n8n Test 2026: der DSGVO-Workflow-Champion (Berlin)
Während Make.com EU-Region wählbar macht und Zapier sich nach wie vor weigert, ist n8n die einzige große Workflow-Plattform mit Berlin-Hauptsitz, EU-Cloud auf Microsoft Azure („EU, z. B. Deutschland, Schweden“) sowie Self-Hosting-Option. Code-Knoten, AI-Workflows und 2.622 Integrationen – strukturierte Aufstellung basierend auf offizieller Doku, Community-Berichten und unserer eigenen Self-Host-Praxis aus dem Hetzner-Setup-Guide.
Veröffentlicht: 2026-05-28 · Fakten aus offizieller Doku und Community-Berichten – n8n selbst haben wir mit eigenem, privat bezahltem Konto über mehrere Wochen genutzt; Messreihen aus dieser Nutzung haben wir nicht aufgezeichnet. Self-Hosting läuft typischerweise auf einem günstigen VPS (Hetzner CX23, 7,13 €/Monat brutto).
Empfohlen für DACH-Setups mit maximalem DSGVO-Anspruch oder Tech-affinen Teams, die Code-Knoten und AI-Workflows wollen.
Die Gesamtnote gewichtet diese Dimensionen redaktionell – sie ist kein Mittelwert der Balken und liegt immer innerhalb ihrer Spannweite. Wie wir bewerten
DSGVO-konform · EU (Azure, z. B. DE/SE) · Self-Host möglich
Berlin-Sitz · AVV per DocuSign zu zeichnen · Daten-Souveränität bei Self-Host
n8n Cloud gratis testen →Wie diese Aufstellung entstand
Die Fakten dieser Review stammen aus offizieller Doku, Community-Berichten und unserem Hetzner-Setup-Guide – n8n selbst haben wir mit eigenem, privat bezahltem Konto über mehrere Wochen genutzt. Messreihen aus dieser Nutzung haben wir nicht aufgezeichnet.
- n8n Self-Hosting-Grundlage: Community-Berichte und dokumentierte Erfahrungen (u.a. aus unserem Hetzner-Setup-Guide) zu Wartungs-Aufwand, Update-Verhalten, OOM-Verhalten und Caddy-Cert-Renewal.
- Quellen-Cross-Read: offizielle n8n-Doku (docs.n8n.io), n8n-Community-Forum (community.n8n.io), Sustainable-Use-License-Text, DACH-Praxis-Berichte von pipewave.de, lsww.de und scalevise.com.
- Quervergleich: Funktions- und Pricing-Vergleich zu Make.com (unsere Make.com-Einschätzung) und Zapier (öffentliche Doku + Community-Sentiment).
- Was wir bewusst NICHT behaupten: Eigene Cloud-Execution-Volume-Messung, eigene Performance-Benchmarks unter Last, eigene Multi-User-RBAC-Praxis. Diese Datenpunkte stammen aus der offiziellen Doku und Community-Berichten, nicht aus Messungen unserer eigenen Nutzung.
Quellen-Footer: n8n.io · n8n Self-Hosting-Docs · community.n8n.io · Sustainable Use License · Scalevise: n8n License Commercial Use
Pricing-Pläne im Überblick
n8n unterscheidet sich strukturell von Make/Zapier: Self-Host ist kostenlos (du zahlst nur deinen Server), Cloud rechnet nach „Workflow-Executions“ (1 Run des kompletten Workflows = 1 Execution, unabhängig von der Anzahl der Knoten).
Self-Host
0 € (Lizenz)
+ 7,13 €/Mo Server (Hetzner CX23)
- Unbegrenzte Executions
- Volle Daten-Souveränität
- Code- & AI-Knoten inklusive
- Wartung: ~1-3 h/Monat
Cloud Starter
ab 20 €/Monat
Jahresabrechnung · 2.500 Executions
- 20 €/Mo bei Jahresabrechnung
- 2.500 Executions
- 1 Shared Project · 5 gleichzeitige Ausführungen
- EU-Hosting (Azure DE/SE)
- Trial ohne Kreditkarte
Cloud Pro
ab 50 €/Monat
Jahresabrechnung · 10.000 Executions
- Alles aus Starter
- 10.000 Executions
- 3 Shared Projects · 20 gleichzeitige Ausführungen
- Admin Roles · Workflow History
- Execution Search · 7d Insights
Business (Self-hosted)
ab 667 €/Monat
Jahresabrechnung · 40.000 Executions · laut n8n self-hosted
- Alles aus Pro
- 40.000 Executions
- 6 Shared Projects
- SSO / SAML / LDAP
- Git-basierte Versionierung
Stand 04.11.2026, live verifiziert auf n8n.io/pricing/ · Umschalter „Monthly / Annually (Save 17%)“; die Community Edition ist selbst gehostet kostenlos, Doku wörtlich: „Self-hosted (Community edition) – Free with almost the complete feature set“ · Alle Beträge sind Jahresabrechnungs-Preise; im Umschalter „Monthly“ nennt dieselbe Seite 24 / 60 / 800 € pro Monat (am 27.09.2026 umgeschaltet und abgelesen – bis dahin stand hier, n8n nenne diese Werte nicht) · Wichtig: Starter und Pro sind bei n8n gehostet, Business ist laut Preisseite self-hosted · Enterprise auf Anfrage · Self-Host-Server-Kosten skalieren mit VPS-Größe.
