass es keinen dauerhaften Free-Plan gibt, sondern eine 14-tägige Premium-Testphase.
  • Legal & Datenschutz: die Terms of Use (Vertragsrecht, Gerichtsstand) und die Datenschutzerklärung (Server-Standort, Sub-Prozessoren, Datenlöschung, Drittland-Transfer).
  • Funktionsumfang: Anbieter-Dokumentation zu Plänen, KI-Features (Magic Fields, Enrichment, Research Assistant) und Integrationen.

Was diese research-basierte Methodik nicht liefert: eigene Performance-Messungen, eine selbst durchgeführte Migration oder belastbare Aussagen zur Alltags-Ergonomie über Wochen. Wo unten Funktionen beschrieben werden, basieren sie auf Anbieter-Angaben, nicht auf selbst gestoppten Messreihen. Die für DACH entscheidenden Datenschutz-Fakten (widersprüchliche Serverangaben in Datenschutzerklärung und Hilfe-Artikel, kalifornisches Recht, Daten-Broker als Sub-Prozessoren) sind direkt aus den folk-Rechtsdokumenten verifiziert.

Pricing-Pläne im Überblick

folk rechnet pro Member/Monat ab – Kontakte sind in allen Plänen unbegrenzt, die Limits liegen stattdessen bei Nachrichten, Enrichments und Magic Fields. Anders als der Begriff „Free“ auf der Pricing-Seite suggeriert, gibt es keinen dauerhaften Gratis-Plan: Neue Accounts erhalten laut Anbieter eine 14-tägige Testphase mit Premium-Funktionen, danach ist ein bezahlter Plan Pflicht – sonst wird der Account gesperrt. Bei monatlicher statt jährlicher Zahlung liegen die Beträge höher.

Standard

22 €/Member/Mo

jährlich · der Einstieg (24 $) · monatlich 27 €

  • Keine Kontakt-Staffel
  • Pipeline-Management
  • E-Mail-Kampagnen
  • 500 Enrichments + 2.000 Magic Fields/Mo (workspace-weit)
  • LinkedIn-Extension + E-Mail/Kalender/WhatsApp-Sync
Empfohlen

Premium

43 €/Member/Mo

jährlich · der Sweet-Spot (48 $) · monatlich 54 €

  • Alles aus Standard
  • Custom Objects & Deals
  • E-Mail-Sequenzen + Dashboards
  • API-Zugriff + erweiterte Rollen
  • 1.000 Enrichments + 5.000 Magic Fields/Mo (workspace-weit)

Enterprise

ab 67 €/Member/Mo

jährlich (804 €/Jahr) · Sales-Kontakt

  • Custom Limits für Enrichments, Messages & AI-Fields
  • Custom Billing + dedizierter Ansprechpartner
  • Für größere Workspaces

Stand 09.10.2026, live geprüft auf folk.app/pricing · Preise pro Member/Monat bei jährlicher Zahlung (USD: Standard 24 $, Premium 48 $, Enterprise ab 80 $) · Monatszahlung höher: 27 € / 54 € / ab 83 € (30 $ / 60 $ / ab 100 $) · Jahressummen pro Member 259 € / 518 € / ab 804 € · KEIN dauerhafter Free-Plan – nur 14 Tage Premium-Testphase, danach Account-Sperre · Members in allen Plänen unbegrenzt; eine Kontakt-Obergrenze nennt die Preisseite nicht.

