folk Test 2026 — modernes KI-CRM mit Server in den USA
folk ist eines der modernsten Beziehungs-CRMs am Markt: KI-Anreicherung, LinkedIn-Extension und Multi-Channel-Sync in einer schnellen, aufgeräumten Oberfläche. Für den DACH-Mittelstand gibt es allerdings einen entscheidenden Haken — folk hostet in den USA. Diese redaktionelle Analyse ordnet das CRM für deutsche Teams ein: Pricing, Funktionsumfang und die DSGVO-Realität inklusive.
Veröffentlicht: 2026-06-29 · Research-basiert auf folk (Stand Juni 2026), offizieller Pricing-, Hilfe-, Terms- und Datenschutz-Dokumentation — keine eigene Hands-on-Praxis.
Funktional und KI-stark, aber US-gehostet. Empfohlen für Agenturen und Berater:innen, die modernes Beziehungs-CRM wollen und US-Hosting akzeptieren — DSGVO-sensible Teams sollten EU-Alternativen prüfen.
Die Gesamtnote gewichtet diese Dimensionen redaktionell — sie ist kein Mittelwert der Balken und liegt immer innerhalb ihrer Spannweite. Wie wir bewerten
AVV erforderlich · USA (AWS, keine EU-Region)
Server: USA · AVV/DPA verfügbar · DSFA empfohlen · kein dauerhafter Free-Plan
folk 14 Tage testen →Wie diese Analyse entstand
Diese Einordnung ist eine redaktionelle Analyse — research-basiert, ohne eigene Hands-on-Praxis mit einem privat bezahlten Account. Grundlage sind die offiziellen folk-Quellen (Stand Juni 2026):
- Pricing-Verifikation: die offizielle Pricing-Seite plus der Hilfe-Artikel „Pricing plans“ — wichtig, weil dieser klarstellt, dass es keinen dauerhaften Free-Plan gibt, sondern eine 14-tägige Premium-Testphase.
- Legal & Datenschutz: die Terms of Use (Vertragsrecht, Gerichtsstand) und die Datenschutzerklärung (Server-Standort, Sub-Prozessoren, Datenlöschung, Drittland-Transfer).
- Funktionsumfang: Anbieter-Dokumentation zu Plänen, KI-Features (Magic Fields, Enrichment, Research Assistant) und Integrationen.
Was diese research-basierte Methodik nicht liefert: eigene Performance-Messungen, eine selbst durchgeführte Migration oder belastbare Aussagen zur Alltags-Ergonomie über Wochen. Wo unten Funktionen beschrieben werden, basieren sie auf Anbieter-Angaben, nicht auf selbst gestoppten Messreihen. Die für DACH entscheidenden Datenschutz-Fakten (Server in den USA, kalifornisches Recht, Daten-Broker als Sub-Prozessoren) sind direkt aus den folk-Rechtsdokumenten verifiziert.
Pricing-Pläne im Überblick
folk rechnet pro Member/Monat ab — Kontakte sind in allen Plänen unbegrenzt, die Limits liegen stattdessen bei Nachrichten, Enrichments und Magic Fields. Anders als der Begriff „Free“ auf der Pricing-Seite suggeriert, gibt es keinen dauerhaften Gratis-Plan: Neue Accounts erhalten laut Anbieter eine 14-tägige Testphase mit Premium-Funktionen, danach ist ein bezahlter Plan Pflicht — sonst wird der Account gesperrt. Bei monatlicher statt jährlicher Zahlung liegen die Beträge höher.