Auf einen Blick
| Anbieter | n8n GmbH, Novalisstr. 10, 10115 Berlin – HRB 212509 B (AG Charlottenburg), Geschäftsführer Jan Oberhauser |
|---|---|
| Lizenz | Sustainable Use License (Fair-Code) · Source offen auf GitHub |
| Server-Standort | Cloud: Microsoft Azure, Unterauftragsliste woertlich „EU (e.g., Germany, Sweden)“, ohne Stadt · Hetzner steht in derselben Liste, aber als „Hosting provider (Community Forum only)“ – nicht als Cloud-Infrastruktur · Self-Host: du wählst |
| DSGVO / AVV | Standardtext ohne Verhandlung, aber aktiv zu zeichnen: Muster zum Download plus DocuSign-Formular auf n8n.io/legal/data-processing-agreement/ (der „here“-Link zeigt auf powerforms.docusign.net, geprüft 27.09.2026). Bei Self-Host schließt du den AVV mit deinem eigenen Hoster. |
| Self-Host kostenlos | Ja – du zahlst nur Server (7,13 €/Mo Hetzner CX23) |
| Cloud Starter | 20 €/Mo (Jahres-Billing), 24 €/Mo bei monatlicher Zahlung – 2.500 Executions, 5 gleichzeitige Ausführungen. Von n8n gehostet |
| Cloud Pro | 50 €/Mo (Jahres-Billing), 60 €/Mo bei monatlicher Zahlung – 10.000 Executions, 20 gleichzeitige Ausführungen, Admin Roles, Execution Search. Von n8n gehostet |
| Business | 667 €/Mo (Jahres-Billing), 800 €/Mo bei monatlicher Zahlung – 40.000 Executions, SSO/SAML/LDAP, Git-Versionierung. Laut Preisseite self-hosted, anders als Starter und Pro („Hosted by n8n“) |
| Cloud Enterprise | auf Anfrage – 200+ Concurrent, External Secrets, SLA, Log-Streaming |
| Pricing-Modell | Execution-basiert (1 Workflow-Run = 1 Execution, unabhängig von Anzahl Knoten) |
| Integrationen | 2.622 (n8n.io/integrations, 04.11.2026) |
| Code-Knoten | JavaScript + Python (alle Pläne inklusive) |
| AI-Knoten | LangChain, OpenAI, Anthropic, HuggingFace (alle Pläne) |
| Webhooks | Eingehend und ausgehend, sehr stabil |
| Versionierung | Workflows als JSON – Git-kompatibel |
| Mobile App | Keine – Web-UI mobile-tauglich für Status, nicht für Editing |
| Deutscher Support | E-Mail (Cloud Pro+) · Community-Forum (alle) |
| UI-Sprache | Englisch (deutsche Übersetzung in Community-Arbeit) |
Was n8n strukturell stark macht
1. Berlin-Sitz + EU-Cloud = DSGVO-Maximum unter den großen Drei
n8n GmbH sitzt in Berlin, die Cloud läuft laut Unterauftragsliste auf Azure („EU (e.g., Germany, Sweden)“), der AVV ist direkt mit der deutschen GmbH abschließbar. Das ist eine DSGVO-Aufstellung, die Make (EU-Region wählbar, aber Celonis-Inc. in den USA) und Zapier (komplett US) nicht erreichen. Für Anwaltskanzleien, Steuerberater und B2B-SaaS mit AVV-Pflicht ist das oft das einzige Entscheidungs-Argument – und n8n liefert.
2. Self-Hosting auf Hetzner ist real produktiv (eigene Praxis-Basis)
Wer Linux-affin ist, fährt n8n self-hosted auf einem Hetzner CX23 für 7,13 €/Monat brutto – unbegrenzte Executions, volle Daten-Souveränität, Workflows als JSON in Git versionierbar. Unsere eigene Self-Host-Praxis (seit Mitte 2024 für Studien-Side-Projects) bestätigt: stabile Releases, unproblematische Docker-Compose-Routine, monatlicher Update-Rhythmus machbar. Die operative Setup-Anleitung mit allen Stolperfallen ist unser separater n8n-Self-Host-Guide.
3. Code-Knoten (JS + Python) sind in jedem Plan inklusive
Make zählt JavaScript-Module ab Core (11 USD/Monat im Jahresabo) – n8n hat sowohl JavaScript als auch Python in allen Plänen, inklusive Self-Host. Das macht n8n strukturell zur ergonomischsten Wahl für RAG-AI-Pipelines, Custom-Daten-Transformer und tech-tiefe Workflows, bei denen Drag-and-Drop nicht mehr ausreicht. Bei Make müsste man entweder mit JavaScript improvisieren oder ein externes Lambda anbinden.
4. AI-Knoten seit 2024 nativ: LangChain ohne Custom-Setup
n8n hat die LangChain-Integration 2024 nativ ausgerollt: OpenAI-Chat, Anthropic-Claude, HuggingFace-Inferenz, Vector-Stores (Pinecone, Qdrant, Supabase), Memory-Knoten, Tool-Calling. Laut offizieller Doku und Community-Templates lassen sich Standard-RAG-Workflows in unter 30 Minuten zusammensetzen – vergleichbares bei Make verlangt mehrere HTTP-Module plus JavaScript-Glue.