Auf einen Blick

Anbieterfolk – Betreiber laut Affiliate-Terms „Folk, Inc.“ (in Delaware/USA registriert); Team-HQ laut öffentlichen Unternehmensprofilen in Paris
VertragsrechtKalifornisches Recht, US-Gerichtsstand (laut Terms of Use)
Server-StandortUnklar, folks Quellen widersprechen sich: AWS (Amazon Aurora) in Irland laut Datenschutzerklärung (Fassung vom 05.10.2026, AWS-Region „EU“), AWS North Virginia (us-east-1) laut Hilfe-Artikel vom 29.06.2026. Eine Regionswahl erwähnt keine der beiden Quellen, Angaben zur Datenresidenz gibt es laut Hilfe-Artikel auf Anfrage; ein Opt-out für das Hosting gibt es nicht (gelesen am 09.10.2026)
Drittland-TransferFür die eigenen Unterauftragnehmer nennt die Datenschutzerklärung DPF-Zertifizierung oder Standardvertragsklauseln. Für den Transfer von dir zu folk (Delaware) nennt sie keine Grundlage; das Data Processing Agreement, auf das sie verweist, ist nicht öffentlich einsehbar, laut Hilfe-Artikel „Security & privacy“ aber auf Anfrage erhältlich (geprüft 09.10.2026).
AVV / DPAVerpflichtend, aber aktiv anzunehmen. Terms of Use: „If You are established in the European Union … You must accept Our data protection addendum.“ Der Text ist nicht öffentlich einsehbar (laut Hilfe-Artikel auf Anfrage erhältlich) – die Sitemap mit 2.095 URLs führt als Rechtstexte die Nutzungsbedingungen, die Datenschutzerklärung und die Affiliate-Bedingungen, ein Addendum nicht (geprüft 09.10.2026).
ZertifizierungenSOC 2 Type I; jährliches CASA-Audit (Cloud Application Security Assessment) über Googles App Defense Alliance; „GDPR-compliant“ laut Anbieter
Sub-Prozessorenu. a. AWS, OpenAI, People Data Labs, Apollo.io, Datagma, DropContact, Intercom, Microsoft 365 – viele in den USA, überwiegend kein Opt-out
KontakteKeine Obergrenze in der Tarif-Tabelle genannt – folk staffelt nach Members, nicht nach Kontakten
Free-TierNein – 14 Tage Premium-Testphase, danach Account-Sperre
Standard22 €/Member/Monat (jährlich, 24 $; monatlich 27 €) · 2.000 Nachrichten/Member · 500 Enrichments + 2.000 Magic Fields/Mo (workspace-weit)
Premium43 €/Member/Monat (jährlich, 48 $; monatlich 54 €) · + Deals, E-Mail-Sequenzen, Dashboards, API · 5.000 Nachrichten/Member · 1.000 Enrichments + 5.000 Magic Fields/Mo (workspace-weit)
Enterpriseab 67 €/Member/Monat (jährlich, 804 €/Jahr; ~80 $) · individuelle Limits · Sales-Kontakt
DatenlöschungAccount-Schließung in 1 Woche wirksam; Backups max. 30 Tage, Logs max. 90 Tage; Rechts-Retention bis zu 5 Jahre
KI-FeaturesMagic Fields (KI-Felder), AI Assistants, Research Assistant (People Data Labs + Perplexity)
IntegrationenLaut Preisseite über 5.000 (Leistungsliste des Standard-Tarifs); die Integrationsseite nennt je „über 1000 Apps“ über Zapier und über Make · LinkedIn-Extension, E-Mail-/Kalender-/WhatsApp-Sync
AffiliatePartnerStack – 30 % auf 24 Monate, 90 Tage Cookie

Was folk stark macht

1. Die Plan-Grenzen liegen nicht bei der Kontaktzahl

Während viele CRMs ihre Pläne über Kontakt-Limits staffeln, taucht die Kontaktzahl in folks Tarif-Vergleich überhaupt nicht auf: Die Feature-Tabelle auf der Preisseite führt keine Zeile für Kontakte und nennt weder eine Obergrenze noch ein Kontingent. Gestaffelt wird stattdessen bei Nachrichten (2.000 bzw. 5.000 pro Member/Monat), bei Enrichments und Magic Fields – letztere gelten jeweils workspace-weit (500 / 2.000 im Standard, 1.000 / 5.000 im Premium), nicht pro Member – sowie bei Accounts-Sync (1 bzw. 5 pro Member) und Custom Domains (1 bzw. 3). Die einzige Zeile, die folk ausdrücklich mit „Unlimited“ markiert, betrifft die Members, nicht die Kontakte. Für Agenturen und Berater:innen mit wachsenden Netzwerken heisst das praktisch: Die monatlichen Kosten skalieren mit der Team-Größe, nicht mit der Datenbank. Eine zugesicherte Kontakt-Flatrate ist es damit aber nicht – folk sagt zur Kontaktzahl öffentlich schlicht nichts.

