Lexware Office Test 2026 (ehemals Lexoffice) — Lohnt sich der DE-Buchhaltungs-Klassiker?
Lexware Office für die Selbstständigen-Buchhaltung eingeordnet: Funktionsumfang, Preise, GoBD-Konformität, DATEV-Übergabe an den Steuerberater und USt-Workflow — research-basiert, mit klarem Urteil.
Veröffentlicht: 2025-10-26 · Re-test: 2026-07-24 · Research-basiert auf Anbieter-Doku, lexware.de und Community-Stimmen (Trustpilot) — keine eigene Hands-on-Praxis.
Empfohlen für Selbstständige & KMU mit Steuerberater oder Lohnbuchhaltungs-Bedarf.
DSGVO-konform · Deutschland
GoBD-Testat: Ja · ISO 27001: Ja · DATEV: Ja · E-Rechnung: Ja
30 Tage gratis testen →Lexware Office im Blick — Marketing, Funktionen, Pricing
Mehrere Ansichten aus dem Praxis-Test — von der Marketing-Seite bis zum tatsächlichen Arbeits-Workflow. Klick vergrößert das Bild in der Seite.
Pricing-Pläne im Überblick
Lexware Office hat vier Versionen (S/M/L/XL) mit klar getrennten Stufen. Achtung: Die günstige S-Version deckt nur Belegerfassung + Archiv ab — wer Rechnungen schreibt, braucht mindestens M, für die vollständige Buchhaltung mit USt-Voranmeldung die „Am beliebtesten"-Version L. Für die meisten Selbstständigen ist L die richtige Wahl.
S
7,90 €/Monat
Belegerfassung & GoBD-Archiv · 50% Rabatt auf 3 Mo
- Belege scannen + GoBD-Archiv
- Lexware App + Belegscanner
- E-Rechnungen erfassen (EN 16931)
- Kein Rechnungs-Schreiben, keine Buchhaltung
M
12,90 €/Monat
Angebote, (E-)Rechnungen & Mahnungen
- Alles aus S
- Angebote + (E-)Rechnungen erstellen
- ZUGFeRD / XRechnung versenden
- Mahnwesen & Zahlungserinnerungen
L
21,90 €/Monat
Am beliebtesten · Buchhaltung, EÜR & USt
- Alles aus M
- USt-Voranmeldung über ELSTER
- GuV & EÜR-Berichte + BWA
- Multibanking + Zahlungsabgleich
- Steuerberater-Zugang + el. Pendelakte
XL
32,90 €/Monat
EU-/Abschlagsrechnungen + Public API
- Alles aus L
- Abschlags-, EU- & §13b-Rechnungen
- Public API (System-zu-System)
- Für komplexe Abrechnungs-Workflows
Stand Juni 2026 (live geprüft lexware.de/preise 2026-06-30) · Preise netto zzgl. MwSt. · monatlich kündbar · aktuell 50% Rabatt auf die ersten 3 Monate (3,95 / 6,45 / 10,95 / 16,45 €/Mo) · 30 Tage kostenfrei testen (alle XL-Funktionen) ohne Zahlungsdaten · Lohn & Gehalt optional zubuchbar (ab 12,90 €/Mo, gestaffelt nach Mitarbeiterzahl)
Wann lohnt sich Upgrade von S zu M zu L zu XL?
Lexware Office hat vier Versionen (S / M / L / XL) mit getrennten Funktions-Stufen. Wichtig: Die S-Version deckt nur Belegerfassung + Archiv ab — Rechnungen schreibst du erst ab M, die eigentliche Buchhaltung mit USt-Voranmeldung ab L. Lohnabrechnung läuft über das separate Produkt Lexware Lohn+Gehalt, nicht über einen Office-Tarif. Diese Trigger-Momente machen die Versions-Entscheidung berechenbar.
S reicht solange du …
- nur Belege digital erfassen und GoBD-konform archivieren willst (Scannen per Lexware App)
- deine Rechnungen anderswo schreibst und keine Angebote/(E-)Rechnungen in Lexware Office brauchst
- die eigentliche Buchhaltung komplett deinem Steuerberater überlässt
Upgrade auf M sobald …
- du selbst Angebote und (E-)Rechnungen schreiben willst (ZUGFeRD / XRechnung, Annahme-Pflicht seit 2025)
- du ein automatisches Mahnwesen mit Zahlungserinnerungen brauchst
- du Standard-Produkte/-Leistungen als Vorlagen wiederverwenden willst
Upgrade auf L sobald … (für die meisten die richtige Wahl)
- du USt-Voranmeldung über ELSTER abgeben musst (Vorjahresumsatz über der Kleinunternehmer-Grenze)
- du deine Buchhaltung selbst mit EÜR, GuV und BWA führen willst — inkl. Multibanking + automatischem Zahlungsabgleich
- du den Steuerberater-Zugang + elektronische Pendelakte für die digitale Kanzlei-Übergabe nutzen willst
- du Lexware Lohn+Gehalt (separates Produkt, ab 12,90 €/Mo für bis zu 2 Mitarbeitende, gestaffelt nach Mitarbeiterzahl laut Anbieter-Angabe) andocken willst — die Office-Versionen S/M/L/XL beinhalten keine vollwertige Lohnabrechnung
Upgrade auf XL sobald …
- du Abschlags-, EU- oder §13b-Rechnungen (Reverse Charge, Bauleistungen) erstellst
- du die Public API für System-zu-System-Integrationen brauchst
E-Rechnung-Versandpflicht ab 2027/2028 — wichtiger Stichtag
Nach dem Wachstumschancengesetz (Art. 23) gilt: Annahme-Pflicht von E-Rechnungen ab 1. Januar 2025 (B2B, alle Unternehmen) — das deckt Lexware Office bereits in allen Tarifen ab. Für den Versand gibt es eine gestaffelte Übergangsfrist: ab 1. Januar 2027 für Unternehmen mit Vorjahresumsatz über 800.000 € (gemäß § 27 Abs. 38 UStG neue Fassung), ab 1. Januar 2028 dann für alle übrigen Unternehmen. Lexware Office unterstützt E-Rechnung-Versand laut Anbieter in allen aktuellen Office-Tarifen — wir empfehlen, vor dem Stichtag im eigenen Konto unter „Einstellungen → Rechnungsformat" einmal eine XRechnung-Test- Ausgabe zu erzeugen, statt sich auf Marketing-Versprechen zu verlassen.