5. Execution-Search im Cloud Pro löst das größte Debug-Problem
Bei einem Workflow mit vielen Knoten und hohem Execution-Volumen war die klassische Make-Frage „welcher Run hat das Problem ausgelöst?“ immer Treiber von Frust-Stunden. n8n Cloud Pro hat laut Doku Full-Text-Execution-Search – du suchst nach einem Wert (z. B. einer fehlerhaften Stripe-ID) und findest den entsprechenden Run direkt. Sobald du das Starter-Limit (2.500 Executions) sprengst und ohnehin auf Pro wechselst, ist Execution-Search alleine ein nachvollziehbarer Zusatznutzen – nicht nur Volume-Upgrade.
6. Workflows als JSON: Git-Versionierung ohne Zusatz-Tools
Jeder n8n-Workflow ist als JSON exportierbar (Cloud + Self-Host gleichermaßen). Das öffnet die Tür zu Audit-Trails, Multi-Env-Setups (Staging vs Prod) und Workflow-Reviews via Pull-Request. Für Agenturen, die DSGVO-Audits bei Kunden bestehen müssen: dieser eine Vorteil ist oft schon entscheidend.
Zwischenfazit: Wenn du DSGVO-Maximum, Code-Knoten und AI-Workflows in einem Tool willst – n8n Cloud (Azure in der EU) ist die ergonomische Alternative zu Make.com mit echtem Berlin-AVV.
Was du vor dem n8n-Einstieg wissen solltest
Die Gotchas, die in den Marketing-Pages nicht auftauchen – gesammelt aus Reddit r/n8n, der offiziellen Community, lsww.de- und pipewave.de-Praxis-Berichten sowie unserer eigenen Self-Host-Erfahrung. Wenn du sie vorher kennst, sparst du dir die häufigsten n8n-spezifischen Frust-Momente.
1. Lernkurve ist deutlich steiler als Make oder Zapier
n8n nutzt eine eigene Expression-Sprache (Vorlauf zu JavaScript-Syntax), und die Workflow-Logik (Item-vs-Bundle-Konzept, Trigger-vs-Polling) ist gewöhnungsbedürftig. DACH-Praxis-Berichte (pipewave.de, lsww.de) und Reddit-Community-Threads zeigen konsistent: Zapier-Umsteiger brauchen typisch ~90 Minuten für den ersten produktiven Workflow, bei Make wären es 25 Minuten. Wer aus Make kommt: ~45 Minuten. Plane den Onboarding-Aufwand ehrlich ein – n8n belohnt mit Tiefe, aber nicht mit Geschwindigkeit beim Start.
2. App-Bibliothek ist deutlich kleiner: checke deine Apps VOR der Entscheidung
n8n bietet 2.622 Integrationen, Zapier über 9.000. Für DACH-Standard-Setups (Sevdesk, Lexware, Pipedrive, Brevo, Stripe, alle gängigen Banken, deutsche Mail-Hoster) reicht das problemlos. Bei US-Nischen-Apps (z. B. ältere CRM-Versionen, regionale SaaS-Tools) wirst du HTTP-Knoten + Custom-Code schreiben müssen statt Drag-and-Drop. Vor der Migration: liste deine 10 häufigsten Apps auf und check die n8n-Integrations-Seite – wenn ≥3 fehlen, ist Make die pragmatischere Wahl.
3. Self-Hosting verlangt mehr Wartung, als das Marketing zugibt
Marketing-Sprache: „setup in minutes“. Praxis-Realität: 90 Min initial Setup plus 1-3 Stunden Wartung pro Monat. n8n veröffentlicht wöchentlich Releases, monatliche Update-Zyklen sind Pflicht (sonst Breaking-Change-Kaskaden). Backup-Verifikation, Cert-Renewal-Checks, Memory-Monitoring auf der VPS. Wer das nicht akzeptiert, ist auf Cloud besser aufgehoben – bei 50-100 €/h Stundensatz ist Cloud (20 €/Mo Jahres-Billing) schon nach 30 Min eingesparter Wartung amortisiert.
4. Sustainable-Use-Lizenz blockiert Agentur-Hosting
Die n8n-Lizenz ist offen für internen Gebrauch, aber nicht für Agentur-Reselling: wer n8n als gehosteten Workflow-Service an Kunden verkaufen will, braucht eine separate kommerzielle Vereinbarung mit n8n (Doku: „OEM agreement required“). Wer das übersieht und naiv n8n-Instanzen für 5 Kunden hostet, riskiert einen Lizenz-Konflikt. Faustregel: internal automation = frei. Customer-facing automation = kommerzielle Vereinbarung pflichtig. Vor dem Agentur-Setup mit n8n-Sales sprechen (n8n ist hier sehr konstruktiv, aber die Klärung muss vor dem Onboarding der ersten 3 Kunden passieren).
5. UI ist Englisch: deutsche Übersetzung läuft langsam
Die n8n-UI ist auf Englisch. Im offiziellen Repository liegt im i18n-Paket nur
eine einzige Sprachdatei – en.json (github.com/n8n-io/n8n, geprüft am
14.09.2026). Eine mitgelieferte deutsche Oberfläche gibt es damit nicht.
Für tech-affine Teams kein Problem; für klassische Mittelstands-User mit
niedrigem Englisch-Komfort ist Make (vollständig deutsche UI) ergonomischer.