Standard
22 €/Member/Mo
jährlich · der Einstieg (24 $) · monatlich 27 €
- Keine Kontakt-Staffel
- Pipeline-Management
- E-Mail-Kampagnen
- 500 Enrichments + 2.000 Magic Fields/Mo (workspace-weit)
- LinkedIn-Extension + E-Mail/Kalender/WhatsApp-Sync
Premium
43 €/Member/Mo
jährlich · der Sweet-Spot (48 $) · monatlich 54 €
- Alles aus Standard
- Custom Objects & Deals
- E-Mail-Sequenzen + Dashboards
- API-Zugriff + erweiterte Rollen
- 1.000 Enrichments + 5.000 Magic Fields/Mo (workspace-weit)
Enterprise
ab 67 €/Member/Mo
jährlich (804 €/Jahr) · Sales-Kontakt
- Custom Limits für Enrichments, Messages & AI-Fields
- Custom Billing + dedizierter Ansprechpartner
- Für größere Workspaces
Stand 2026-08-25 · Preise pro Member/Monat bei jährlicher Zahlung (USD: Standard 24 $, Premium 48 $, Enterprise ab 80 $) · Monatszahlung höher: 27 € / 54 € / ab 83 € (30 $ / 60 $ / ab 100 $) · Jahressummen pro Member 259 € / 518 € / ab 804 € · KEIN dauerhafter Free-Plan — nur 14 Tage Premium-Testphase, danach Account-Sperre · Members in allen Plänen unbegrenzt; eine Kontakt-Obergrenze nennt die Preisseite nicht.
Auf einen Blick
| Anbieter | folk — Betreiber laut Affiliate-Terms „Folk, Inc.“ (in Delaware/USA registriert); Team-HQ laut öffentlichen Unternehmensprofilen in Paris |
|---|---|
| Vertragsrecht | Kalifornisches Recht, US-Gerichtsstand (laut Terms of Use) |
| Server-Standort | USA — AWS (Amazon Aurora); keine EU-Region, kein Opt-out für das Hosting |
| Drittland-Transfer | EU-U.S. Data Privacy Framework (laut Datenschutzerklärung) |
| AVV / DPA | Ja — Data Protection Addendum, laut Terms für EU-Kunden verpflichtend |
| Zertifizierungen | SOC 2 Type I, Google Security; „GDPR-compliant“ laut Anbieter |
| Sub-Prozessoren | u. a. AWS, OpenAI, People Data Labs, Apollo.io, Datagma, DropContact, Intercom, Microsoft 365 — viele in den USA, überwiegend kein Opt-out |
| Kontakte | Keine Obergrenze in der Tarif-Tabelle genannt — folk staffelt nach Members, nicht nach Kontakten |
| Free-Tier | Nein — 14 Tage Premium-Testphase, danach Account-Sperre |
| Standard | 22 €/Member/Monat (jährlich, 24 $; monatlich 27 €) · 2.000 Nachrichten/Member · 500 Enrichments + 2.000 Magic Fields/Mo (workspace-weit) |
| Premium | 43 €/Member/Monat (jährlich, 48 $; monatlich 54 €) · + Deals, E-Mail-Sequenzen, Dashboards, API · 5.000 Nachrichten/Member · 1.000 Enrichments + 5.000 Magic Fields/Mo (workspace-weit) |
| Enterprise | ab 67 €/Member/Monat (jährlich, 804 €/Jahr; ~80 $) · individuelle Limits · Sales-Kontakt |
| Datenlöschung | Account-Schließung in 1 Woche wirksam; Backups max. 30 Tage, Logs max. 90 Tage; Rechts-Retention bis zu 5 Jahre |
| KI-Features | Magic Fields (KI-Felder), AI Assistants, Research Assistant (People Data Labs + Perplexity) |
| Integrationen | 5.000+ · LinkedIn-Extension, E-Mail-/Kalender-/WhatsApp-Sync |
| Affiliate | PartnerStack — 30 % auf 24 Monate, 90 Tage Cookie |
Was folk stark macht
1. Die Plan-Grenzen liegen nicht bei der Kontaktzahl
Während viele CRMs ihre Pläne über Kontakt-Limits staffeln, taucht die Kontaktzahl in folks Tarif-Vergleich überhaupt nicht auf: Die Feature-Tabelle auf der Preisseite führt keine Zeile für Kontakte und nennt weder eine Obergrenze noch ein Kontingent. Gestaffelt wird stattdessen bei Nachrichten (2.000 bzw. 5.000 pro Member/Monat), bei Enrichments und Magic Fields — letztere gelten jeweils workspace-weit (500 / 2.000 im Standard, 1.000 / 5.000 im Premium), nicht pro Member — sowie bei Accounts-Sync (1 bzw. 5 pro Member) und Custom Domains (1 bzw. 3). Die einzige Zeile, die folk ausdrücklich mit „Unlimited“ markiert, betrifft die Members, nicht die Kontakte. Für Agenturen und Berater:innen mit wachsenden Netzwerken heisst das praktisch: Die monatlichen Kosten skalieren mit der Team-Größe, nicht mit der Datenbank. Eine zugesicherte Kontakt-Flatrate ist es damit aber nicht — folk sagt zur Kontaktzahl öffentlich schlicht nichts.
