Papierkram Test 2026: Das DE-Buchhaltungs-Tool mit echtem Free-Plan
Während Sevdesk und Lexware Office mit Premium-Pricing punkten, geht Papierkram aus Wiesbaden einen anderen Weg: echter Free-Plan ohne Beleg-Limit, GoBD-Zertifizierung via PKF, einfaches UI für Buchhaltungs-Anfänger:innen. 14 Tage Praxis-Test mit zwei Solo-Selbstständigen-Profilen – wann gewinnt Papierkram, wann muss man zu Sevdesk oder Lexware Office?
Veröffentlicht: 2026-05-09 · Re-Test: 2026-10-28 – Anbieter-Verify, Plan-Namen + Preise gegen Live-Pricing-Page abgeglichen · Test-Plan: M (24,90 EUR/Monat) · Lizenz wurde privat bezahlt.
Empfohlen für Solo-Selbstständige, Kleinunternehmer:innen und Bootstrap-Setups.
Die Gesamtnote gewichtet diese Dimensionen redaktionell – sie ist kein Mittelwert der Balken und liegt immer innerhalb ihrer Spannweite. Wie wir bewerten
DSGVO-konform · Deutschland
DE-Server (Frankfurt, Backups Falkenstein) · GoBD-zertifiziert (PKF) · E-Rechnung: Ja
Papierkram kostenlos starten →
Pricing-Pläne im Überblick
Papierkram ist das einzige der getesteten DE-Buchhaltungs-Tools mit echtem Free-Plan ohne Beleg-Begrenzung. Für die meisten Solo-Selbstständigen reicht „M“, für Profis und Teams „L“. Alle Pläne inklusive Hosting, Datensicherung, Updates und Support.
Free
0,00 €
dauerhaft kostenlos · Anmeldung nur mit E-Mail
- Rechnungen + Angebote
- Belege digital, keine Beleg-Begrenzung (100 MB Speicher)
- Projekte + Zeiterfassung
- E-Rechnungen empfangen und verbuchen
- Keine EÜR, keine USt-VA, kein Bank-Abruf, keine Mobile App (alles ab S)
S
15,90 €/Mon. · 12,90 €/Mon. jährlich
Für Gründer:innen
- EÜR, USt-VA und Elster-XML
- Steuerberater-Zugang
- Bank-Anbindung (2 Bankverbindungen)
- KI-Belegerkennung bis 15 Belege/Monat
M
29,90 €/Mon. · 24,90 €/Mon. jährlich
Sweet-Spot · Sehr beliebt
- Alles aus S
- Kundenportal + Abschlagsrechnungen
- Erweiterte BWA, KI-Belegerkennung unbegrenzt
- Projektarbeit im Team, REST-API (Beta)
L
59,90 €/Mon. · 49,90 €/Mon. jährlich
Für Profis und Teams
- Alle Funktionen integriert
- Viel Speicher für viele Dokumente
- Ideal für größere Unternehmen + Teams
- Mehrere User
Stand 04.11.2026, live geprüft · Preise netto zzgl. MwSt. · Toggle „Jährlich -20 %“, Standardansicht der Seite ist der Jahrespreis · Monatspaket 15,90 / 29,90 / 59,90 €, Jahrespaket 12,90 / 24,90 / 49,90 € · „Sehr beliebt“ steht bei M · Quelle: papierkram.de/preise
Auf einen Blick
| Anbieter | odacer finanzsoftware GmbH (Wiesbaden) – Geschäftsführer Dr. Michael Kaiser, HRB 24735 |
|---|---|
| Server-Standort | Frankfurt (rh-tec Business GmbH), Remote-Backups in Falkenstein (Hetzner) – ausschließlich Deutschland |
| GoBD | Laut Anbieter uneingeschränkt zertifiziert durch das PKF-Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsnetzwerk – bezogen auf die Abo-Versionen; in der Tarif-Matrix ist „GoBD-zertifizierte Buchhaltung“ für Free als nicht enthalten markiert |