2. KI tief im CRM verankert

folk positioniert sich laut Anbieter als „CRM der KI-Ära“ und meint das funktional: Magic Fields füllen Spalten automatisch per KI, der Research Assistant reichert Firmenprofile an (Branche, Größe, Funding, Kurzbeschreibung) und erzeugt Recherche-Notizen, und AI Assistants beantworten Pipeline-Fragen direkt im Tool. Das ist mehr als ein aufgesetzter Chatbot – die KI greift an den Stellen, an denen im CRM-Alltag tatsächlich Zeit verloren geht (Daten-Pflege, Recherche).

3. Beziehungs-CRM statt Sales-Pipeline-Zwang

Anders als pipeline-zentrierte Tools wie Pipedrive ist folk auf Beziehungspflege ausgelegt. Die LinkedIn-Extension zieht Kontakte direkt aus dem Netzwerk, und der Multi-Channel-Sync verbindet E-Mail, Kalender und WhatsApp, sodass der gesamte Austausch mit einem Kontakt an einem Ort zusammenläuft. Für Solopreneurs, Agenturen und alle, die Geschäft über Netzwerke statt über reine Deal-Stages machen, ist das die passendere Denkweise.

4. Integrationen via Zapier und Make und moderne UX

folk bindet Drittsysteme laut eigener Integrations-Seite über Zapier und Make an – jeweils „über 1000 Apps“ – und legt Wert auf eine schnelle, aufgeräumte Oberfläche – ein bewusster Gegenentwurf zu überladenen Enterprise-CRMs. Das flexible Datenmodell (eigene Objekte und Deals ab Premium) lässt sich an den eigenen Workflow anpassen, ohne dass man sich durch ein schwergewichtiges Setup kämpfen muss.

5. Faire, transparente Seat-Preise

Mit 22 €/Member/Monat im Standard- und 43 € im Premium-Plan (jährliche Zahlung) liegt folk im fairen Mittelfeld. Die Abrechnung pro Member ist transparent und prorata-basiert: Kommt ein Mitglied dazu, wird der Preis anteilig berechnet. Eine Kontakt-Staffel gibt es in der veröffentlichten Tarif-Tabelle nicht.

Zwischenfazit: Wenn modernes Beziehungs-CRM mit KI-Anreicherung deine Priorität ist – und du mit unklarem Serverstandort und US-Unterauftragnehmern leben kannst – gehört folk zu den stärksten Optionen. 14 Tage Premium-Testphase, danach ab 22 €/Member.

folk 14 Tage testen →ab 22 €/Member/MonatUnbegrenzte MembersKI-Enrichment & Magic FieldsIntegrationen via Zapier und Make

Wo folk an Grenzen stößt

1. Serverstandort widersprüchlich dokumentiert

Das ist der zentrale Punkt für DACH-Unternehmen. Die Datenschutzerklärung (Fassung vom 05.10.2026) nennt eine Amazon-Aurora-Datenbank bei AWS in Irland und führt AWS mit der Region „EU“; der Hilfe-Artikel „Security & privacy“ (29.06.2026) nennt AWS in North Virginia (us-east-1) und schreibt, Daten aus der EU könnten in die USA übermittelt und dort gespeichert werden. Ein Opt-out für das Hosting gibt es nicht. Wer EU-Datenresidenz als harte Anforderung hat, braucht dafür eine schriftliche Zusage von folk. Anbieter mit EU-Hosting wie Pipedrive (Region nicht garantiert) oder das deutsche CentralStationCRM sind hier strukturell im Vorteil.

