Zuletzt verifiziert: 9. Oktober 2026 · Quartalsweise geprüft Wir prüfen Pricing, DSGVO-Status und Funktions-Updates quartalsweise neu. Bei größeren Anbieter-Änderungen (z. B. Pricing-Klippen, neuer EU-Region) aktualisieren wir den Artikel sofort.
Redaktionelle Analyse

Mollie Test 2026: der EU-Zahlungsdienstleister für DACH-Shops

Mollie ist der niederländische Gegenentwurf zu Stripe und PayPal: ein DNB-lizenzierter Zahlungsdienstleister mit EU-Hosting, transaktionsbasierten Gebühren ohne Monatsfee und einer breiten Methoden-Palette von SEPA bis Klarna. Diese redaktionelle Analyse prüft, was Mollie für DACH-Onlineshops taugt – und wo die Grenzen liegen.

Veröffentlicht: 2026-06-26 · Recherche auf Basis von mollie.com/de (geprüft 26.09.2026), der öffentlichen Pricing-Seite und Anbieter-Dokumentation – research-basiert, keine eigene Hands-on-Praxis.

8.2 / 10

Empfohlen für DACH-Shops, die EU-Hosting und transaktionsbasierte Gebühren ohne Monatsfee über maximalen Funktionsumfang stellen.

  • EU-Hosting & DSGVO 9.0
  • Regulierung (DNB) & PCI-DSS 9.0
  • Preis-Transparenz 8.5
  • Zahlungsmethoden-Breite 8.5
  • Shop-Integrationen 8.0
  • Transparenz zum Serverstandort 6.5

Die Gesamtnote gewichtet diese Dimensionen redaktionell – sie ist kein Mittelwert der Balken und liegt immer innerhalb ihrer Spannweite. Wie wir bewerten

DSGVO-konform · EU (Google Cloud) · Sitz Amsterdam

EU-Hosting (Google Cloud) · DNB-lizenziert (F0038) · SOC 2 Typ 2 · PCI-DSS Level 1

Mollie kostenlos starten →ab 0,25 € pro Transaktion (SEPA-Überweisung)Kein Monats-/Setup-FeeNur erfolgreiche TransaktionenEU-Hosting laut AVV (Google Cloud)
Taylor Liu – Tester bei ToolsPick.de

Von Taylor Liu · IT-Student (TU Berlin) & SaaS-Tester

· Redaktionelle Analyse: Anbieter-Angaben (mollie.com/de), öffentliche Pricing-Seite, Imprint, Security- & Privacy-Seiten – Anbieterangaben zuletzt geprüft 09.10.2026, Preise am 04.10.2026

Primärquellen dieser Analyse: Preisseite · Impressum · AVV / DPA · Sicherheit & Zertifikate.

Wie diese Analyse entstand

Diese Einordnung ist eine redaktionelle Analyse – research-basiert, ohne eigene Hands-on-Praxis mit einem produktiven Mollie-Händlerkonto. Grundlage sind ausschließlich offizielle Mollie-Primärquellen (zuletzt geprüft am 26.09.2026):

  • Gebühren-Verifikation: die öffentliche Pricing-Seite (mollie.com/de/pricing) – jede Gebührenzeile einzeln geprüft, nicht aus Erinnerung übernommen.
  • Anbieter & Regulierung: das deutsche Impressum (Rechtsentität Mollie B.V., Handelsregister, USt-IdNr.) sowie die Security-Seite (DNB- und FCA-Lizenz, SOC 2 Typ 2, PCI-DSS Level 1, ISAE 3402 Typ 2).
  • Datenschutz: Datenschutzerklärung und Security-Seite (dort steht kein Serverstandort – das ist Befund, nicht Lücke unserer Recherche) sowie der öffentliche AVV samt Annex B zu Unterauftragsverarbeitern, Verarbeitungsorten und SCC.
  • Integrationen & Methoden: die offizielle Integrations-Übersicht und die Zahlungsmethoden-Liste der Pricing-Seite.
  • Affiliate-Status: die Partner-Programm-Seiten plus Help-Center zum Merchant-Referral-Schema.