Pragmatischer Default: starte mit S als Kleinunternehmer:in, springe auf M sobald du USt-pflichtig wirst — den L-Sprung erst aktiv ansetzen, wenn Bilanzpflicht oder mehrere Mandanten konkret werden. Lohnabrechnung läuft separat über Lexware Lohn+Gehalt.
Lexware Office kostenlos testen — Testphase & Einstieg
Wer „Lexware Office testen" oder „Lexware-Office-Testversion" sucht, will vor allem eins wissen: Wie risikofrei ist der Einstieg wirklich? Laut Anbieter-Angabe (lexware.de/testen) ist die Antwort unkompliziert — hier der Ablauf, damit die Probe-Phase auch tatsächlich etwas über den eigenen Workflow aussagt.
So läuft die 30-Tage-Testphase ab
- Registrierung nur mit E-Mail-Adresse — kein Zahlungsmittel nötig
- Der Testzeitraum endet laut Anbieter automatisch nach 30 Tagen ohne Kosten — es entsteht kein automatisches Abonnement
- Während des Tests ist laut Anbieter der volle Funktionsumfang der XL-Version freigeschaltet (unbegrenzt Angebote/Rechnungen, Belegerfassung, Bankkonto-Anbindung, auch Lohnabrechnungs-Zugang)
- Für Neugründungen gibt es zusätzlich laut Anbieter eine „Gründeredition" mit 6 Monaten kostenfreiem XL-Zugang
3 Schritte für eine aussagekräftige Testphase
Eine reine Klick-Tour durch die Demo-Daten sagt wenig aus. Sinnvoller ist ein kleiner, echter Workflow-Test innerhalb der 30 Tage:
- Ein Angebot und eine (E-)Rechnung mit echten (Test-)Daten erstellen und die ZUGFeRD-/XRechnung-Ausgabe einmal prüfen
- Ein Bankkonto anbinden und den automatischen Kontoabgleich einmal durchlaufen lassen
- Bei Interesse an L/XL: den Weg zur USt-Voranmeldung/ELSTER-Anbindung einmal durchklicken, um den späteren Quartals-Workflow einzuschätzen
Nach der Testphase: was Lexware Office wirklich kostet
Da der Test automatisch endet, lohnt sich vorher ein Blick auf die reale Kosten-Frage: Lexware Office kostet je nach benötigtem Funktionsumfang zwischen 7,90 EUR/Monat (Version S, nur Belegerfassung) und 32,90 EUR/Monat (Version XL, voller Umfang inkl. API) — für die meisten Selbstständigen mit USt-Voranmeldung ist Version L (21,90 EUR/Monat) der richtige Einstiegspunkt (Details siehe Pricing-Tabelle oben). Wer nach der Testphase weiterarbeiten will, wählt aktiv eine der vier Versionen — ein Plan wird laut Anbieter nicht automatisch berechnet.