2. Kein dauerhafter Free-Plan

Die Pricing-Seite wirbt mit „Free“, doch laut offiziellem Hilfe-Artikel handelt es sich um eine 14-tägige Testphase mit Premium-Funktionen – nach Ablauf wird der Account gesperrt, wenn kein bezahlter Plan gewählt wird. Wer einen echten Gratis-Einstieg ohne Zeitdruck sucht (wie bei manchen Wettbewerbern), wird hier enttäuscht. Effektiv kostet folk ab dem 15. Tag.

3. Daten-Anreicherung über US-Daten-Broker

Die KI-Enrichment-Funktionen sind ein Verkaufsargument – datenschutzrechtlich aber heikel. Laut Sub-Prozessoren-Liste greift folk dafür auf US-Daten-Broker wie People Data Labs, Apollo.io, Datagma und DropContact zu, dazu OpenAI für die Verarbeitung. Für die meisten dieser Sub-Prozessoren ist kein Opt-out vorgesehen. Wer mit personenbezogenen Kontaktdaten von EU-Bürger:innen arbeitet, muss diese Daten-Weitergabe in der eigenen Risikoabwägung sauber dokumentieren.

4. Kalifornisches Recht + US-Gerichtsstand

Die Terms of Use unterliegen kalifornischem Recht, kalifornische Gerichte sind zuständig (inklusive DMCA-Bezug). Vertragspartner ist damit eine US-Gesellschaft (laut Affiliate-Terms „Folk, Inc.“, Delaware), kein EU-Anbieter mit europäischem Sitz. Für Organisationen, deren Beschaffungsrichtlinie einen EU-Vertragspartner oder EU-Gerichtsstand verlangt, ist das ein Ausschlusskriterium.

5. SOC 2 nur Type I

folk weist ein SOC-2-Type-I-Testat aus. Type I bescheinigt, dass die Kontrollen zu einem bestimmten Zeitpunkt sinnvoll gestaltet sind – nicht, dass sie über einen längeren Zeitraum wirksam betrieben wurden (das wäre Type II). Das ist kein Mangel, aber ein Reifegrad unterhalb dessen, was viele Enterprise-Einkäufe als Mindeststandard erwarten. Für ein Audit sollte man den aktuellen Stand direkt beim Anbieter anfragen.

DSGVO & Datenschutz im Detail

Realistische Einschätzung: folk ist auf dem Papier GDPR-compliant (verpflichtender DPA, SCC für Drittlandtransfers) – aber widersprüchliche Serverangaben, kalifornisches Vertragsrecht und Enrichment über US-Daten-Broker machen den Einsatz für DACH-Teams mit Personenbezug zu einem Fall, in dem du ernsthaft prüfen musst, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nach Art. 35 DSGVO nötig ist. Für streng regulierte Branchen (Gesundheit, Recht, Finanzen) mit sensiblen Personendaten ist folk nur eingeschränkt geeignet; für Agenturen und Berater:innen mit überschaubarem Personenbezug ist der Einsatz mit dokumentierter Risikoabwägung vertretbar.

Die DSGVO-Faktenlage (laut Anbieter)

  • Server: AWS (Amazon Aurora) – laut Datenschutzerklärung in Irland, laut Hilfe-Artikel in North Virginia (USA); kein Hosting-Opt-out.
  • Vertragsrecht: kalifornisches Recht, US-Gerichtsstand (Terms of Use).
  • Drittland-Transfer: Die Datenschutzerklärung nennt DPF oder Standardvertragsklauseln – ausdrücklich für folks Unterauftragnehmer. Wie der Transfer von dir zu folk abgesichert ist, sagt sie nicht; das Data Protection Addendum ist nicht öffentlich einsehbar, laut Hilfe-Artikel aber auf Anfrage erhältlich.
  • Verträge: Data Protection Addendum für EU-Kunden; SOC 2 Type I; jährliches CASA-Audit über Googles App Defense Alliance.
  • Sub-Prozessoren: u. a. AWS, OpenAI, People Data Labs, Apollo.io, Datagma, DropContact, Intercom, Microsoft 365 – viele in den USA, überwiegend ohne Opt-out.
  • Löschung: Account-Schließung in 1 Woche wirksam, Backups bis 30 Tage, Logs bis 90 Tage; Rechts-Retention bis zu 5 Jahre.