Was diese research-basierte Methodik nicht liefert: eigene Erfahrungswerte zur Auszahlungsgeschwindigkeit, zur Dashboard-Ergonomie im Live-Betrieb oder zur Support-Reaktionszeit. Wo unten Gebühren oder Funktionen beschrieben werden, basieren sie auf Anbieter-Dokumentation, nicht auf selbst gemessenen Werten. Eine Methode fehlt in den Sätzen unten bewusst: SOFORT, das im Zuge der Klarna-Zusammenführung von der Preisseite verschwunden ist.

Gebühren im Überblick

Mollies Grundprinzip laut Anbieter: „Keine monatlichen Gebühren, keine Verpflichtungen, keine versteckten Kosten. Mit Mollie zahlen Sie nur für erfolgreiche Transaktionen.“ Es gibt also weder Setup- noch Monatsfee – abgerechnet wird pro Zahlung, und der Satz hängt von der Methode (und bei Karten von der Kartenart) ab. Die folgenden Sätze sind Listenwerte der deutschen Pricing-Seite (geprüft 26.09.2026).

Karten & Wallets

ab 1,80 % + 0,25 €

EU-Verbraucherkarten Visa/Mastercard

  • EU-Verbraucherkarten: 1,80 % + 0,25 €
  • Kommerzielle EWR-Karten: 2,90 % + 0,25 €
  • Nicht-EWR-Karten: 3,25 % + 0,25 €
  • American Express: 2,90 % + 0,25 €
  • Apple Pay / Google Pay: Rate = Kartenrate
Empfohlen

Bank & SEPA

ab 0,25 €

der Sweet-Spot für DACH-Stammkunden

  • SEPA-Banküberweisung: 0,25 €
  • SEPA-Lastschrift: 0,35 €
  • Bancontact: 1,40 % + 0,25 €
  • PayPal: PayPal-Gebühr + 0,10 €
  • Pay by Bank verfügbar

BNPL & lokal

ab 2,99 % + 0,35 €

Klarna & regionale Methoden

  • Klarna DE/AT/CH: 2,99 % + 0,35 €
  • TWINT: 2,30 % + 0,25 €
  • EPS: 1,50 % + 0,25 €
  • Przelewy24 / BLIK / Multibanco verfügbar
  • paysafecard: 15 %

Geprüft 04.10.2026 · Listenpreise laut mollie.com/de/pricing · kein Monats-/Setup-Fee · abgerechnet wird nur pro erfolgreicher Transaktion · die exakten Sätze variieren pro Methode und Kartenart · alternativ gibt es ein Blended-Pricing-Modell (Sammelgebühr pro Transaktion).

Was diese Listenpreise für einen realen Shop bedeuten, rechnen die drei Modellrechnungen im nächsten Abschnitt durch; die auszahlungsbezogenen Gebühren stehen im Abschnitt zu den PSP-Kernfragen. Wer hohe Volumina abwickelt, sollte das Blended-Pricing als Alternative direkt bei Mollie durchrechnen lassen.

Was kostet Mollie konkret? Drei Modellrechnungen

Gebühren-Tabellen beantworten nicht die Frage, die Shop-Betreiber:innen wirklich stellen: Was bleibt am Monatsende an PSP-Kosten hängen? Deshalb hier drei Modellrechnungen mit den oben verifizierten Listenpreisen (geprüft 26.09.2026). Es sind Rechenbeispiele mit angenommenem Zahlarten-Mix, keine Messwerte – aber sie zeigen die Größenordnung und vor allem, welcher Hebel die Kosten treibt.

Modell A – kleiner Shop: 100 Bestellungen/Monat, Ø 45 € Warenkorb

Angenommener Mix: 60 % EU-Verbraucherkarte, 30 % Klarna, 10 % SEPA-Überweisung.