Auf einen Blick
| Anbieter | Haufe-Lexware GmbH & Co. KG (Munzinger Straße 9, 79111 Freiburg · HRA 4408) — gegr. 1989 |
|---|---|
| Marke | Lexware Office (ehemals lexoffice; Umbenennung 2024) |
| Server-Standort | Deutschland (Großraum Frankfurt am Main; ISO-27001- + PCI-DSS-Rechenzentren laut Anbieter) |
| GoBD-Testat | Ja, durch eine unabhängige (nicht namentlich genannte) Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach IDW PS 880 + IDW RS FAIT 1; Kurz-Testat auf Anfrage, Volltestat im Kundenkonto |
| Weitere Zertifikate | DIN ISO 27001, PCI DSS (laut Anbieter) |
| DSGVO / AVV | AVV als Self-Service in den Einstellungen |
| Version S | 7,90 EUR/Monat — nur Belegerfassung + GoBD-Archiv |
| Version M | 12,90 EUR/Monat — Angebote, (E-)Rechnungen, Mahnungen |
| Version L (beliebt) | 21,90 EUR/Monat — Buchhaltung, EÜR, USt-Voranmeldung (ELSTER) |
| Version XL | 32,90 EUR/Monat — EU-/Abschlagsrechnungen + Public API |
| Steuerberater-Übergabe | Steuerberater-Zugang + el. Pendelakte ab Buchhaltungs-Paket L |
| E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD) | Ja, nativ unterstützt |
| Lohnbuchhaltung | Add-on über Lexware Lohn+Gehalt (separates Produkt) |
| Mobile App | iOS & Android — solide, optisch konservativ |
| Testphase | 30 Tage kostenlos, ohne Zahlungsdaten |
Was Lexware Office stark macht
1. DATEV-Übergabe ist der Goldstandard
Die Steuerberater-Übergabe gilt als Stärke von Lexware Office: Über 50.000 Steuerberater-Kanzleien sind laut Anbieter angebunden, die elektronische Pendelakte überträgt Buchhaltungsdaten und Belege verschlüsselt in die Kanzleibuchhaltung und die Auswertungen zurück. In Anwenderberichten und Foren wird die saubere DATEV-/Pendelakte-Übergabe regelmäßig als Zeitersparnis beim Quartalsabschluss genannt. (Research-basiert, keine eigene Hands-on-Praxis.)
2. Tiefe Steuerberater-Anbindung
Die Stärke von Lexware Office liegt in der Steuerberater-Integration: Steuerberater-Zugang und elektronische Pendelakte gehören zum Buchhaltungs-Paket L (21,90 EUR/Monat) und sind laut Anbieter mit zahlreichen Steuerkanzleien in Deutschland nutzbar. Wer eng mit einer Kanzlei zusammenarbeitet, bekommt hier einen durchgängig digitalen Übergabe-Workflow.
3. 30 Tage Trial — doppelt so lang wie Sevdesk
Eine ehrliche Bewertung mit USt-Quartalsabschluss braucht ≥ 4 Wochen. Lexware Offices 30-Tage-Trial macht das ohne Zahlungsdaten möglich — Sevdesk gibt nur 14 Tage. Für eine 200-EUR/Jahr-Software ist das kein Detail, sondern ein Vertrauenssignal.
4. Andocken an Lexware Lohn+Gehalt
Sobald du Mitarbeiter beschäftigst (auch nur Minijobs), brauchst du Lohnbuchhaltung. Lexware Lohn+Gehalt ist eines der ausgereiftesten DE-Lohnsysteme, und die Verzahnung mit Lexware Office läuft sauber. Bei Sevdesk müsstest du eine externe Lösung dazukaufen und integrieren.
5. Steuerberater-Zugang kostenlos & weit verbreitet
Du gibst deinem Steuerberater einen kostenlosen Zugang — er sieht deine Bücher live mit. Der Lexware-Datenfluss ist in vielen DE-Kanzleien etabliert, weil Lexware seit den 1990ern in der Steuerberater-Welt verankert ist.
6. E-Rechnung 2025+ ohne Mehrkosten
Sowohl XRechnung als auch ZUGFeRD werden nativ erstellt und auch eingehend korrekt geparst. Die ab 2025 in B2B verpflichtende E-Rechnungs-Annahme ist damit abgedeckt — ohne Add-on-Lizenz.
Zwischenfazit: Wenn du einen Steuerberater hast oder Lohnbuchhaltung über Lexware Lohn+Gehalt brauchst, ist Lexware Office die saubere Wahl. 30 Tage Trial gibt dir genug Zeit für einen USt-Quartalsabschluss als Test.
Was man vor dem Lexware-Office-Kauf wissen sollte
Die Gotchas, die in der Marketing-Page fehlen — gesammelt aus Trustpilot-DE-Bewertungen, Lexware-Hilfe-Doku, Steuerberater-Foren und Capterra-DACH-User-Berichten.
1. Rebrand 2024: lexoffice heißt jetzt Lexware Office (technisch unverändert)
Im September 2024 wurde der Produktname von „lexoffice“ auf „Lexware Office“ umgestellt — keine technischen Änderungen, aber praktische Folgen: viele Steuerberater-Kanzleien, ältere Tutorials und Stack-Overflow-Threads verwenden noch den alten Namen. Wer nach „lexoffice DATEV-Export“ googelt, landet auf veralteten Anleitungen. Aktuelle Doku immer unter help.lexware.de suchen, nicht über alte Bookmarks.
2. SKR-Tiefe reicht für EÜR, nicht für komplexe Bilanzen
Lexware nutzt SKR03/SKR04 als Kontenrahmen — für EÜR-Setups solide. Für komplexe Bilanzierungs-Fälle berichten Capterra-DACH-User von Limits: „Lost für jeden, der irgendwann richtig buchen will — fehlende Konten, Support empfiehlt teils falsche Ersatzkonten.“ Wenn dein Steuerberater spezielle Konten braucht: vorher prüfen ob Lexware sie anbietet oder ob du Workarounds einbauen musst.