6. Cloud-Pricing wirkt teuer, bis du die Execution-Logik verstehst
20 €/Mo Jahres-Billing (24 € monatlich) für 2.500 Executions klingt gegen Make Core (11 USD/Monat im Jahresabo, 10.000 Credits) schlecht – bis du realisierst: 1 n8n-Execution = 1 kompletter Workflow-Run, unabhängig von der Anzahl der Knoten. Ein 12-Knoten-Workflow bei Make = 12 Credits. Bei n8n = 1 Execution. Bei komplexen Multi-Step-Workflows ist n8n Cloud effektiv günstiger. Bei einfachen 2-3-Knoten-Workflows bleibt Make Core günstiger. Ehrlicher Vergleich braucht das Workflow-Profil. Zusätzlich: das 2.500-Limit beim Starter ist deutlich enger als Make Core (10.000) – bei aktiven Setups schiebt das die Pro-Stufe (10.000 Executions) schneller in den Fokus.
7. Weitere Team-Rollen erst ab Pro (50 €/Mo), Audit-Logs erst im Enterprise-Tarif
Nutzer:innen sind laut Preisseite in allen Tarifen unbegrenzt, auch im Starter (20 €/Mo Jahres-Billing). Der Starter hat aber nur 1 Shared Project, und als Rolle führt die Vergleichstabelle dort nur Project Admins; Project Editors und Instance Admins gibt es ab Pro. Audit-Logging steht in der Tabelle weder bei Starter noch bei Pro, sondern erst im Enterprise-Tarif. Für 3-5-Personen-Teams, die Rechte sauber trennen wollen, ist Pro deshalb oft der realistische Einstieg – kalkuliere das in deine TCO-Rechnung ein.
Was nervt
1. Onboarding ohne Hand-Holding
n8n setzt voraus, dass du Workflow-Konzepte (Trigger, Items, Bundles) schon kennst. Tutorials existieren, aber der Sprung von „Setup-Wizard durch“ zu „erster produktiver Workflow“ ist groß. Zapier macht den Einstieg mit Templates, vorgefüllten Beispielen und einem ergonomischen Action-Builder deutlich sanfter. n8n erwartet, dass du dir die ersten Workflows selbst erarbeitest – was für tech-affine User in Ordnung ist, für klassische KMU-Office-User aber eine reale Hürde darstellt.
2. Mobile-Editing existiert nicht
Web-UI ist responsiv genug für Status-Checks (Workflow läuft? Letzte Execution erfolgreich?), aber Drag-and-Drop von Knoten auf dem Smartphone ist nicht praktikabel. Zapier hat eine vollwertige Mobile-App, Make hat immerhin ein gepflegtes mobile-Web. n8n: Desktop-only de facto.
3. Community-Support statt 24/7-Telefon im Starter-Tarif
Cloud Starter bekommt Community-Forum + E-Mail-Tickets (Antwortzeit laut Community-Berichten typisch ~12 h Werktag). Cloud Pro hat E-Mail-Priority-Support. DACH-Telefon-Hotline gibt es nicht – kein Faktor für tech-orientierte Teams, kann für klassischen Mittelstand mit Telefon-Anspruch ein Knock-out sein.
4. Execution-History-Retention im Starter limitiert
Cloud Starter behält Executions 7 Tage, Cloud Pro 30 Tage. Für Debugging weiter zurückliegender Probleme ist das knapp – wir empfehlen, fehlgeschlagene Executions via Webhook in eine externe Datenbank (Supabase, PostgreSQL) zu duplizieren, falls du DSGVO-Audit-Trails brauchst.
5. Workflow-Builder wird bei großen Setups unübersichtlich
Ab ~30 Knoten wird die Canvas dicht – mehr als Make, weil n8n die Verbindungslinien weniger aggressiv routet. Workaround: Sub-Workflows via „Execute Workflow“-Knoten, modulare Architektur. Das funktioniert gut, ist aber ein Disziplin-Faktor.
6. Sustainable-Use-License-Verwirrung bei Neulingen
Fair-Code ist nicht Open-Source (im OSI-Sinn). Viele User stolpern über die Lizenz-Detail-Frage „darf ich n8n bei einem Kunden installieren?“ (Antwort: ja, solange der Kunde es selbst nutzt – nein, wenn du es als Service hostest). Die Lizenz-Doku ist klar, aber nicht prominent – und die meisten User lesen sie erst, wenn ein Lizenz-Audit ansteht.
Was die Community sagt: n8n bei Drittquellen
Aggregierter Stand aus mehreren Drittplattformen – keine Meinung der Hersteller. Als Themen-Referat gekennzeichnete Abschnitte fassen in unseren eigenen Worten zusammen, was die darunter genannte Quelle zeigt – je nach Eintrag öffentliche Bewertungen oder Diskussions-Threads. Sie sind keine Nutzer:innen-Zitate. Wo ein Link steht, führt er zur genannten Plattform; nennt ein Eintrag mehrere, nur zu einer davon. Trustpilot am 2026-08-08 live geprüft · übrige Plattformen (u. a. G2, Capterra) seit der Ersterhebung nicht neu erhoben
Wiederkehrendes Lob
- Self-Hosting auf eigenem Server = volle DSGVO-Kontrolle + unbegrenzte Executions
- Fair-Code-Lizenz (Sustainable Use) – Source-Code offen, Workflows als JSON portabel
- Code-Knoten (JS + Python) ohne Premium-Aufpreis im Cloud-Tarif
- Berlin-Sitz = direkter AVV, Cloud-Hosting in der EU (Microsoft Azure)
- AI-Knoten (LangChain, OpenAI, Anthropic) seit 2024 nativ integriert
Wiederkehrende Kritik
- Steilere Lernkurve als Zapier – Expression-Sprache + Item-vs-Bundle-Konzept brauchen Eingewöhnung
- App-Bibliothek kleiner als bei Zapier: laut n8n.io über 2.200 Integrationen, Zapier nennt über 9.000 Apps – Lücken vor allem bei Nischen-Apps
- Self-Hosting verlangt Linux-Skills: Docker, Reverse-Proxy, Backups, Monthly-Updates
- Sustainable-Use-Lizenz blockiert Agenturen, die n8n als gehosteten Kundenservice verkaufen wollen
- Cloud-Starter (20 €/Mo bei Jahresabrechnung) wirkt teuer im Direktvergleich zu Make Core (11 USD/Monat im Jahresabo) – rechtfertigt sich erst durch Execution-Logik + Code/AI-Features
Themen-Referate der Redaktion
Themen-Referat der Redaktion
G2-Konsens-Tenor: n8n ist die erste Wahl für tech-affine Teams, die Daten-Kontrolle und Workflow-Flexibilität wollen. Code-Knoten und Self-Hosting werden als Killer-Features genannt. Kritik richtet sich primär an die App-Lücke bei US-Nischen-Tools und die steilere Onboarding-Kurve gegenüber Zapier.