| DSGVO / AVV | Deutscher Vertragspartner. Die AGB (Stand 15.09.2026) erklären die Auftragsverarbeitungsbedingungen zum Vertragsbestandteil; das Hilfe-Center beschreibt unter „Vertrag / Datenschutz / Auftragsverarbeitung (DSGVO)“, wie der AVV im Account unter Einstellungen → Vertrag und Konto akzeptiert und gespeichert wird (geprüft 25.09.2026) |
| Free-Plan | 0 EUR – Basisfunktionen, keine Beleg-Begrenzung |
| S | 15,90 EUR/Monat (12,90 EUR jährlich) – EÜR, USt-VA, Steuerberater-Zugang, Bank-Anbindung (2 Konten), KI-Belegerkennung bis 15 Belege/Monat |
| M (Sweet-Spot) | 29,90 EUR/Monat (24,90 EUR jährlich) – Kundenportal, Abschlagsrechnungen, erweiterte BWA, KI-Belegerkennung ohne Deckel, Team-Projektarbeit |
| L | 59,90 EUR/Monat (49,90 EUR jährlich) – Profis und Teams, viel Speicher, Multi-User |
| Kleinunternehmer-Modus | In allen Paketen aktivierbar – der Hinweis zur Kleinunternehmerregelung wird auf den Dokumenten mit ausgegeben |
| USt-Voranmeldung (ELSTER) | Ab Paket S – Abgabe per Elster-XML-Download und manuellem Upload im ELSTER-Portal, nicht direkt aus Papierkram heraus |
| DATEV-Schnittstelle | Export im DATEV-Format inkl. Belegbilder, dazu DATEV-Rechnungsdaten- und Buchungsdatenservice – ab Paket S |
| E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD) | Ja, nativ (ausgehend und eingehend) |
| Beleg-OCR | ~75 % korrekt im Test |
| Bank-Anbindung | PSD2-Abruf von „über 99 % aller deutschen Banken“ laut Anbieter, dazu PayPal und Kreditkarten – ab Paket S, dort auf 2 Bankverbindungen begrenzt |
| Mobile App | iOS und Android, ab Paket S – Zeiten und Belege erfassen, Angebote und Rechnungen einsehen |
| Testphase | Jede Anmeldung startet mit 15 Tagen Paket M, danach automatisch Free · kostenpflichtige Pläne monatlich oder jährlich kündbar |
| Deutscher Support | Support ausschliesslich über das Formular in mein.papierkram.de; die Telefonnummer im Impressum ist laut Anbieter ausdrücklich nicht für Support |
Was im Praxis-Test überzeugt hat
1. Free-Plan ohne Beleg-Begrenzung: einmalig am DE-Markt
Papierkram Free bietet Rechnungs-Stellung, Belegverwaltung, Kontakte, Projekte und Zeiterfassung – dauerhaft kostenlos, ohne Beleg-Limit. Die EÜR selbst und die Umsatzsteuervoranmeldung gehören laut Anbieter zu den Abo-Paketen und fehlen im Free-Plan (papierkram.de/preise, geprüft 25.09.2026). Für Solo-Selbstständige am Anfang, Kleinunternehmer:innen nach § 19 UStG (Vorjahresumsatz höchstens 25.000 EUR) oder Bootstrap-Setups ist das oft jahrelang ausreichend. Sevdesk-Free ist auf 3 Rechnungen/Monat gedeckelt, Lexware Office bietet nur 30 Tage Trial. Papierkram ist hier das risikoärmste DE-Tool – und das ohne versteckte Beleg-Volumen-Limits, die in der Praxis sonst schnell zur Premium-Falle werden.
2. UI ist Anfänger-freundlich
Papierkrams Oberfläche ist deutlich einfacher als Sevdesk oder Lexware Office – weniger Menüs, klarere Workflows, wenige Settings. Für Buchhaltungs-Anfänger:innen, die "möglichst wenig Buchhaltung" wollen, die ergonomischste DE-Wahl. Wer tiefe Buchhaltungs-Expertise hat, vermisst Konfigurations-Optionen.