  • 60 × Karte (45 € × 1,80 % + 0,25 € = 1,06 €) = 63,60 €
  • 30 × Klarna (45 € × 2,99 % + 0,35 € ≈ 1,70 €) = 50,87 €
  • 10 × SEPA-Überweisung (0,25 €) = 2,50 €

Macht ~117 €/Monat bei 4.500 € Umsatz – effektiv 2,6 %. Deutlich mehr als die beworbene 1,80-%-Kartenrate, weil die 0,25-€-Fixgebühr bei kleinen Warenkörben überproportional zuschlägt und Klarna fast das Doppelte der Kartenrate kostet.

Modell B – mittlerer Shop: 500 Bestellungen/Monat, Ø 80 € Warenkorb

Angenommener Mix: 50 % Karte, 35 % Klarna, 15 % SEPA-Lastschrift (Stammkunden).

  • 250 × Karte (80 € × 1,80 % + 0,25 € = 1,69 €) = 422,50 €
  • 175 × Klarna (80 € × 2,99 % + 0,35 € ≈ 2,74 €) = 479,85 €
  • 75 × SEPA-Lastschrift (0,35 €) = 26,25 €

Macht ~929 €/Monat bei 40.000 € Umsatz – effektiv 2,3 %. Auffällig: Klarna stellt hier nur 35 % der Bestellungen, verursacht aber über die Hälfte der Gebühren. Wer den Klarna-Anteil im Checkout aktiv steuert (z. B. SEPA-Lastschrift für Stammkunden bewirbt), senkt die PSP-Kosten spürbarer als jeder Anbieter-Wechsel.

Modell C – B2B mit Rechnungskauf: 200 Rechnungen/Monat, Ø 400 €

  • 200 × Billie-Rechnungskauf (400 € × 3,49 % + 0,35 € ≈ 14,31 €) = ~2.862 €/Monat – effektiv 3,6 %
  • Zum Vergleich, dieselben 200 Zahlungen per SEPA-Lastschrift mit Mandat: 200 × 0,35 € = 70 €/Monat – effektiv 0,09 %

Wir ordnen ein: Zwischen abgesichertem Rechnungskauf und Lastschrift liegt beim selben Umsatz rund Faktor 40. Der Zahlarten-Mix – nicht die Anbieter-Wahl – ist bei Mollie (wie bei jedem PSP) der mit Abstand größte Kostenhebel. Für typische DACH-B2C-Mixe landet der effektive Satz bei 2–3 % vom Umsatz; wer nur die 1,80-%-Kartenrate budgetiert, unterschätzt seine PSP-Kosten um bis zu einem Drittel.

Die PSP-Kernfragen: Auszahlung, Rückbuchung, Rechnungskauf

Drei Fragen entscheiden im Alltag über die Zufriedenheit mit einem Zahlungsdienstleister – und tauchen in Gebühren-Tabellen meist nicht auf.

1. Wann und wie oft kommt das Geld?

Die Auszahlungsfrequenz wird pro Guthaben eingestellt. Die Entwickler-Doku nennt jeden Arbeitstag, wöchentlich an einem festen Arbeitstag, monatlich am ersten Geschäftstag und manuell auf Abruf; für Nutzer:innen eines Mollie Business Account zusätzlich täglich an 365 Tagen, dazu die Option „Revenue Day Payouts“ mit einer Auszahlung je Kalendertag. Voreinstellung ist wöchentlich mittwochs, und angestoßene Auszahlungen sind laut derselben Quelle binnen 1–2 Stunden auf dem Bankkonto (docs.mollie.com/docs/payouts, geprüft 26.09.2026). Wichtiger als die Frequenz ist die Verfügbarkeit: Bis Gelder überhaupt auszahlbar sind, vergehen je nach Methode unterschiedlich viele Werktage – Banküberweisung und iDEAL am nächsten Werktag, Kartenzahlungen nach 5, Klarna und Billie nach 6, in3 sogar nach 12 Werktagen. Diese vier Zahlen stammen aus dem Mollie-Help-Center (Stand Juli 2026) und ließen sich am 26.09.2026 nicht nachprüfen: Das Help-Center beantwortet unsere Abrufe mit HTTP 403. Wer knapp kalkuliert, sollte den Liquiditätspuffer entsprechend planen – und die Frist für die eigenen Hauptmethoden im Dashboard gegenprüfen.