Themen-Referat der Redaktion
Capterra-Bewertungs-Tenor hebt Open-Source-Charakter und Lizenz-Kosten-Vorteil hervor. Negative Reviews fokussieren auf Onboarding-Aufwand: wer Zapier-Erfahrung hat, muss umlernen – die Konzepte überlappen nur teilweise.
Themen-Referat der Redaktion
Reddit-Diskussionen loben vor allem die Self-Hosting-Praxis: stabile Releases, aktive Maintainer, fairer Pricing-Vergleich. Wiederkehrender Kritikpunkt: monatliche Update-Routine wird unterschätzt – wer 4+ Monate nicht updated, läuft in Breaking-Changes-Kaskaden.
Themen-Referat der Redaktion
Trustpilot zeigt das übliche SaaS-Muster: begeisterte Power-User vs. frustrierte Anfänger:innen. Positive Reviews loben Berlin-Standort und Support-Reaktionszeiten (Cloud Pro+). Kritische Reviews kommen meist von Self-Hostern, die OOM-Probleme oder Cert-Renewals nicht antizipiert hatten.
DSGVO im Detail: die n8n-Aufstellung
Cloud-Aufstellung
- n8n GmbH, Berlin (deutsches Recht, EU-Vertragspartner)
- Cloud-Infrastruktur laut Unterauftragsliste: Microsoft Azure als „Cloud service provider“, Verarbeitungsort „EU (e.g., Germany, Sweden)“ – eine Stadt nennt n8n nicht. Hetzner Online steht in derselben Liste mit dem Zweck „Hosting provider (Community Forum only)“. Für Support und Service-Betrieb führt sie die Konzerngesellschaften n8n US Inc. („US“) und n8n UK Ltd. („United Kingdom“) (geprüft 04.10.2026, Fassung vom 22.09.2026)
- AI-Knoten holen Drittland ins Setup: Dieselbe Liste führt OpenAI, Anthropic, LangChain, Daytona (AI-Assistant-Sandbox) und Modal Labs (AI-Inferenz) mit Verarbeitungsort „US“, „Google Enterprise Agent Platform“ mit „EU, US“ und Baseten (Inferenz-Infrastruktur) mit „EU“. Dazu kommen die „n8n Gateway sub-processors“ für Websuche, Scraping, Dokumente und weitere KI-Modelle: Firecrawl, Brave, Browserbase, PDF.co und Nanonoble mit „US“, LlamaIndex und Alibaba (Qwen) mit „EU“, Moonshot AI mit „Singapore“. Wer in der Cloud AI-Knoten einsetzt, braucht dafür eine eigene Betrachtung – beim Self-Hosting entscheidest du selbst, welches Modell du anbindest
- AVV-Standardtext ohne separate Verhandlung – gezeichnet wird er über ein DocuSign-Formular auf der Legal-Seite, nicht automatisch mit dem Abo
- Subprozessor-Liste öffentlich, Änderungen mit 30-Tage-Notice
- Execution-History-Retention konfigurierbar (für DSGVO-konservative Setups: Minimum setzen)
Self-Host-Aufstellung (Hetzner-Empfehlung)
- Server in Falkenstein oder Nürnberg – vollständig DSGVO-konform
- AVV direkt mit Hetzner Online GmbH (kostenlos, im Account-Bereich)
- Keine Drittland-Transfers, kein US-CLOUD-Act-Risiko
- Daten verlassen deine Infrastruktur nicht – du bist alleinige:r Verantwortliche:r
- Audit-Trail via Workflow-JSON-Versionierung in eigenem Git-Repo
Was n8n speichert (Cloud)
- Workflow-Definitionen (Trigger, Knoten, Verbindungen)
- Execution-History (Inputs, Outputs jeder Node, je nach Retention-Plan)
- Verbindungs-Credentials (AES-256 verschlüsselt)
- Webhook-Payloads bis zur Verarbeitung (transient)
Wann lohnt sich Upgrade von Self-Host zu Cloud zu Pro?
Anders als Make hat n8n eine echte Self-vs-Cloud-Entscheidung am Anfang. Die Tier-Logik ist transparent – du wechselst nicht wegen Knoten-Tiefe, sondern wegen Wartungs-Komfort, Team-Größe und Execution-Volumen.