2. KI tief im CRM verankert
folk positioniert sich laut Anbieter als „CRM der KI-Ära“ und meint das funktional: Magic Fields füllen Spalten automatisch per KI, der Research Assistant reichert Firmenprofile an (Branche, Größe, Funding, Kurzbeschreibung) und erzeugt Recherche-Notizen, und AI Assistants beantworten Pipeline-Fragen direkt im Tool. Das ist mehr als ein aufgesetzter Chatbot — die KI greift an den Stellen, an denen im CRM-Alltag tatsächlich Zeit verloren geht (Daten-Pflege, Recherche).
3. Beziehungs-CRM statt Sales-Pipeline-Zwang
Anders als pipeline-zentrierte Tools wie Pipedrive ist folk auf Beziehungspflege ausgelegt. Die LinkedIn-Extension zieht Kontakte direkt aus dem Netzwerk, und der Multi-Channel-Sync verbindet E-Mail, Kalender und WhatsApp, sodass der gesamte Austausch mit einem Kontakt an einem Ort zusammenläuft. Für Solopreneurs, Agenturen und alle, die Geschäft über Netzwerke statt über reine Deal-Stages machen, ist das die passendere Denkweise.
4. Integrationen via Zapier und Make und moderne UX
folk bindet Drittsysteme laut eigener Integrations-Seite über Zapier und Make an — jeweils „über 1000 Apps“ — und legt Wert auf eine schnelle, aufgeräumte Oberfläche — ein bewusster Gegenentwurf zu überladenen Enterprise-CRMs. Das flexible Datenmodell (eigene Objekte und Deals ab Premium) lässt sich an den eigenen Workflow anpassen, ohne dass man sich durch ein schwergewichtiges Setup kämpfen muss.
5. Faire, transparente Seat-Preise
Mit 22 €/Member/Monat im Standard- und 43 € im Premium-Plan (jährliche Zahlung) liegt folk im fairen Mittelfeld. Die Abrechnung pro Member ist transparent und prorata-basiert: Kommt ein Mitglied dazu, wird der Preis anteilig berechnet. Eine Kontakt-Staffel gibt es in der veröffentlichten Tarif-Tabelle nicht.
Zwischenfazit: Wenn modernes Beziehungs-CRM mit KI-Anreicherung deine Priorität ist — und US-Hosting für deine Daten vertretbar ist — gehört folk zu den stärksten Optionen. 14 Tage Premium-Testphase, danach ab 22 €/Member.
Wo folk an Grenzen stößt
1. Server in den USA — keine EU-Region
Das ist der zentrale Punkt für DACH-Unternehmen. Laut Datenschutzerklärung speichert folk personenbezogene Daten in einer Amazon-Aurora-Datenbank auf AWS-Servern in den USA — eine EU-Region wird nicht angeboten, ein Opt-out für das Hosting gibt es nicht. Wer EU-Datenresidenz als harte Anforderung hat, findet sie bei folk schlicht nicht. Anbieter mit EU-Servern wie Pipedrive (Frankfurt) oder das deutsche CentralStationCRM sind hier strukturell im Vorteil.