Die Auszahlungsgebühren (unterhalb 500.000 € Jahresvolumen): 5 Auszahlungen pro Monat kostenlos, danach 0,25 € pro Auszahlung; Fremdwährungs-Auszahlungen kosten 1 % des Betrags. Praktisch heißt das: Die wöchentliche Auszahlung ist gratis, die werktägliche kostet bei ~22 Werktagen rund 4,25 €/Monat – vernachlässigbar.

2. Was kostet eine Rückbuchung?

Die Chargeback-Gebühr ist auf der deutschen Preisseite nicht öffentlich ausgewiesen (geprüft 26.09.2026). Wir nennen hier bewusst keine Zahl aus Drittquellen – wer mit nennenswertem Rückbuchungs-Risiko kalkuliert (z. B. Kartenzahlungen an Neukunden in streitanfälligen Branchen), sollte die konkreten Konditionen vor dem Go-live schriftlich beim Mollie-Support erfragen.

3. Gibt es Rechnungskauf – und was kostet er?

Ja, in drei Varianten (Listenpreise geprüft 26.09.2026): Klarna (B2C, DE/AT/CH: 2,99 % + 0,35 €), Riverty (B2C, u. a. DE/AT: 2,99 % + 0,35 €) und Billie (B2B-Rechnungskauf, DE/AT: 3,49 % + 0,35 €); Ratenkauf via in3 kostet 3,99 % + 0,95 €. Damit deckt Mollie die im DACH-Raum wichtige „Kauf auf Rechnung“-Erwartung ab, ohne dass Händler das Ausfallrisiko selbst tragen – bezahlt wird dafür mit dem höchsten Gebührensatz im Portfolio (siehe Modell C oben).