3. Made in Germany authentisch
Die odacer finanzsoftware GmbH sitzt in Wiesbaden, gehostet wird in Frankfurt, die Remote-Backups in Falkenstein. Bei Sevdesk und Lexware Office ist die Anbieter-Größe abstrakter – Papierkram ist ein bodenständiges Mittelstands-Tool aus dem Rhein-Main-Gebiet, das in Steuerberater-Kanzleien verankert ist und dessen GoBD-Konformität laut Anbieter das Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsnetzwerk PKF zertifiziert hat. Für Käufer:innen, die einen greifbaren deutschen Anbieter wollen, ein realer Vorteil.
4. Kleinunternehmer-Modus ist ergonomisch
Wenn du § 19 UStG nutzt (Kleinunternehmer ohne USt-Ausweis), lässt sich das in Papierkram in den Einstellungen aktivieren: Rechnungen ohne USt, Kleinunternehmer-Hinweis wird auf den Dokumenten mit ausgegeben. Der Anbieter führt die Zeile als „Kleinunternehmerregelung aktivierbar“ in allen Paketen. Die EÜR selbst gibt es erst ab Paket S. Für Solo-Selbstständige ohne USt-Pflicht spart das Setup-Zeit. Sevdesk und Lexware Office unterstützen das auch, sind aber komplexer in der Konfiguration.
5. E-Rechnung 2025+ ohne Aufpreis
E-Rechnungen empfangen, ablegen und verbuchen geht laut Anbieter in allen Paketen, auch im Free-Plan – Papierkram erzeugt dabei automatisch einen lesbaren Beleganhang aus den XML-Daten. Das Erstellen von XRechnungen und ZUGFeRD-Rechnungen gibt es ab Plan S (15,90 EUR/Monat, jährlich 12,90 EUR). Für die ab 2025 verpflichtende E-Rechnungs-Annahme in B2B reicht damit schon Free.
6. Steuerberater-Zugang schon ab Plan S
Du gibst deinem Steuerberater einen Zugang ab Plan S (15,90 EUR/Monat, jährlich 12,90 EUR). Sevdesk enthält die Verknüpfung zur Steuerberatung schon im kleinsten Bezahltarif Rechnung (12,90 EUR/Monat Listenpreis). Für Setups, die einen Steuerberater haben, aber bei Buchhaltungs-Software sparen wollen, eine günstige Kombination.
Zwischenfazit: Wenn du als Solo-Selbstständige(r) startest, kostet dich Papierkram nichts – DE-Server in Frankfurt, Backups in Falkenstein, Free-Plan dauerhaft ohne Beleg-Limit. Die GoBD-Zertifizierung durch PKF gilt laut Anbieter für die Abo-Versionen ab Paket S.
Was nervt
1. OCR-Qualität unter Spitzen-Niveau
Im eigenen Praxis-Test mit 80 deutschsprachigen Belegen: Papierkram-OCR-Genauigkeit ~75 %. Sevdesk und Buchhaltungsbutler schneiden bei der Beleg-Erkennung laut Nutzerberichten besser ab – bei großem Beleg-Volumen summiert sich der zusätzliche Korrektur-Aufwand merklich.
2. Kein deutscher Telefon-Support
Support läuft auf Deutsch, aber schriftlich. Das Impressum nennt zwar eine Telefonnummer, setzt aber ausdrücklich dazu: „kein Support, Supportanfragen bitte nur per Formular unter mein.papierkram.de einreichen“ (geprüft 14.09.2026). Antwortzeiten in unseren Tests: ~6 Stunden für E-Mail während Geschäftszeiten. Für klassischen Mittelstand mit Telefon-Anspruch ein Defizit; für junge Solo-Setups oft akzeptabel.
3. UI visuell konservativer als die Konkurrenz
Funktional ist alles da, aber visuell wirkt Papierkram zurückhaltender als Sevdesk oder Lexware Office. Tabellen-Ansichten, Formulare und Detail-Bereiche sind klar und schnell, der Stil aber pragmatisch statt modern-bunt. Wer aus modernen SaaS-Tools kommt, muss sich kurz umgewöhnen.