2. Kein dauerhafter Free-Plan
Die Pricing-Seite wirbt mit „Free“, doch laut offiziellem Hilfe-Artikel handelt es sich um eine 14-tägige Testphase mit Premium-Funktionen — nach Ablauf wird der Account gesperrt, wenn kein bezahlter Plan gewählt wird. Wer einen echten Gratis-Einstieg ohne Zeitdruck sucht (wie bei manchen Wettbewerbern), wird hier enttäuscht. Effektiv kostet folk ab dem 15. Tag.
3. Daten-Anreicherung über US-Daten-Broker
Die KI-Enrichment-Funktionen sind ein Verkaufsargument — datenschutzrechtlich aber heikel. Laut Sub-Prozessoren-Liste greift folk dafür auf US-Daten-Broker wie People Data Labs, Apollo.io, Datagma und DropContact zu, dazu OpenAI für die Verarbeitung. Für die meisten dieser Sub-Prozessoren ist kein Opt-out vorgesehen. Wer mit personenbezogenen Kontaktdaten von EU-Bürger:innen arbeitet, muss diese Daten-Weitergabe in der eigenen Risikoabwägung sauber dokumentieren.
4. Kalifornisches Recht + US-Gerichtsstand
Die Terms of Use unterliegen kalifornischem Recht, kalifornische Gerichte sind zuständig (inklusive DMCA-Bezug). Vertragspartner ist damit eine US-Gesellschaft (laut Affiliate-Terms „Folk, Inc.“, Delaware), kein EU-Anbieter mit europäischem Sitz. Für Organisationen, deren Beschaffungsrichtlinie einen EU-Vertragspartner oder EU-Gerichtsstand verlangt, ist das ein Ausschlusskriterium.
5. SOC 2 nur Type I
folk weist ein SOC-2-Type-I-Testat aus. Type I bescheinigt, dass die Kontrollen zu einem bestimmten Zeitpunkt sinnvoll gestaltet sind — nicht, dass sie über einen längeren Zeitraum wirksam betrieben wurden (das wäre Type II). Das ist kein Mangel, aber ein Reifegrad unterhalb dessen, was viele Enterprise-Einkäufe als Mindeststandard erwarten. Für ein Audit sollte man den aktuellen Stand direkt beim Anbieter anfragen.
DSGVO & Datenschutz im Detail
Die DSGVO-Faktenlage (laut Anbieter)
- Server: AWS (Amazon Aurora) in den USA; keine EU-Region, kein Hosting-Opt-out.
- Vertragsrecht: kalifornisches Recht, US-Gerichtsstand (Terms of Use).
- Drittland-Transfer: abgesichert über das EU-U.S. Data Privacy Framework.
- Verträge: Data Protection Addendum für EU-Kunden; SOC 2 Type I; Google-Security-Zertifizierung.
- Sub-Prozessoren: u. a. AWS, OpenAI, People Data Labs, Apollo.io, Datagma, DropContact, Intercom, Microsoft 365 — viele in den USA, überwiegend ohne Opt-out.
- Löschung: Account-Schließung in 1 Woche wirksam, Backups bis 30 Tage, Logs bis 90 Tage; Rechts-Retention bis zu 5 Jahre.
Was tun, wenn DSGVO bei dir hart beißt?
- Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) vor dem produktiven Einsatz durchführen und dokumentieren
- Das Data Protection Addendum abschließen und die DPF-Grundlage in der Risikoabwägung festhalten
- Enrichment-Features bewusst einsetzen — sie geben Kontaktdaten an US-Daten-Broker weiter
- Bei sensiblen Personendaten oder EU-Hosting-Zwang eine EU-gehostete Alternative prüfen (Pipedrive EU-Server, CentralStationCRM aus Deutschland)
Plan-Empfehlung
Einen dauerhaften Free-Plan gibt es nicht — die 14-tägige Premium-Testphase ist nur zum Ausprobieren gedacht. Standard (22 €/Member) ist der günstige Einstieg für reine Beziehungspflege: Pipeline, E-Mail-Kampagnen und solide Enrichment-/Magic-Field-Kontingente. Premium (43 €/Member) ist der Sweet-Spot für alle, die ernsthaft mit folk arbeiten: Custom Objects & Deals, E-Mail-Sequenzen, Dashboards, API-Zugriff und die doppelten KI-Kontingente rechtfertigen den Aufpreis, sobald folk das zentrale CRM ist. Enterprise lohnt sich erst bei großen Workspaces mit individuellem Limit-Bedarf. Wichtig vor dem Start: Der Server-Standort USA lässt sich nicht ändern — das ist eine Grundsatz-Entscheidung, kein Setup-Detail.