Self-Host (7,13 €/Mo Server) reicht, solange du …
- Linux-Server-Management als wiederkehrende Routine in deine Wochen-Workflow integrieren kannst
- 1-3 Stunden Wartung pro Monat akzeptierst (Updates, Cert-Renewal-Checks, Backup-Verifikation)
- maximale Daten-Souveränität brauchst (Anwalt, Arzt, Steuerberater, B2B mit AVV-Hardcase)
- Single-User bist oder ein kleines Team mit gemeinsamem SSH-Zugang hast
Upgrade auf Cloud Starter (20 €/Mo Jahres-Billing, 24 € monatlich) sobald …
- du den ersten produktiven Workflow live hast und realisierst, dass Server-Wartung dich vom Workflow-Bauen abhält
- du n8n-Direkt-Support brauchst (Self-Host = Community-Forum only)
- dein Stundensatz ≥ 50 €/h ist – ab da amortisiert sich Cloud durch eingesparte Wartungs-Stunden
- du unter 2.500 Executions/Monat bleibst (viele Solo-Setups liegen in diesem Bereich – Starter passt dann knapp, ab darüber wird Pro Pflicht)
Upgrade auf Cloud Pro (~50 €/Mo) sobald …
- du Rollen trennen willst (Project Editors und Instance Admins gibt es erst ab Pro; Nutzer:innen sind in allen Tarifen unbegrenzt)
- du Full-Text-Execution-Search willst (Debugging wird bei großen Setups spürbar schneller)
- du mehr als ein Shared Project brauchst (Starter 1, Pro 3) – Audit-Logs liefert dagegen erst der Enterprise-Tarif
- du 30-Tage-Execution-History brauchst statt 7-Tage-Starter-Limit
Pragmatischer DACH-Default: starte mit dem 14-tägigen Cloud-Trial (Pro-Funktionen, 1.000 Executions), baue 1-2 produktive Workflows, entscheide nach 14 Tagen: Linux-affin und Daten-Hardcase? → Self-Host. Wartung anders einsetzen? → bleib auf Cloud Starter. Pro erst bei Team-Wachstum oder Debug-Stress. Self-Hosting nach Cloud-Phase ist trivial (Workflow-Export-JSON, Import in Self-Host) – du bist nie eingesperrt.
Kündigung + Workflow-Migration zu Make oder Zapier
Wenn du n8n eines Tages verlässt, ist die Off-Boarding-Realität dank JSON-Export technisch sauber. Was nicht trivial ist: die Lizenz-Kontext-Wechsel und die Knoten-Konzept-Übersetzung.
JSON-Export: dein Pre-Kündigungs-Schritt
Im Workflow-Editor: „...“-Menü → Download → JSON. Das gibt dir den kompletten Workflow inkl. aller Knoten-Konfigurationen. Cloud und Self-Host nutzen identisches Format – Migration zwischen den beiden ist trivial (Import via Datei-Upload). Sehr wichtig: Credentials sind NICHT im JSON (verschlüsselt, kontext-gebunden) – du musst alle OAuth- und API-Key-Verbindungen nach Migration neu authentifizieren.
Migration zu Make oder Zapier
- Make: Blueprint-Format ist anders, manueller Rebuild nötig. Es gibt Third-Party-Tool migromat.com, das Trigger, Aktionen, Router und Filter nach n8n übersetzt und ausweist, was manuell nachzuarbeiten bleibt (Bezahl-Tool, 35 bzw. 70 USD je Umfang). Eine Automatisierungs-Quote nennt der Anbieter nicht.
- Zapier: Komplett anderer Workflow-Aufbau (vertikale Aktionsliste statt visueller Canvas). Realistischer Aufwand für 10-20 Workflows: 4-8 Wochen, parallel zum laufenden n8n.
- Lizenz-Kontext: Wenn du wegen Sustainable-Use-Limitation migrierst (Agentur-Reselling), frag vorher bei n8n nach der OEM-Vereinbarung an. Konditionen veröffentlicht n8n nicht („Contact n8n for more information“), sie sind also nur im Gespräch zu klären.
DSGVO-Lösch-Workflow (Cloud)
- Account-Settings → DSGVO Art. 17-Anfrage stellen
- n8n-Support bestätigt Löschung der Execution-Logs (Retention je nach Plan)
- Account-Daten werden nach 30 Tagen Frist endgültig gelöscht
- Wichtig: Vorher JSON-Exports lokal sichern – nach Löschung sind sie weg
Praktischer Backup-Tipp: monatlicher automatisierter JSON-Export aller Workflows in ein privates Git-Repo – du bekommst Versionierung + Backup + Audit-Trail in einem.
Für wen lohnt sich n8n?