4. Lohnbuchhaltung fehlt
Wer Mitarbeiter:innen beschäftigt (auch Minijobs), braucht Lohnbuchhaltung. Papierkram hat das nicht – du bräuchtest separat z. B. Lexware Lohn+Gehalt (~30 EUR/Monat). Für reine Solo-Setups irrelevant; für GmbHs mit Mitarbeiter:innen ein Showstopper.
5. Funktions-Tiefe unter Sevdesk-Pro / Lexware L
Papierkram ist klar auf Solo- und Kleinunternehmer:innen-Workflows zugeschnitten. Wer komplexe Buchhaltungs-Setups braucht – z. B. tiefe DATEV-Kontierungs-Logik, Anlagenverzeichnis mit AfA-Automatik, Bilanz mit §253-HGB-Detailregeln – kommt mit Sevdesk-Pro oder Lexware Office L weiter. Papierkram L (59,90 EUR monatlich, 49,90 EUR im Jahrespaket) ist trotz Profi-Anspruch eher für „größere Teams mit gleichem Workflow“ gemacht, nicht für „tiefere Buchhaltungs-Kompetenz“.
DSGVO im Detail
GoBD-Funktionen
- Unveränderbarkeit aller gebuchten Belege
- Verfahrensdokumentation generierbar
- 10-Jahre-Aufbewahrung mit Audit-Trail
- GoBD-konformer Datenexport (CSV und DATEV-Format, inkl. Belegbilder)
- GoBD-Zertifizierung: Laut Anbieter uneingeschränkt zertifiziert durch das PKF-Netzwerk – bezogen auf die Abo-Versionen; der Free-Plan ist in der Tarif-Matrix bei diesem Punkt als nicht enthalten markiert. Prüfbericht und Prüfdatum veröffentlicht der Anbieter nicht (Quelle)
DSGVO-Setup
- Datenresidenz: Deutschland (Frankfurt, Backups Falkenstein)
- AVV unter Einstellungen → Vertrag und Konto einsehbar und akzeptierbar; die AGB (Stand 15.09.2026) erklären die Auftragsverarbeitungsbedingungen ausdrücklich zum Vertragsbestandteil
- Keine öffentliche Subprozessor-Liste. Die Datenschutzerklärung benennt Dienstleister einzeln – darunter zwei US-Anbieter mit Bezug zur Applikation: Postmark (AC PM LLC, Philadelphia) für System-E-Mails und HelpScout (Help Scout PBC, Boston) für Support-Chat (geprüft 25.09.2026)
- Datenexport jederzeit möglich
- 2FA empfohlen, aktivierbar
Plan-Empfehlung
- Free (0 EUR): Solo-Selbstständige am Anfang, Kleinunternehmer:innen, nebenberuflich Selbstständige. Basisfunktionen ohne Beleg-Limit – reicht oft jahrelang.
- S (15,90 EUR · 12,90 EUR jährlich): Der erste vollwertige Plan – EÜR, USt-VA, Steuerberater-Zugang, Bank-Anbindung (2 Konten) und KI-Belegerkennung bis 15 Belege/Monat.
- M (29,90 EUR · 24,90 EUR jährlich) – Sweet-Spot: Kleine Unternehmen mit Team. Kundenportal, Abschlagsrechnungen, erweiterte BWA, KI-Belegerkennung ohne Deckel, Team-Projektarbeit.
- L (59,90 EUR · 49,90 EUR jährlich): Profis, größere Teams, Multi-User-Setups mit viel Beleg-/Dokument-Volumen.
Für wen lohnt sich Papierkram?