Auf einen Blick

AnbieterMollie B.V. (Amsterdam, Keizersgracht 126)
HandelsregisterAmsterdam, 302.04.462 · USt-IdNr. NL81.58.39.091.B01
RegulierungBei der DNB als E-Geld-Institut lizenziert (Geschäftsnummer F0038)
Server-StandortVon Mollie nicht allgemein benannt – der AVV nennt Google Cloud „EU (Multiregion)“ für Plattformdaten und „EU (Belgium, The Netherlands, Germany and Finland)“ fürs Dashboard (geprüft 30.08.2026)
NachweiseSOC 2 Typ 2 · PCI-DSS Level 1 mit Attestation of Compliance · ISAE 3402 Typ 2 (Prüfgesellschaft nicht genannt) · kein ISO 27001 (mollie.com/de/security, geprüft 26.09.2026)
AVV / DSGVOÖffentlich unter mollie.com/de/legal/data-processing-agreement, laut eigenem Wortlaut automatisch mit dem User Agreement wirksam
Drittland-TransferAbgesichert über EU-Standardvertragsklauseln (SCC)
Monats-/Setup-FeeFür Online-Zahlungen keine – nur Gebühr pro erfolgreicher Transaktion
POS / Kartenzahlung im LadenPay as you go: 0 €/Monat („Keine monatliche Gebühr“), max. 1 Terminal (inländische Verbraucherkarten 1,50 %, sonstige 1,80 %, Amex 2,10 %, Geschäftskarten 2,90 %) · Pro: 20 €/Monat, dafür 0,10 € + 0,85 % inländisch (sonstige 1,50 %, Amex 1,80 %, Geschäftskarten 2,50 %), eine Terminal-Lizenz inklusive, jede weitere 20 €/Monat
Terminal-HardwareTap Terminal 95 € · Mobiles Terminal 350 € · Festes Terminal 350 € (Kauf) · Tap to Pay auf iPhone/Android ohne Zusatzhardware
VolumenpreiseAb 100.000 € Transaktionsvolumen pro Monat: IC++-Preisgestaltung, länderspezifische Preise, persönlicher Ansprechpartner – auf Anfrage
Karten (EU-Verbraucher)1,80 % + 0,25 € (Visa/Mastercard)
SEPA-Lastschrift0,35 € pro Transaktion
SEPA-Überweisung0,25 € pro Transaktion
iDEAL0,42 € pro Transaktion (Sammelposten „iDEAL | Wero“)
Klarna (DE/AT/CH)2,99 % + 0,35 €
RechnungskaufRiverty (B2C) 2,99 % + 0,35 € · Billie (B2B) 3,49 % + 0,35 € · in3 3,99 % + 0,95 €
AuszahlungsrhythmusWählbar: täglich (Werktage), wöchentlich, monatlich oder auf Anfrage
Gelder verfügbarÜberweisung/iDEAL nächster Werktag · Karten nach 5 · Klarna/Billie nach 6 Werktagen
Auszahlungsgebühr5×/Monat kostenlos, danach 0,25 € (unter 500k € Jahresvolumen) · Fremdwährung 1 %
RückbuchungsgebührNicht öffentlich ausgewiesen – vor Go-live beim Support erfragen
ZahlungsmethodenVisa, Mastercard, Amex, Apple/Google Pay, Bancontact, PayPal, SEPA, Klarna, Pay by Bank, TWINT, EPS, iDEAL, Przelewy24, BLIK, Multibanco, paysafecard u. a.
Shop-IntegrationenShopify, Shopware, WooCommerce, Magento 2, PrestaShop, JTL, Odoo, OXID + HubSpot/Xero/Zapier/Sendcloud
APIEigene REST-API für individuelle Anbindungen
Marktstellung„Heute betreuen wir mehr als 250.000 Unternehmen in ganz Europa“, Team von 750 Personen, Start „vor 20 Jahren“ (alles Anbieterangaben, mollie.com/de/about, geprüft 26.09.2026)

Was Mollie stark macht

1. EU-Hosting + DNB-Regulierung als DSGVO-Fundament

Mollies stärkstes Argument für DACH-Shops ist die europäische Aufstellung: Anbieter ist die Mollie B.V. aus Amsterdam, bei der niederländischen Zentralbank De Nederlandsche Bank als E-Geld-Institut lizenziert (DNB, Geschäftsnummer F0038), zusätzlich hält die Mollie UK Ltd eine FCA-Registrierung. Einen Serverstandort nennt Mollie zwar nirgends; der öffentliche AVV führt als Hosting-Unterauftragsverarbeiter aber Google Cloud mit „EU (Multiregion)“ und „EU (Belgium, The Netherlands, Germany and Finland)“. Für DACH-Onlineshops bedeutet das einen Unterschied zu US-Dienstleistern wie Stripe oder PayPal: EU-Verarbeitung als Regelfall statt Drittland-Transfer – die Ausnahmen (im AVV etwa Rapyd mit „US / EEA (Iceland)“ für Dispute-Daten) sind laut Datenschutzerklärung über SCC abgesichert.

2. Transaktionsbasiertes Pricing ohne Monatsfee

Mollie verlangt weder Setup- noch Monatsgebühr – bezahlt wird ausschließlich pro erfolgreicher Transaktion. Für kleine und saisonale Shops ist das fairer als fixe Monatspakete: In umsatzschwachen Monaten entstehen keine Grundkosten. Die Sätze sind transparent pro Methode gelistet (z. B. EU-Verbraucherkarten 1,80 % + 0,25 €, SEPA-Lastschrift 0,35 €), und es gibt optional ein Blended-Pricing-Modell für planbarere Sammelgebühren.