Für wen lohnt sich folk?
Gut geeignet für…
- Agenturen, Berater:innen und Solopreneurs mit Netzwerk-Fokus
- Teams, die KI-Enrichment und Multi-Channel-Sync wollen
- LinkedIn- und Multi-Channel-getriebene Akquise
- Nutzer:innen, die US-Hosting bewusst akzeptieren
- Moderne, schnelle UX statt Enterprise-Schwergewicht
Eher nicht für…
- DACH-Teams mit striktem EU-Hosting-Zwang
- Streng regulierte Branchen (Gesundheit, Recht, Finanzen)
- Wer einen dauerhaften kostenlosen Plan braucht
- Organisationen mit Zwang zu EU-Vertragspartner/-Gerichtsstand
- Reine Sales-Pipeline-Teams (eher Pipedrive)
Häufig gestellte Fragen
Was ist folk und für wen eignet es sich?
folk ist ein modernes, KI-gestütztes CRM für Beziehungs- und Kontaktmanagement. Statt auf klassische Sales-Pipelines wie Pipedrive zu setzen, ist folk stärker auf Netzwerk-Pflege ausgelegt: keine Kontakt-Staffel in der Tarif-Tabelle, KI-Anreicherung (Enrichment), eine LinkedIn-Extension und Multi-Channel-Sync für E-Mail, Kalender und WhatsApp. Zielgruppe sind Agenturen, Berater:innen, Solopreneurs und kleine Teams, die Beziehungen über reine Deal-Pipelines stellen. Wichtig für DACH: folk hostet seine Daten laut Datenschutzerklärung in den USA.
Hat folk einen kostenlosen Plan?
Nein. folk bietet laut offizieller Hilfe-Dokumentation keinen dauerhaften Free-Plan. Bei der Anmeldung wird eine 14-tägige Testphase mit Premium-Funktionen aktiviert; nach Ablauf muss ein bezahlter Plan gewählt werden, sonst wird der Account gesperrt. Der Einstieg kostet damit effektiv ab 22 €/Member/Monat (Standard, jährliche Zahlung). Das auf der Pricing-Seite sichtbare Wort „Free“ bezieht sich auf diese Testphase, nicht auf eine kostenlose Dauer-Stufe.
Wo speichert folk meine Daten?
In den USA. Die Datenschutzerklärung sagt es wörtlich: „Personal Data are hosted by Amazon Web Services inside Aurora database … Our AWS services are located in the US“ (geprüft 30.08.2026). In derselben Erklärung listet folk seine Empfänger tabellarisch — AWS steht dort für „Hosting (servers / databases / storage)“ mit Region „USA“ und in der Spalte „Can opt out“ mit „No“. Drittland-Transfers stützt folk auf das EU-U.S. Data Privacy Framework. Achtung bei der Recherche: Im folk-Blog steht ein Vergleichsartikel, der folk selbst mit „Customer data is hosted in Europe“ beschreibt — das widerspricht der eigenen Datenschutzerklärung. Wir richten uns nach der Rechtsseite.
Ist folk DSGVO-konform für deutsche Unternehmen?