3. DATEV-Export hat Bankumsätze-Quirk
Wenn du Bankumsätze ans Steuerberater-DATEV exportierst: standardmäßig zieht Lexware das gesamte Jahr — auch wenn Q1/Q2 bereits beim StB sind. Folge: Duplikate in der StB-Buchhaltung, manueller Aufräum-Aufwand. Workaround: vor jedem Export Zeitraum-Filter aktiv setzen, nicht „alle“. Lexware-Help-Doku dokumentiert das, aber nicht offensiv genug.
4. Lohnabrechnung läuft über separates Lexware Lohn+Gehalt
Lexware Office S/M/L/XL enthalten keine vollwertige Lohnabrechnung. Wer Mitarbeitende beschäftigt, abonniert Lexware Lohn+Gehalt als separates Produkt — laut Anbieter- Angabe gestaffelt nach Mitarbeiterzahl (ab 12,90 €/Monat für bis zu 2 Mitarbeitende, im Aktionspreis 6,45 €/Mo für die ersten 3 Monate). Praktische Folge: bei einer kleinen Belegschaft stapeln sich Office-Version (z. B. 21,90 € L-Version) und Lohn-Abo zu einer spürbaren Gesamtrechnung. Für Single-GmbHs ohne Angestellte ist dieses Add-on nicht nötig.
5. Festschreibung läuft automatisch nachts
Lexware schreibt Buchungen automatisch jede Nacht zwischen 22:00 und 06:00 fest — danach sind sie nicht mehr editierbar, nur über Stornobeleg + Neubuchung korrigierbar. Praktische Folge: Wer abends spät noch einen Fehler-Beleg sieht, sollte ihn vor 22 Uhr korrigieren. Nach Festschreibung wird der Korrektur-Workflow spürbar aufwendiger. Vorteil dieser Mechanik: GoBD-Pflicht-Konformität ist automatisch erfüllt.
6. E-Rechnung-Versandpflicht: 2027/2028 ist der Stichtag, nicht der Tarif
Die Wachstumschancengesetz-Übergangsfristen für den E-Rechnung-Versand: ab 1.1.2027 für Unternehmen mit Vorjahresumsatz über 800.000 € (§ 27 Abs. 38 UStG n. F.), ab 1.1.2028 für alle übrigen B2B-Sender. Die Annahme-Pflicht gilt bereits seit 1.1.2025. Lexware Office unterstützt XRechnung- und ZUGFeRD-Versand laut Anbieter in allen aktuellen Office-Tarifen S/M/L — wer aber 2027 in den 800k-Bereich wächst, sollte die Funktion einmal aktiv im eigenen Konto testen, statt sich blind auf das Marketing-Versprechen zu verlassen.
7. Mobile-App hat Feature-Lücken vs Web-UI
Die iOS/Android-App ist solide für Belegerfassung via Foto + Standard-Rechnungs-Versand. Aber: Split-Buchungen, Fremdwährungs-Rechnungen und einige Erweiterungs-Features sind laut Anbieter-Doku und Nutzerstimmen der App nicht vollständig zugänglich. Praktische Konsequenz: Mobile eignet sich für Belegerfassung + Standard-Rechnungen unterwegs, komplexe Buchungen macht man am Desktop.
Was nervt
1. UI wirkt veraltet
Tabellen-Ansichten, Formulare und Navigation fühlen sich an wie ein Web-Tool aus 2018 — funktional, aber visuell zwei Generationen hinter Sevdesk. Wer täglich eine Stunde in der Buchhaltung verbringt, merkt das. Haufe-Lexware modernisiert schrittweise, aber langsam.
2. Onboarding zerlegt in viele Schritte
Laut Nutzer- und Forenstimmen zieht sich das Onboarding bis zur ersten produktiv versendeten Rechnung spürbar in die Länge — Sevdesk gilt hier durchgängig als schneller. Das Setup ist sehr formularlastig und führt erst durch viele Detailfragen. Wer „nur schnell loslegen“ will, wird hier ausgebremst.
3. Mobile App ist zweite Wahl
Die App reicht für Beleg-Scan und Rechnungs-Status, ist aber UX-mäßig deutlich konservativer als Sevdesk. Bei der OCR-Beleg-Erkennung berichten Nutzer- und Forenstimmen von einer soliden, aber nicht fehlerfreien Trefferquote mit gelegentlichem Korrekturbedarf; Sevdesk gilt hier tendenziell als etwas treffsicherer. Eigene Messreihen erheben wir nicht.
4. API ist solider, aber nicht modern
Die Lexware-API funktioniert, hat aber an Stellen noch SOAP-Geschmack und ist weniger dokumentiert als die REST-API von Sevdesk. Wer eigene Workflows baut (z. B. Stripe → Lexware Office), muss länger lesen.
5. Add-on-Logik kann teuer werden
Lohn+Gehalt, Faktura+Auftrag, Warenwirtschaft — das alles sind separate Produkte mit eigenen Lizenzen. Der monatliche Lexware-Office-Preis kann sich also schnell verdoppeln, sobald dein Bedarf wächst.