Was tun, wenn DSGVO bei dir hart beißt?

  • Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) vor dem produktiven Einsatz durchführen und dokumentieren
  • Das Data Protection Addendum abschließen und die DPF-Grundlage in der Risikoabwägung festhalten
  • Enrichment-Features bewusst einsetzen – sie geben Kontaktdaten an US-Daten-Broker weiter
  • Bei sensiblen Personendaten oder EU-Hosting-Zwang eine EU-gehostete Alternative prüfen (Pipedrive EU-Server, CentralStationCRM aus Deutschland)

Plan-Empfehlung

Einen dauerhaften Free-Plan gibt es nicht – die 14-tägige Premium-Testphase ist nur zum Ausprobieren gedacht. Standard (22 €/Member) ist der günstige Einstieg für reine Beziehungspflege: Pipeline, E-Mail-Kampagnen und solide Enrichment-/Magic-Field-Kontingente. Premium (43 €/Member) ist der Sweet-Spot für alle, die ernsthaft mit folk arbeiten: Custom Objects & Deals, E-Mail-Sequenzen, Dashboards, API-Zugriff und die doppelten KI-Kontingente rechtfertigen den Aufpreis, sobald folk das zentrale CRM ist. Enterprise lohnt sich erst bei großen Workspaces mit individuellem Limit-Bedarf. Wichtig vor dem Start: Wo folk deine Daten hostet, beschreiben Datenschutzerklärung (Irland) und Hilfe-Artikel (USA) unterschiedlich – lass dir den Standort vor dem Vertrag schriftlich bestätigen.

Für wen lohnt sich folk?

Gut geeignet für…

  • Agenturen, Berater:innen und Solopreneurs mit Netzwerk-Fokus
  • Teams, die KI-Enrichment und Multi-Channel-Sync wollen
  • LinkedIn- und Multi-Channel-getriebene Akquise
  • Nutzer:innen, die einen US-Vertragspartner und US-Unterauftragnehmer bewusst akzeptieren
  • Moderne, schnelle UX statt Enterprise-Schwergewicht

Eher nicht für…

  • DACH-Teams mit striktem EU-Hosting-Zwang
  • Streng regulierte Branchen (Gesundheit, Recht, Finanzen)
  • Wer einen dauerhaften kostenlosen Plan braucht
  • Organisationen mit Zwang zu EU-Vertragspartner/-Gerichtsstand
  • Reine Sales-Pipeline-Teams (eher Pipedrive)

Häufig gestellte Fragen

Was ist folk und für wen eignet es sich?

folk ist ein modernes, KI-gestütztes CRM für Beziehungs- und Kontaktmanagement. Statt auf klassische Sales-Pipelines wie Pipedrive zu setzen, ist folk stärker auf Netzwerk-Pflege ausgelegt: keine Kontakt-Staffel in der Tarif-Tabelle, KI-Anreicherung (Enrichment), eine LinkedIn-Extension und Multi-Channel-Sync für E-Mail, Kalender und WhatsApp. Zielgruppe sind Agenturen, Berater:innen, Solopreneurs und kleine Teams, die Beziehungen über reine Deal-Pipelines stellen. Wichtig für DACH: Den Serverstandort beschreibt folk widersprüchlich – die Datenschutzerklärung nennt AWS in Irland, ein Hilfe-Artikel AWS in North Virginia (USA).

Hat folk einen kostenlosen Plan?