Der Vertragspartner ist eine US-Gesellschaft — die Datenschutzerklärung sagt es wörtlich: „We, <strong>Folk Inc., a Delaware corporation</strong>, whose registered office is located at 1209 North Orange Street, Wilmington, Delaware 19801, is the Data Controller, within the meaning of the GDPR.“ Ein deutsches Impressum oder eine EU-Niederlassung nennt folk nicht. folk bezeichnet sich als GDPR-compliant; das Data Protection Addendum ist laut Terms für EU-Kunden verpflichtend, dazu kommen ein SOC-2-Type-I-Testat und eine Google-Security-Zertifizierung. Aber: Server in den USA, kalifornisches Vertragsrecht (Anbieter Folk Inc., Delaware) und eine Daten-Anreicherung über externe Enrichment-Anbieter, überwiegend in den USA (u. a. People Data Labs, Apollo.io, Datagma; DropContact in der EU) machen für DACH-Unternehmen mit Personenbezug eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) praktisch zur Pflicht. Für streng regulierte Branchen ist folk daher nur eingeschränkt geeignet.
Was kostet folk?
Standard kostet 22 €/Member/Monat (jährliche Zahlung, 24 $ in USD), Premium 43 €/Member/Monat (48 $). Die Preise gelten pro Mitglied im Workspace; die Zahl der Members im Workspace ist laut Preisseite unbegrenzt — eine Kontakt-Obergrenze nennt die Preisseite nicht. Premium ergänzt Custom Objects & Deals, E-Mail-Sequenzen, Dashboards und API-Zugriff. Enterprise startet bei 67 €/Member/Monat (jährlich, 804 €/Jahr) mit individuellen Limits und dediziertem Support; der Abschluss läuft über den Vertrieb. Einen dauerhaften Free-Plan gibt es nicht — bei Monatszahlung liegen die Beträge zudem höher (27 € / 30 $ bzw. 54 € / 60 $, Enterprise ab 83 € / 100 $).
folk oder Pipedrive — was passt für DACH besser?
Das hängt am Use-Case und an den Datenschutz-Anforderungen. folk ist das modernere Beziehungs-CRM mit starker KI-Anreicherung — hostet aber in den USA. Pipedrive ist klassischer Sales-Pipeline-fokussiert und bietet EU-Server (Frankfurt), was für DACH-Unternehmen der datenschutzfreundlichere Default ist. Wer EU-Hosting braucht, fährt mit Pipedrive oder dem deutschen CentralStationCRM sicherer; wer Netzwerk-Pflege mit KI sucht und US-Hosting akzeptiert, ist bei folk gut aufgehoben.
Was sind Magic Fields und Enrichment bei folk?
Magic Fields sind KI-generierte Datenfelder: folk füllt Spalten automatisch per KI aus (z. B. Branche oder eine Kurz-Zusammenfassung). Enrichment reichert Kontakte mit externen Daten an — über Anbieter wie People Data Labs, Apollo.io, Datagma und DropContact (Letzterer in der EU). Wichtig fürs Kostenverständnis: Diese Kontingente gelten workspace-weit (nicht pro Member) — Standard 500 Enrichments + 2.000 Magic Fields/Monat, Premium 1.000 bzw. 5.000. Nachrichten sind dagegen pro Member gestaffelt (2.000 bzw. 5.000/Monat). Datenschutz-Hinweis: Die Anreicherung greift auf US-Daten-Broker zu und sollte in der DSFA berücksichtigt werden.
Empfehlung
Für Agenturen, Berater:innen und Solopreneurs, die ein modernes Beziehungs-CRM mit starker KI-Anreicherung suchen, ist folk 2026 eine der überzeugendsten Optionen — vorausgesetzt, US-Hosting ist für die eigenen Daten vertretbar.
Der ehrliche Vorbehalt für DACH: Server in den USA, kalifornisches Recht und Daten-Broker-Enrichment heben folk aus der „DSGVO-unkompliziert“-Kategorie heraus. Wer mit sensiblen Personendaten arbeitet oder EU-Hosting als harte Anforderung hat, sollte stattdessen Pipedrive (EU-Server Frankfurt) oder das deutsche CentralStationCRM prüfen. folk bleibt funktional vorne — aber die Datenschutz-Frage entscheidet, ob es für dein DACH-Team überhaupt infrage kommt.