Lexware-Office-Erfahrungen: Was Nutzer:innen wirklich sagen
„Lexoffice Erfahrungen" oder „Lexware Erfahrungen" ist eine der häufigsten Such-Formulierungen rund um das Tool — verständlich, denn Marketing-Seiten sagen wenig über den Alltag. Über drei Plattformen ergibt sich ein konsistentes, aber nicht einheitliches Bild (Rating-Details + Quellen auch in der Sentiment-Übersicht unten): OMR Reviews 4,3/5 (175 Bewertungen), Capterra 4,4/5 (412 Bewertungen), Trustpilot 3,2/5 (1.213 Bewertungen) — Stand 2026-05-10.
Die Lücke zwischen Trustpilot und den anderen beiden Plattformen ist kein Zufall: Auf Trustpilot konzentrieren sich Kritiker:innen auf Edge-Cases wie Account-Sperrungen oder verzögerte SEPA-Rückerstattungen nach Kündigung — bei regulärer, konfliktfreier Nutzung liest sich die Erfahrung laut den Trustpilot-Aggregat-Daten deutlich positiver.
Was in Erfahrungsberichten regelmäßig gelobt wird
- Nutzerfreundliches Interface — vereinfacht Buchhaltung + Rechnungsstellung spürbar
- Automatische Bank-Reconciliation, die laut Anwenderberichten täglich Zeit spart
- Direkte ELSTER-Integration für USt-Voranmeldung + Steuermeldungen
- Über 50.000 angebundene Steuerberater-Kanzleien — Übergabe läuft laut Berichten nahtlos
Was in Erfahrungsberichten regelmäßig kritisiert wird
- Support-Reaktionszeit wird auf OMR und Trustpilot übereinstimmend als langsam beschrieben
- Rechnungs-Templates sind mit 4-5 Vorlagen kaum anpassbar
- Mehrere Firmen/Mandanten in einem Account nicht möglich — für Steuerberater-Kanzleien teils ein Ausschlusskriterium
- Einzelne Trustpilot-Berichte zu Account-Sperrungen und verzögerten SEPA-Rückerstattungen nach Vertragsende
Unsere eigene, research-basierte Einordnung dieser Erfahrungswerte — inklusive der drei Bedingungen, unter denen sich Lexware Office aus unserer Sicht lohnt — steht weiter unten unter „Lohnt sich Lexware Office?".
Was die Community sagt — Lexware Office bei Drittquellen
Aggregierter Stand aus mehreren Drittplattformen — keine Meinung der Hersteller, sondern echte Nutzer:innen-Stimmen. Jedes Zitat ist auf der Original- Plattform verifizierbar (Link unter dem Zitat). Stand: 2026-05-10
Wiederkehrendes Lob
- User-friendly Interface — vereinfacht Buchhaltung + Rechnungsstellung dramatisch
- Automatische Bank-Reconciliation spart täglich Zeit
- Direkte ELSTER-Integration für USt-Voranmeldung + Steuermeldungen
- ISO 27001 + PCI DSS zertifiziert (Trust-Signal für DACH-Käufer)
- Über 50.000 Steuerberater nutzen Lexware Office — Übergabe nahtlos
Wiederkehrende Kritik
- Support kann langsam reagieren (in OMR + Trustpilot konsistent erwähnt)
- Invoice-Template-Customization limitiert — nur 4-5 Templates
- Mehrere Firmen / Mandanten in einem Account nicht möglich (deal-breaker für Steuerberater)
- Trustpilot: einzelne Berichte über Account-Sperrungen contrary to Verträgen
- Trustpilot: SEPA-Rückerstattungen nach Account-Schließung problematisch
Stimmen-Auswahl (verifizierbar auf Original-Plattform)
"Wird breit für nutzerfreundliches Interface geschätzt — vereinfacht Buchhaltungs-Prozesse + Rechnungsstellung. Viele Nutzer:innen schätzen automatische Bank-Reconciliation und direkte ELSTER-Integration für Steuermeldungen. Einige finden Support langsam und Range der Invoice-Template-Customization limitiert. Geeignet für Freelancer + KMUs, mit Limits für komplexere Buchhaltungs-Bedürfnisse."
"Sehr einfach zu bedienen — übersetzt PDFs automatisch in Daten und macht Finanzplanung schneller. Manche Features nicht dort wo erwartet im Menü; Formatting-Bugs werden gelegentlich berichtet. Praise: User-Friendliness, automatische Belegerfassung, einfache Bankkonto-Anbindung, klare Steuererklärungs- und Finanzreport-Strukturen, helpful Support."
"Positive Reviews loben Onboarding + DATEV-Integration. Kritisch: einige Nutzer:innen berichten, dass Lexware Office Accounts schloss ohne SEPA-Mandate korrekt zurückzuführen, und Account-Sperrungen contrary to laufenden Verträgen. Bei Standard-Nutzung ohne Konflikt ist die Erfahrung deutlich positiver — die negativen Reviews konzentrieren sich auf Edge-Cases."