3. Breite Methoden-Palette inklusive DACH-Klassiker

Mollie deckt die für den DACH-Raum wichtigen Zahlarten ab: SEPA-Lastschrift und -Überweisung, Kreditkarten, PayPal, Klarna (mit länderspezifischen Sätzen für DE/AT/CH), Apple Pay und Google Pay, dazu regionale Methoden wie TWINT (Schweiz), EPS (Österreich) und iDEAL (Niederlande). Diese Breite spart vielen Shops den parallelen Betrieb mehrerer Dienstleister – gerade die SEPA-Abdeckung ist für deutsche Stammkundenkäufe ein Pluspunkt.

4. Nachweise, die öffentlich auf dem Tisch liegen

Die Security-Seite führt drei Prüfungen namentlich auf: PCI-DSS Level 1 mit Attestation of Compliance für die Kartendaten-Verarbeitung, SOC 2 Typ 2 („Sicherheits-, Verfügbarkeits- und Vertraulichkeitskontrollen … nach den Trust Services Criteria des AICPA geprüft“) und ISAE 3402 Typ 2 für die operativen Kontrollen (geprüft 26.09.2026). Zusammen mit der DNB-Aufsicht ergibt das ein belastbares Fundament, das Händler nicht selbst aufbauen müssen. Wo diese Nachweise an ihre Grenze kommen, steht weiter unten.

5. Native Anbindung an gängige Shop- und Backoffice-Systeme

Mollie listet offizielle Integrationen für die im DACH-Raum verbreiteten E-Commerce-Plattformen – Shopify, Shopware, WooCommerce, Magento 2, PrestaShop, JTL, Odoo, OXID – sowie native Anbindungen an HubSpot, Xero, Zapier und Sendcloud. Wer kein fertiges Plugin findet, kann über die eigene REST-API anbinden. Das senkt die technische Hürde beim Wechsel von einem anderen Zahlungsdienstleister deutlich.

Zwischenfazit: Wenn EU-Hosting und transaktionsbasierte Gebühren ohne Monatsfee für deinen Shop zählen, ist Mollie eine der saubersten europäischen PSP-Optionen – kein Setup-Fee, abgerechnet wird nur pro erfolgreicher Zahlung.

Mollie kostenlos starten →ab 0,25 € pro Transaktion (SEPA-Überweisung)EU-Hosting laut AVV (Google Cloud)DNB-lizenziertPCI-DSS Level 1

Wo es Grenzen gibt

1. Kein benannter Serverstandort

Wo die Daten liegen, sagt Mollie öffentlich nirgends. Die Security-Seite kommt über „Alle Daten werden vollständig verschlüsselt und sicher gehostet“ nicht hinaus, die Datenschutzerklärung nennt ebenfalls keinen Ort (beide geprüft 26.09.2026). Konkret wird allein der AVV, und der beschreibt Hosting-Regionen („EU (Multiregion)“), keine Rechenzentren. Für eine DSFA, die einen Verarbeitungsort benennen muss, reicht das nicht ohne Rückfrage – und ein „Server in Amsterdam“, wie man es oft liest, steht bei Mollie an keiner Stelle.

2. Ein Drittland-Dienstleister im Streitfall-Weg

Annex B des AVV führt für die Weiterleitung von Dispute-Daten Rapyd mit dem Verarbeitungsort „US / EEA (Iceland)“ (geprüft 30.08.2026). Das Setup ist über SCC abgesichert, aber es widerlegt die verbreitete Kurzform „Mollie = kein Drittlandtransfer“. Wer Rückbuchungen in nennenswerter Zahl erwartet, sollte diesen Posten in die eigene Verarbeitungsübersicht aufnehmen statt ihn zu übergehen.

3. Was bei den Nachweisen fehlt

SOC 2 Typ 2, PCI-DSS Level 1 und ISAE 3402 Typ 2 stehen namentlich auf der Security-Seite – ein ISO 27001 steht dort nicht, und bei ISAE 3402 nennt Mollie die prüfende Gesellschaft nicht. Für ein formales Lieferanten-Audit, das Prüferidentität und Berichtszeitraum sehen will, heißt das: Report direkt beim Anbieter anfordern.