Nein. folk bietet laut offizieller Hilfe-Dokumentation keinen dauerhaften Free-Plan. Bei der Anmeldung wird eine 14-tägige Testphase mit Premium-Funktionen aktiviert; nach Ablauf muss ein bezahlter Plan gewählt werden, sonst wird der Account gesperrt. Der Einstieg kostet damit effektiv ab 22 €/Member/Monat (Standard, jährliche Zahlung). Das auf der Pricing-Seite sichtbare Wort „Free“ bezieht sich auf diese Testphase, nicht auf eine kostenlose Dauer-Stufe.

Wo speichert folk meine Daten?

Das lässt sich aus folks eigenen Quellen nicht eindeutig sagen, sie widersprechen sich. Die Datenschutzerklärung (Fassung „Effective date: October 5, 2026“) sagt: „Personal Data are hosted by Amazon Web Services inside Aurora database … Our AWS services are located in Ireland.“ In ihrer Empfängertabelle steht AWS für „Hosting (servers / databases / storage)“ mit Region „EU“ und in der Spalte „Can opt out“ mit „No“; ein Vergleichsartikel im folk-Blog (aktualisiert am 22.07.2026) beschreibt folk ebenfalls mit „Customer data is hosted in Europe“. Der Hilfe-Artikel „Security & privacy“ (datiert 29.06.2026) sagt dagegen: „Our platform is hosted on Amazon Web Services (AWS) in the North Virginia region (us-east-1).“ Welche Angabe für dein Konto gilt, lass dir vor Vertragsschluss von folk schriftlich bestätigen (alle drei Quellen gelesen am 09.10.2026). Zum Drittland-Transfer ist die Erklärung präziser, als es zunächst wirkt: Die genannte Absicherung – „Processors are certified under the Data Privacy Framework … or We have concluded a contract with the recipient of Personal Data that contains the Standard contractual protection clauses“ – betrifft folks eigene Unterauftragnehmer, nicht den Transfer von dir zu folk. Welche Grundlage für diesen Transfer gilt, sagt die Erklärung nicht; das Data Processing Agreement, auf das sie verweist, zeigt folk nicht öffentlich (laut Hilfe-Artikel auf Anfrage erhältlich).

Ist folk DSGVO-konform für deutsche Unternehmen?

Der Vertragspartner ist eine US-Gesellschaft – die Datenschutzerklärung sagt es wörtlich: „We, Folk Inc., a Delaware corporation, whose registered office is located at 1209 North Orange Street, Wilmington, Delaware 19801, is the Data Controller, within the meaning of the GDPR.“ Ein deutsches Impressum oder eine EU-Niederlassung nennt folk nicht. folk bezeichnet sich als GDPR-compliant; das Data Protection Addendum ist laut Terms für EU-Kunden verpflichtend, dazu kommen ein SOC-2-Type-I-Testat und laut Hilfe-Artikel ein jährliches CASA-Audit (Cloud Application Security Assessment) über Googles App Defense Alliance. Aber: widersprüchliche Serverangaben (Datenschutzerklärung: Irland, Hilfe-Artikel: USA), kalifornisches Vertragsrecht (Anbieter Folk Inc., Delaware) und eine Daten-Anreicherung über externe Enrichment-Anbieter, überwiegend in den USA (u. a. People Data Labs, Apollo.io, Datagma; DropContact in der EU) machen für DACH-Unternehmen mit Personenbezug zwei Prüfungen nötig: die Transfergrundlage in die USA dokumentieren und klären, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nach Art. 35 DSGVO erforderlich ist. Für streng regulierte Branchen ist folk daher nur eingeschränkt geeignet.

Was kostet folk?