DSGVO & GoBD im Detail
GoBD-Konformität
- GoBD-Testat nach den Prüfstandards IDW PS 880 und IDW RS FAIT 1 durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
- Unveränderbarkeit von Belegen (jede Änderung wird auditiert)
- Verfahrensdokumentation generierbar
- 10-Jahre-Aufbewahrung von Belegen und Buchungen
- Export-Formate für Betriebsprüfung (DATEV, GDPdU)
GoBD-Testat im Detail: Prüfstandard, Ablauf & wo du es findest
Für die Query „ist Lexware GoBD-konform" reicht ein Ja nicht — hier die konkrete Beleglage laut offizieller Lexware-Quelle (office.lexware.de/steuerberater/vorteile/gobd-konform/). Lexware Office wird laut Anbieter-Angabe durch eine unabhängige, öffentlich nicht namentlich genannte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach dem Prüfstandard IDW PS 880 testiert (Software- und Datensicherheit zusätzlich nach IDW RS FAIT 1). Interessent:innen können eine Kurzversion des Testats herunterladen, bestehende Kund:innen erhalten das vollständige Testat direkt im Kundenkonto. Ältere Drittanbieter-Reviews nennen teils eine andere, nicht mehr aktuelle Prüfgesellschaft — das lässt sich anhand der offiziellen Lexware-Quelle nicht bestätigen und wurde in diesem Test entsprechend richtiggestellt. Für die Praxis heißt das: Wer das Testat für eine Betriebsprüfung braucht, lädt es im eigenen Konto herunter, statt sich auf Sekundärquellen zu verlassen.
DSGVO-Konformität
- Datenresidenz: Deutschland (laut Hersteller ausschließlich)
- AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) im Standard
- Rechenzentren nach DIN ISO 27001 und PCI DSS zertifiziert (laut Anbieter)
- Subprozessor-Liste öffentlich
- Datenexport jederzeit möglich (CSV, GoBD-konformer Export)
- Achtung: Wenn Stripe / PayPal als Zahlungsabwickler genutzt wird, gilt Drittlandtransfer separat
Kündigung + Daten-Zugang nach Vertragsende
GoBD-Aufbewahrungspflicht 10 Jahre — die Frage „Was passiert mit meinen Daten wenn ich kündige?“ ist deshalb compliance-relevant, nicht akademisch. Hier die nüchterne Faktenlage basierend auf Lexware-Hilfe-Doku.
Lesezugriff nach Kündigung: aktuell kostenlos, aber NICHT vertraglich garantiert
Lexware bietet nach Vertragsende einen kostenlosen Lesezugriff auf das alte Daten-Archiv — du kannst alle Belege, Rechnungen, USt-Voranmeldungen weiterhin einsehen und exportieren. Wichtiger Caveat: Die Lexware-Hilfe-Doku formuliert das als „bis auf Weiteres kostenlos“ mit dem Vorbehalt, künftig eine Gebühr zu erheben. Es gibt KEIN vertragliches 10-Jahre-Versprechen — das ist eine aktuelle Kulanzregelung, kein gesetzlicher Anspruch.
Konkreter Pre-Kündigungs-Workflow
- Spätestens 30 Tage vor Vertragsende einen vollständigen DATEV-ASCII-Export aller bisherigen Geschäftsjahre erstellen + lokal sichern (idealerweise verschlüsselt auf Hetzner Storage Box oder externem SSD)
- Parallel CSV-Export aller Rechnungen + Belege + Kontakte als Backup-Schicht
- Beleg-ZIP-Download (alle PDF-Originale gebündelt) — wichtig für GoBD-„elektronisches Original“-Beleg
- Stichprobenhaft 5-10 Belege im Backup verifizieren bevor du kündigst
- Erst danach kündigen — der kostenlose Lesezugriff bleibt erhalten, ist aber kein Ersatz für eigene Off-Site-Sicherung
DSGVO-Vollöschung vs Lesezugriff
Wenn du eine vollständige Löschung aller Daten nach DSGVO Art. 17 willst (z. B. wegen Geschäftsaufgabe + erfüllter Aufbewahrungspflicht): separate Anfrage über Lexware-Help-Center nötig. Diese Löschung überschreibt den kostenlosen Lesezugriff — danach sind die Daten endgültig weg. Bei regulärer Kündigung bleibt der Lesezugriff aktiv (solange Lexware ihn kostenlos anbietet).
Migration zu Sevdesk via SyncFast
Wenn du wechseln willst: SyncFast (drittanbieter) bietet automatisierte Migration Lexware Office → Sevdesk laut Anbieter „in Minuten, kostenlos“ für Rechnungen, Kontakte, Belege. Wichtiger DACH-Praxis-Tipp: Migration am Jahreswechsel machen — sonst landest du mitten in der laufenden Buchhaltung mit SKR-Inkonsistenzen zwischen Quell- und Ziel-System.
Lexware Office vs Sevdesk im Off-Boarding-Vergleich
Lexwares aktuell kostenloser Post-Kündigungs-Lesezugriff ist im DACH-Vergleich ein Pluspunkt — Sevdesk hat das nicht. Aber: ohne vertraglichen Anspruch ist die Kulanz-Regelung nicht GoBD-Audit-tauglich. Konsequenz: vor Kündigung lokal exportieren bleibt für beide Anbieter Pflicht — Lexware gibt dir nur einen zusätzlichen Komfort-Fallback.
Für wen lohnt sich Lexware Office?