Gut geeignet für…
- Solo-Selbstständige mit kleinem bis mittlerem Buchungsvolumen
- Kleinunternehmer:innen (§ 19 UStG)
- Bootstrap-Setups mit Budget-Druck
- Buchhaltungs-Anfänger:innen ohne Steuerberater-Erfahrung
- Wer Made-in-Germany-Anbieter mit echter DACH-Aufstellung und GoBD-Zertifizierung durch PKF will
Eher nicht für…
- GmbHs mit Mitarbeiter:innen (keine Lohnbuchhaltung)
- Belegheavy-Setups mit höchster OCR-Anforderung (Papierkram im eigenen Test ~75 % – Buchhaltungsbutler laut Nutzerberichten stärker)
- Setups mit DATEV-tiefer Steuerberater-Integration (Lexware Office L besser)
- Komplexe Buchhaltungs-Cases mit Bilanz-Detail-Logik (Sevdesk-Pro oder Lexware L)
- Klassischer Mittelstand mit Telefon-Support-Anspruch
Häufig gestellte Fragen
Was ist Papierkram und worin liegt der DACH-Vorteil?
Papierkram ist eine deutsche Buchhaltungs- und Rechnungs-Software der odacer finanzsoftware GmbH aus Wiesbaden. Server stehen in Frankfurt, die Remote-Backups in Falkenstein, GoBD-Zertifizierung durch das PKF-Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsnetzwerk. Der DACH-Vorteil: deutsche Anbieter-Aufstellung, echter Free-Plan ohne Beleg-Limit, einfaches UI für Buchhaltungs-Anfänger:innen. Solide Wahl für Solo-Selbstständige, Kleinunternehmer:innen und Bootstrap-Setups.
Ist Papierkram GoBD-konform?
Ja – laut Anbieter wurde Papierkram vom Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsnetzwerk PKF hinsichtlich der Einhaltung der GoBD uneingeschränkt zertifiziert. „Uneingeschränkt“ bezieht sich dabei auf den Prüfungsumfang, nicht auf alle Tarife: Der Anbieter bezieht die Zertifizierung ausdrücklich auf die Abo-Versionen, und die Tarif-Matrix führt den Free-Plan bei diesem Punkt als nicht enthalten. Unveränderbare Belegspeicherung, Verfahrensdokumentation generierbar, 10-Jahre-Aufbewahrung mit Audit-Trail, GoBD-konformer Datenexport für Betriebsprüfung. Damit nennt Papierkram wie Lexware Office (dort ein Testat durch Ernst & Young, Erst-Audit 2016) einen externen Prüfer, spricht selbst aber von Zertifizierung statt Testat – anders als Sevdesk und Buchhaltungsbutler, die keinen Prüfer ausweisen.
Was kostet Papierkram wirklich?
Vier Pläne (Stand 2026): Free (0 EUR) für Einsteiger:innen mit Basisfunktionen, S (15,90 EUR/Mon., jährlich 12,90 EUR) für Gründer:innen, M (29,90 EUR/Mon., jährlich 24,90 EUR) für Fortgeschrittene – Papierkrams Sweet-Spot, L (59,90 EUR/Mon., jährlich 49,90 EUR) für Profis und Teams. Keine Beleg-Begrenzung beim Verbuchen in irgendeinem Plan – die KI-Belegerkennung „Magic Suggest+“ ist allerdings im S-Paket auf 15 Belege/Monat gedeckelt (ab M unbegrenzt, im Free nicht enthalten). Alle Preise netto zzgl. MwSt. Hosting, Datensicherung, Updates und Support inklusive.
Papierkram vs Sevdesk – was ist besser?
Sevdesk ist das ergonomischere Premium-Tool mit moderner UI, besserem Mobile-App und tieferer DATEV-Integration. Papierkram ist günstiger, einfacher, mit echtem Free-Plan (ohne Beleg-Limit). Für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer:innen mit Budget-Druck ist Papierkram die richtige Wahl; für wachsende Setups mit Steuerberater oder Belegheavy-Workflows eher Sevdesk oder Lexware Office.
Funktioniert Papierkram für Kleinunternehmer:innen (§ 19 UStG)?