Gut geeignet für…
- DACH-Setups mit hohem DSGVO-Anspruch (Anwalt, Arzt, Steuerberater)
- Tech-affine Teams, die Code-Knoten (JS/Python) regelmäßig brauchen
- AI-Workflows (RAG, Multi-Model-Chaining, LangChain-Setups)
- Setups mit ≥ 10.000 Executions/Monat (Self-Host strukturell günstiger)
- Wer Workflows als Code in Git versionieren will (Audit-Trail-Pflicht)
Eher nicht für…
- Anfänger:innen ohne Workflow-Tool-Erfahrung (Zapier ergonomischer)
- Klassischen Mittelstand mit niedrigem Englisch-Komfort (Make hat deutsche UI)
- Setups mit US-Nischen-Apps, die nur Zapier nativ integriert
- Mobile-First-Konfiguration (kein Mobile-Editing)
- Agenturen, die n8n als gehosteten Service an Kunden verkaufen (OEM-Vereinbarung nötig)
Häufig gestellte Fragen
Was ist n8n und worin unterscheidet es sich von Make.com oder Zapier?
n8n (gesprochen n-eight-n) ist eine fair-code-lizenzierte No-Code-Workflow-Plattform der Berliner n8n GmbH. Der größte Unterschied: Der Quellcode ist offen (Sustainable Use License; n8n nennt sich selbst ausdrücklich nicht Open Source, weil die Lizenz die Nutzung einschränkt), und n8n lässt sich selbst hosten. Die Cloud-Variante läuft laut n8n-Unterauftragsliste auf Microsoft Azure, dort als „Cloud service provider“ mit Verarbeitungsort „EU (e.g., Germany, Sweden)“ – eine Stadt nennt n8n nicht. Hetzner steht in derselben Liste, aber mit dem Zweck „Hosting provider (Community Forum only)“. Code-Knoten (JavaScript + Python) sind in allen Plänen inklusive, AI-Knoten (LangChain, OpenAI, Anthropic) seit 2024 nativ.
Was kostet n8n Cloud?
n8n Cloud Starter kostet 20 €/Monat bei Jahresabrechnung (2.500 Workflow-Executions). Pro: 50 €/Monat (Jahres-Billing, 10.000 Executions, 3 statt 1 Shared Project, zusätzliche Rollen). Nutzer:innen sind laut Preisseite in allen Tarifen unbegrenzt. Business: 667 €/Monat (40.000 Executions, SSO/SAML). Enterprise auf Anfrage. Self-Hosted ist kostenlos (Sustainable-Use-Lizenz) – du zahlst nur deinen Server (Hetzner CX23: 7,13 €/Monat brutto). Bei monatlicher Zahlung kosten die Cloud-Tarife 24 / 60 / 800 €. Der Cloud-Trial läuft laut n8n-Doku 14 Tage – mit Pro-Funktionen, 1.000 Executions und der Rechenleistung des Starter-Tarifs – und braucht laut Preisseite keine Kreditkarte; eine Karte verlangt nur der Business-Trial (ebenfalls 14 Tage).
Ist n8n DSGVO-konform?
Ja – und stärker als Make.com oder Zapier, mit einer Einschränkung bei den AI-Knoten. n8n GmbH sitzt in Berlin (deutsches Recht); die Unterauftragsliste nennt als „Cloud service provider“ allein Microsoft Azure, Verarbeitungsort „EU (e.g., Germany, Sweden)“; Hetzner steht dort nur als „Hosting provider (Community Forum only)“ (geprüft 27.09.2026). Wer die AI-Knoten nutzt, sollte weiterlesen: In derselben Liste stehen OpenAI, Anthropic, LangChain, Daytona und Modal Labs mit Verarbeitungsort „US“, „Google Enterprise Agent Platform“ mit „EU, US“ und Baseten mit „EU“; der Abschnitt „n8n Gateway sub-processors“ nennt weitere Such-, Scraping-, Dokumenten- und KI-Dienste mit Verarbeitung in den USA, der EU und Singapur, und für Support und Service-Betrieb führt die Liste die Konzerngesellschaften n8n US Inc. („US“) und n8n UK Ltd. („United Kingdom“) (Fassung vom 22.09.2026, gelesen am 04.10.2026). Den AVV muss man allerdings aktiv zeichnen: n8n stellt auf n8n.io/legal/data-processing-agreement/ ein Muster zum Download und ein DocuSign-Formular zum Unterschreiben bereit – Standardtext ohne Verhandlung, aber eben nicht automatisch Vertragsbestandteil. Self-Hosting auf einem deutschen Hetzner-VPS gibt dir vollständige Daten-Souveränität: keine Daten verlassen deinen Server. Für DSGVO-konservative Branchen (Anwälte, Steuerberater, Ärzte, Behörden) ist n8n die einzig saubere Wahl der drei großen Workflow-Plattformen.
Wie viele App-Integrationen hat n8n?
Laut n8n.io/integrations 2.622 Integrationen (Stand 04.11.2026) – deutlich weniger als Zapier (über 9.000) oder Make (über 3.500). Für DACH-Standard-Setups (Sevdesk, Lexware, Pipedrive, Brevo, Stripe, alle Hetzner-/IONOS-/Strato-Mail-Hoster) reicht das problemlos. Bei sehr spezifischen US-Nischen-Apps fehlt die Tiefe – Workaround: HTTP-Knoten plus eigenem Code statt Drag-and-Drop.
Welche Lizenz hat n8n und darf ich es kommerziell nutzen?
n8n nutzt die Sustainable Use License – eine Fair-Code-Variante. Für internen Gebrauch (eigene Firma, eigene Workflows) ist sie unbeschränkt nutzbar. Wer n8n als gehosteten Service an Kunden verkaufen will (Agentur-Hosting), braucht eine separate kommerzielle Vereinbarung mit n8n – die Doku nennt sie OEM-Vereinbarung, die Lizenzseite n8n Enterprise License. Interne Automation in deiner GmbH oder als Solo-Selbstständige:r ist 100 % frei – auch self-hosted.