Gut geeignet für…
- Selbstständige & GmbHs mit festem Steuerberater
- Klassischer DE-Mittelstand (5–50 Mitarbeiter)
- Unternehmen mit Lohnbuchhaltungs-Bedarf (Lexware Lohn+Gehalt)
- Wer maximale GoBD-/DSGVO-Sicherheit will (DIN ISO 27001 + PCI DSS + GoBD-Testat nach IDW PS 880)
- Personen, die langfristig planen — Lexware ist seit 1989 am Markt
Eher nicht für…
- Solo-Selbstständige ohne Steuerberater (→ Sevdesk meist schneller)
- Tech-affine Solopreneure mit API-Bedarf (→ Sevdesk hat modernere API)
- Wer eine moderne, app-zentrierte UX erwartet
- Internationale Unternehmen mit Multi-Currency-Bedarf
Häufig gestellte Fragen
Heißt es jetzt Lexoffice oder Lexware Office?
Beides ist korrekt — der Anbieter (Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg, Registergericht Freiburg HRA 4408) hat das Produkt 2024 von „lexoffice“ in „Lexware Office“ umbenannt. Inhaltlich, technisch und vertraglich ist es dieselbe Software. In Suchmaschinen und Steuerberater-Kanzleien dominiert der alte Name noch — wir verwenden in diesem Test beide synonym.
Ist Lexware Office GoBD-konform?
Ja. Lexware Office wird laut Anbieter-Angabe regelmäßig von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach den Prüfstandards IDW PS 880 und IDW RS FAIT 1 auf GoBD-Konformität testiert; die Gesellschaft wird auf der offiziellen Testat-Seite nicht namentlich genannt (Kurz-Testat auf Anfrage über ein Berichtsportal, Volltestat im Kundenkonto). Belege werden unveränderbar gespeichert, Verfahrensdokumentation kann generiert werden, und die Aufbewahrungsfristen werden eingehalten. Die Rechenzentren sind laut Anbieter nach DIN ISO 27001 und PCI DSS zertifiziert. Quelle: office.lexware.de/steuerberater/vorteile/gobd-konform/ und lexware.de/gobd-zertifikat.
Wo befinden sich die Server von Lexware Office?
Laut Anbieter in mehreren Hochsicherheitsrechenzentren im Großraum Frankfurt am Main (nach DIN ISO 27001 und PCI DSS zertifiziert). Das ist für deutsche Selbstständige und Mittelstand ein klarer Pluspunkt gegenüber US-basierten Lösungen wie QuickBooks oder Xero. AVV nach DSGVO ist Self-Service über die Konto-Einstellungen verfügbar. Hinweis: Für einzelne Annex-Dienste (z. B. Support-Tools) können laut Datenschutzerklärung Daten auch in Drittländer übermittelt werden — abgesichert über EU-Standardvertragsklauseln.
Was kostet Lexware Office wirklich?
Vier Versionen (Stand Juni 2026, live geprüft lexware.de/preise): S (7,90 EUR/Mo) deckt nur Belegerfassung + GoBD-Archiv ab, M (12,90 EUR/Mo) ergänzt Angebote, (E-)Rechnungen und Mahnungen, L (21,90 EUR/Mo, „Am beliebtesten") bringt die vollständige Buchhaltung mit EÜR und USt-Voranmeldung, XL (32,90 EUR/Mo) ergänzt EU-/Abschlagsrechnungen und die Public API. Alle Preise netto, monatlich kündbar; aktuell 50% Rabatt auf die ersten 3 Monate. Wer Buchhaltung mit USt-Voranmeldung braucht — also die meisten Selbstständigen — landet bei L.
Lexware Office vs Sevdesk — was ist besser?
Beides sind solide, GoBD-zertifizierte deutsche Tools. Lexware Office hat die tiefere DATEV- und Steuerberater-Integration sowie den Vorteil, an Lexware Lohn+Gehalt anzudocken. Sevdesk gewinnt bei Onboarding-Geschwindigkeit, mobiler Beleg-App und moderner UI. Mit festem Steuerberater eher Lexware Office, ohne Steuerberater eher Sevdesk.
Funktioniert Lexware Office mit der E-Rechnungs-Pflicht ab 2025?
Ja. Lexware Office unterstützt das XRechnung- und ZUGFeRD-Format nativ und kann sowohl E-Rechnungen versenden als auch empfangen und verarbeiten. Die ab 2025 in B2B verpflichtende Annahme von E-Rechnungen ist abgedeckt.
Brauche ich für Lexware Office einen Steuerberater?
Nein. Lexware Office funktioniert auch ohne Steuerberater — die USt-Voranmeldung läuft direkt über ELSTER. Aber: Wenn du einen Steuerberater hast oder einen suchen wirst, ist Lexware Office oft die produktivere Wahl, weil viele DE-Steuerkanzleien bereits seit Jahrzehnten mit Lexware-Daten arbeiten.
Wie lange kann ich Lexware Office kostenlos testen — brauche ich eine Kreditkarte?
30 Tage, laut Anbieter-Angabe ohne Zahlungsmittel — nur eine E-Mail-Adresse ist zur Registrierung nötig. Der Testzeitraum endet automatisch ohne Kosten, es entsteht kein automatisches Abonnement. Während der Testphase ist der volle XL-Funktionsumfang freigeschaltet. Für Neugründungen gibt es zusätzlich eine „Gründeredition“ mit 6 Monaten kostenfreiem XL-Zugang. Quelle: lexware.de/testen.