Standard kostet 22 €/Member/Monat (jährliche Zahlung, 24 $ in USD), Premium 43 €/Member/Monat (48 $). Die Preise gelten pro Mitglied im Workspace; die Zahl der Members im Workspace ist laut Preisseite unbegrenzt – eine Kontakt-Obergrenze nennt die Preisseite nicht. Premium ergänzt Custom Objects & Deals, E-Mail-Sequenzen, Dashboards und API-Zugriff. Enterprise startet bei 67 €/Member/Monat (jährlich, 804 €/Jahr) mit individuellen Limits und dediziertem Support; der Abschluss läuft über den Vertrieb. Einen dauerhaften Free-Plan gibt es nicht – bei Monatszahlung liegen die Beträge zudem höher (27 € / 30 $ bzw. 54 € / 60 $, Enterprise ab 83 € / 100 $).

folk oder Pipedrive – was passt für DACH besser?

Das hängt am Use-Case und an den Datenschutz-Anforderungen. folk ist das modernere Beziehungs-CRM mit starker KI-Anreicherung – nennt seinen Serverstandort aber widersprüchlich (Datenschutzerklärung: Irland, Hilfe-Artikel: USA). Pipedrive ist klassischer Sales-Pipeline-fokussiert und hostet EU-Konten laut eigener Angabe „primarily“ in der EU (AWS Frankfurt oder Dublin, nicht garantiert) – für Unternehmen aus der EU die datenschutzfreundlichere Voreinstellung. Wer EU-Hosting braucht, fährt mit Pipedrive oder dem deutschen CentralStationCRM sicherer; wer Netzwerk-Pflege mit KI sucht und einen US-Vertragspartner mit vielen US-Unterauftragnehmern akzeptiert, ist bei folk gut aufgehoben.

Was sind Magic Fields und Enrichment bei folk?

Magic Fields sind KI-generierte Datenfelder: folk füllt Spalten automatisch per KI aus (z. B. Branche oder eine Kurz-Zusammenfassung). Enrichment reichert Kontakte mit externen Daten an – über Anbieter wie People Data Labs, Apollo.io, Datagma und DropContact (Letzterer in der EU). Wichtig fürs Kostenverständnis: Diese Kontingente gelten workspace-weit (nicht pro Member) – Standard 500 Enrichments + 2.000 Magic Fields/Monat, Premium 1.000 bzw. 5.000. Nachrichten sind dagegen pro Member gestaffelt (2.000 bzw. 5.000/Monat). Datenschutz-Hinweis: Die Anreicherung greift auf US-Daten-Broker zu und sollte in der DSFA berücksichtigt werden.

Empfehlung

Für Agenturen, Berater:innen und Solopreneurs, die ein modernes Beziehungs-CRM mit starker KI-Anreicherung suchen, ist folk 2026 eine der überzeugendsten Optionen – vorausgesetzt, die offene Standortfrage und die US-Unterauftragnehmer sind für die eigenen Daten vertretbar.

Der ehrliche Vorbehalt für DACH: Widersprüchliche Serverangaben, kalifornisches Recht und Daten-Broker-Enrichment heben folk aus der „DSGVO-unkompliziert“-Kategorie heraus. Wer mit sensiblen Personendaten arbeitet oder EU-Hosting als harte Anforderung hat, sollte stattdessen Pipedrive (EU-Hosting, Region nicht garantiert) oder das deutsche CentralStationCRM prüfen. folk bleibt funktional vorne – aber die Datenschutz-Frage entscheidet, ob es für dein DACH-Team überhaupt infrage kommt.

folk 14 Tage testen →ab 22 €/Member/MonatUnbegrenzte Members (alle Pläne)KI-Enrichment & Magic FieldsIntegrationen via Zapier und Make
Taylor Liu

Verfasst von

IT-Student (TU Berlin) & SaaS-Tester

Ich bin Taylor, Informatik-Student in Berlin. ToolsPick habe ich gestartet, weil ich 2025 sechs Stunden lang versucht habe rauszufinden, ob Sevdesk oder Lexware Office besser passt, und alle Vergleichsseiten waren entweder bezahlte Marketing-Texte oder US-Reviews ohne Schimmer von GoBD. Also schreibe ich die Tests jetzt selbst.

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