Cloud oder Self-Hosted – was lohnt sich für wen?
n8n Cloud Starter (20 €/Mo bei Jahresabrechnung) ist die richtige Wahl für 80 % der DACH-Setups: kein Server-Wartungs-Aufwand, automatische Updates, n8n-Direkt-Support, EU-Region. Self-Hosting (7,13 €/Mo brutto, Hetzner CX23) ist nur sinnvoll, wenn du (1) Linux-affin bist und 1-3 h/Monat Wartung akzeptierst, (2) absolute DSGVO-Maximum-Anforderungen hast oder (3) das Starter-Limit von 2.500 Executions/Monat sprengst. Faustregel: jeder Selbstständige mit Stundensatz ≥ 50 €/h amortisiert Cloud durch eingesparte Wartungs-Stunden.
Ist n8n empfehlenswert? Drei ehrliche Bedingungen
G2 und Capterra liegen für n8n bei 4,6/5 (180 bzw. 90 Bewertungen) – diese beiden Werte stammen aus unserer Ersterhebung und wurden seitdem nicht neu erhoben. Trustpilot liegt mit 3,2/5 bei 48 Bewertungen deutlich darunter (live geprüft am 08.08.2026). Die Pain-Points sind über alle drei Plattformen dieselben: Onboarding und App-Bibliothek. Unsere Empfehlungs-Antwort auf Basis unserer Self-Host-Praxis-Basis + Doku-Recherche + Community-Sentiment: Ja, aber unter drei Bedingungen.
Bedingung 1: Du akzeptierst die steilere Lernkurve aktiv
n8n ist KEIN „in 10 Minuten produktiv“-Tool. Wer aus Zapier umsteigt, braucht ~45 Minuten für den ersten ernsthaften Workflow. Wer komplett neu im Automatisierungs-Bereich ist: ~90 Minuten plus 2-3 Stunden Tutorial-Konsum. Die Belohnung kommt erst bei Workflow #5-10, wenn die Tiefe der Plattform (Code-Knoten, AI-Knoten, JSON-Versionierung) den Mehrwert sichtbar macht. Wer die ersten Wochen nicht durchhält, springt frustriert ab – und das ist keine n8n-Schwäche, sondern eine ehrliche Persona-Fit-Frage.
Bedingung 2: Du brauchst KEIN „Mobile-Editing“ und KEINE US-Nischen-Apps
n8n-Editing ist Desktop-only de facto. Wer Workflows im Zug oder Café auf dem Smartphone bauen will: Zapier hat eine vollwertige Mobile-App, Make immerhin gepflegtes mobile-Web. Und wer in seinem Stack US-Nischen-Apps hat, die n8n nicht nativ integriert (Liste vor der Entscheidung machen!), baut entweder HTTP-Knoten-Stack oder bleibt bei Zapier. Für DACH-Standard-Setups (Sevdesk, Lexware, Pipedrive, Brevo, Stripe, deutsche Mail-Hoster, alle Banken) ist die App-Lücke kein Problem.
Bedingung 3: Du verstehst die Lizenz-Kontext-Grenze
Sustainable Use License = frei für interne Automation, lizenz-pflichtig für Agentur-Reselling. Wer das vor dem Setup klärt (eigene GmbH-Workflows vs Kunden-Hosting), hat keine Probleme. Wer naiv loslegt und nach 6 Monaten mit 8 Kunden-Instanzen den Lizenz-Brief von n8n bekommt, hat ein vermeidbares Problem. Internal = frei. Customer-facing = OEM-Vereinbarung.
Was uns nicht abgeschreckt hat
Die UI-Englisch-Lücke ist für tech-affine User belanglos und für klassische KMU-User der Hauptgrund, bei Make zu bleiben – beides legitime Entscheidungen. Die Cloud-Pricing-Wahrnehmung als „teuer“ relativiert sich, sobald man die Execution-vs-Credit-Logik versteht (1 Workflow-Run = 1 Execution, unabhängig von 12 Knoten). Die fehlende Mobile-App ist 2026 ein Faktor, aber kein Knock-out für Desktop-orientierte Teams. Bis dahin ist n8n die DSGVO-stärkste und tech-tiefste der drei großen Workflow-Plattformen – und für die Persona, die zu n8n passt, gibt es keine bessere Wahl.
Empfehlung
Für DACH-Setups mit DSGVO-Maximum, Code-/AI-Workflow-Bedarf oder Tech-Affinität ist n8n 2026 unsere klare Empfehlung. Der Berlin-Sitz, die EU-Cloud auf Azure und Hetzner und die Self-Hosting-Option machen es zur strukturell saubersten Wahl – gerade für Branchen mit AVV-Hardcase.
Wenn du Anfänger:in bist und schnell produktiv sein willst, ist Make.com mit niedrigerer Lernkurve und deutscher UI die ergonomischere Wahl. Wenn du maximale Daten-Souveränität brauchst, ist n8n Self-Hosted auf Hetzner (7,13 €/Monat brutto) die rechtssicherste Lösung – Setup-Guide für 90 Minuten verfügbar. Detail-Vergleich aller drei Plattformen: Make vs Zapier vs n8n.
Pragmatischer Startpunkt: der 14-tägige Trial von n8n Cloud (Pro-Funktionen, 1.000 Executions, ohne Kreditkarte). Baue 2 produktive Workflows in den ersten 7 Tagen. Wenn n8n nach 14 Tagen „passt“, entscheide zwischen Cloud (Komfort) und Self-Host (Daten-Souveränität). Migration zwischen beiden ist trivial – du bist nie eingesperrt.