Sind die Lexware-Office-Erfahrungen im Netz überwiegend positiv?
Gemischt-positiv, plattformabhängig: OMR Reviews 4,3/5 (175 Bewertungen), Capterra 4,4/5 (412 Bewertungen), Trustpilot 3,2/5 (1.213 Bewertungen, Stand 2026-05-10). Gelobt werden Bedienbarkeit, Bank-Reconciliation und ELSTER-Integration; kritisiert werden Support-Reaktionszeit, limitierte Rechnungs-Templates und fehlende Multi-Mandanten-Fähigkeit. Die niedrigere Trustpilot-Bewertung geht laut den dortigen Aggregat-Daten überwiegend auf Einzelfälle bei Account-Kündigungen zurück, nicht auf die Standard-Nutzung.
Lexware Office oder Papierkram — was passt besser?
Kommt auf das Budget und den Steuerberater-Bezug an. Papierkram (odacer finanzsoftware GmbH, Wiesbaden) hat einen echten Free-Plan ohne Beleg-Limit — für Kleinunternehmer:innen im Einstieg oft die günstigere Wahl. Lexware Office punktet dafür mit der tieferen Steuerberater-/DATEV-Anbindung (zahlreiche Steuerkanzleien) und der Andock-Möglichkeit an Lexware Lohn+Gehalt. Beide sind GoBD-testiert. Den ausführlichen Plan-für-Plan-Vergleich gibt es unter toolspick.de/vergleich/lexware-vs-papierkram/.
Lohnt sich Lexware Office? Drei ehrliche Bedingungen
Trustpilot DE zeigt 4,0/5 bei ~1.180 Bewertungen — solide, aber bimodal: Lob für klare Struktur und schnellen Support, Kritik bei SKR-Tiefe und Online-Stabilität in Peak-Zeiten. Unsere research-basierte Einordnung: Ja, aber unter drei Bedingungen.
Bedingung 1: Du bist EÜR-Solo oder einfache Bilanz, kein komplexer Bilanz-Fall
Lexware glänzt bei Solo-Selbstständigen und Kleingewerbe mit Standard-Buchungen. Ein Capterra-DACH-User formuliert die Limit-Seite scharf: „Ich liebe dieses Programm, aber ich muss euch verlassen, weil unser Steuerberater zu viel umbuchen muss. Das wird auf Dauer zu teuer.“ Klares Signal: für GmbHs mit komplexem Kontenrahmen, Auslandsumsätzen oder Sonderbuchungs-Fällen wird die SKR-Tiefe zur Reibung. Vor dem Vertragsabschluss mit Steuerberater abklären, ob die nötigen Konten in Lexware-SKR03/SKR04 verfügbar sind.
Bedingung 2: Du nutzt regelmäßig die Festschreibungs-Automatik bewusst
Die nächtliche Auto-Festschreibung (22-06 Uhr) ist GoBD-konform — aber sie bestraft Late-Night-Editing. Wer Belege oft erst spät am Abend bucht, sollte die Routine ändern: tagsüber erfassen, nicht nach 22 Uhr. Sonst werden Korrekturen zur Storno-Beleg-Übung.
Bedingung 3: Du behandelst den Lesezugriff nach Kündigung NICHT als GoBD-Sicherung
Der kostenlose Post-Kündigungs-Lesezugriff ist ein netter Service, aber laut Lexware-Help-Doku „bis auf Weiteres kostenlos“ mit Vorbehalt zur Gebühr. Wer GoBD-Audit-konform aufbewahren will, MUSS lokal exportieren — der Lesezugriff ist ein Bonus, kein Ersatz. Monatliches DATEV-ASCII-Backup auf eigenen Server oder Hetzner Storage Box ist die rechtssichere Variante.
Was aus unserer Sicht kein Ausschlusskriterium ist
Die Mobile-App-Feature-Lücken und der Lexware-Office-Rebrand-Doku-Stress sind reale, aber managebare Pain-Points. Für DACH-Standard-Use-Cases (Solo bis kleinere KMU mit EÜR oder einfacher Bilanz) ist Lexware nach 36 Jahren Markt-Erfahrung (gegr. 1989 von Haufe-Lexware) der pragmatische DACH-Default. Steuerberater-Akzeptanz ist in DACH überdurchschnittlich hoch — der DATEV-Export läuft in den meisten Kanzleien problemlos durch.
Empfehlung
Wenn du einen festen Steuerberater hast oder Lohnbuchhaltung brauchst, ist Lexware Office die produktivere Wahl gegenüber Sevdesk. Die DATEV-Tiefe und das Lexware-Ökosystem (Lohn+Gehalt, Faktura+Auftrag) sparen laut Anwenderberichten spürbar Zeit — und zwar bei deinem Steuerberater, dessen Stunden du letztlich bezahlst.
Wenn du Solo-Selbstständige(r) ohne Steuerberater bist, schau dir parallel Sevdesk an — das hat das schnellere Onboarding, die bessere Mobile-App und die modernere UI. Den direkten Side-by-Side findest du in unserem Sevdesk vs Lexoffice Vergleich.