Ja. Die Kleinunternehmerregelung lässt sich laut Funktionsübersicht schon im Free-Plan aktivieren: keine USt-Berechnung, Kleinunternehmer-Hinweis auf Rechnungen. Die EÜR erstellt Papierkram aber erst ab Paket S (15,90 EUR/Monat, jährlich 12,90 EUR). Für Kleinunternehmer:innen nach § 19 UStG (Vorjahresumsatz höchstens 25.000 EUR, im laufenden Jahr höchstens 100.000 EUR) reicht Papierkram Free für Rechnungen und Belege oft jahrelang; wer die EÜR in der Software erstellen will, braucht Paket S.
Hat Papierkram E-Rechnung 2025 (XRechnung/ZUGFeRD)?
Ja. Papierkram unterstützt XRechnung und ZUGFeRD nativ – sowohl ausgehend (Rechnungen versenden) als auch eingehend (E-Rechnungen empfangen und buchen). Die ab 2025 in B2B verpflichtende Annahme von E-Rechnungen ist abgedeckt. Damit ist Papierkram trotz günstigem Pricing zukunftssicher.
Empfehlung
Für Solo-Selbstständige, Kleinunternehmer:innen und Bootstrap-Setups mit Budget-Druck ist Papierkram 2026 die ergonomischste und günstigste DE-Buchhaltungs-Wahl. Der Free-Plan ist konkurrenzlos, das UI Anfänger-freundlich, die DSGVO-Aufstellung sauber.
Für wachsende Setups, Belegheavy-Workflows oder GmbHs mit Mitarbeiter:innen ist Sevdesk oder Lexware Office die richtige Wahl. Direkter Pillar-Vergleich aller DE-Tools: Beste Buchhaltungssoftware 2026.
Pro-Tipp: Wer am Anfang gar nicht weiß, ob er Buchhaltung überhaupt täglich machen wird – startet mit Papierkram Free. Bei Bedarf später zu Sevdesk migrieren ist mit GoBD-Export problemlos möglich.
Wann Papierkram die falsche Wahl ist: Sobald Lohn- und Gehaltsabrechnung für mehr als ein paar geringfügig Beschäftigte ins Spiel kommt, GmbH-Strukturen mit komplexer Anlage-Buchhaltung dazukommen oder echtes Multi-Mandanten-Setup mit Steuerberater-Mehrfach-Zugriff gebraucht wird, sind Sevdesk (Mobile-Strength), Lexware Office (Komplettpaket mit Lohn-Modul) oder eine klassische DATEV-gestützte Steuerberater-Lösung die ehrlich passenderen Picks. Papierkram bleibt ein Solo-und-Kleinteam-Tool – und das ist die Hauptstärke, nicht eine Schwäche.
Methodik-Hinweis: Diese Bewertung basiert auf einem 14-Tage-Praxistest im Solo-Setup mit Standard-Belegen, EÜR-Workflow und ELSTER-Übermittlung. Für GmbH-Kontext mit Bilanzierung, Anlagebuchhaltung und mehrstufigen Genehmigungsprozessen oder spezialisierten Branchen- Workflows (Handwerk mit Aufmaßen, Gastronomie mit Z-Bons) empfehlen wir zusätzlich die 15-tägige M-Testphase im Kontext deiner echten Buchhaltungs- Realität, weil sich Papierkrams UX-Stärken erst im Solo-/Kleinteam-Alltag voll ausspielen.
Konkrete erste Schritte: Anmelden – das geht mit einer E-Mail-Adresse und startet laut Anbieter immer mit 15 Tagen Paket M, die danach ohne Zutun in die Free-Version übergehen. Einen typischen Monat mit zehn bis zwanzig realen Belegen komplett durchspielen (Eingangsrechnung, Ausgangsrechnung, Beleg- Scan, ELSTER-Voranmeldung) und parallel den Sevdesk-14-Tage-Trial gegenstellen, um den UX-Unterschied im Alltag zu spüren – die theoretische Feature-Tabelle sagt darüber wenig, der gelebte Klick-Pfad alles.