4. Der effektive Satz liegt über der beworbenen Kartenrate

Wie die Modellrechnungen zeigen, landet ein typischer DACH-B2C-Mix bei effektiv 2–3 % vom Umsatz – nicht bei den beworbenen 1,80 %. Treiber sind die 0,25-€-Fixgebühr bei kleinen Warenkörben und der Klarna-/Rechnungskauf-Anteil. Dazu kommt das alternative Blended-Pricing-Modell: Welches Modell günstiger ist, hängt vom Methoden-Mix ab – Mollie ist nicht „eine Zahl für alle“, sondern erfordert die kurze Kalkulation für den eigenen Shop.

DSGVO & Regulierung im Detail

Klarer Punkt für Mollie: EU-Anbieter aus Amsterdam, bei der DNB als E-Geld-Institut lizenziert (F0038), Hosting laut AVV bei Google Cloud in der EU, SOC 2 Typ 2, PCI-DSS Level 1 und ISAE 3402 Typ 2 auf der Security-Seite ausgewiesen, AVV öffentlich und automatisch Vertragsbestandteil. Das ist genau das Setup, das DACH-Shops gegenüber US-Zahlungsdienstleistern bevorzugen. Zwei Einschränkungen bleiben: Einen konkreten Serverstandort nennt Mollie nirgends, und für Dispute-Verfahren steht mit Rapyd („US / EEA (Iceland)“) ein Drittland-Dienstleister in der Liste.

Regulierung & Aufsicht

  • Mollie B.V. ist bei der De Nederlandsche Bank (DNB) als E-Geld-Institut lizenziert und registriert (Geschäftsnummer F0038, laut mollie.com/de/security, geprüft 26.09.2026)
  • Verantwortliche Aufsichtsbehörde ist die DNB; Mollie befolgt die Richtlinien der Europäischen Bankenaufsicht zur Sicherheit bei Internet-Zahlungen
  • Vollständig PCI-DSS Level 1 zertifiziert für die Kartendaten-Verarbeitung, nachgewiesen über eine Attestation of Compliance (Anbieterangabe)
  • Für Großbritannien hält die Mollie UK Ltd eine eigene Registrierung bei der Financial Conduct Authority (FRN 977968)

DSGVO & Datenfluss

  • Kein öffentlich benannter Serverstandort – die Security-Seite sagt nur „Alle Daten werden vollständig verschlüsselt und sicher gehostet“ (geprüft 26.09.2026)
  • Der AVV ist öffentlich abrufbar und wird laut eigenem Wortlaut automatisch mit dem User Agreement wirksam – keine separate Unterschrift nötig
  • Annex B des AVV nennt je Dienst Unterauftragsverarbeiter und Ort: Google Cloud „EU (Multiregion)“ und „EU (Belgium, The Netherlands, Germany and Finland)“, PPRO „EU (Ireland & Germany)“, Checkout.com „EU (Ireland)“, Rapyd „US / EEA (Iceland)“ (geprüft 30.08.2026)
  • Drittland-Transfers außerhalb des EWR werden über EU-Standardvertragsklauseln (SCC) abgesichert
  • Was für eine DSFA offen bleibt: der Verarbeitungsort. Eine Hosting-Region ist kein Rechenzentrum, und weder Security-Seite noch Datenschutzerklärung nennen eines. Wer den Ort dokumentieren muss, muss ihn beim Anbieter erfragen.

Praktisch: Für DACH-Onlineshops ist Mollie als EU-regulierter Anbieter eine DSGVO-freundliche Wahl gegenüber US-PSPs. Wer in einer stark regulierten Branche (Gesundheit, Finanzen, öffentliche Hand) arbeitet oder ein formales Lieferanten-Audit durchläuft, sollte vorab zwei Dinge erfragen, die öffentlich nicht zu bekommen sind: den Verarbeitungsort und den vollständigen ISAE-3402-Bericht samt Prüfer.

Zahlungsmethoden & Integrationen

Unterstützte Zahlungsmethoden

Mollie listet auf der Pricing-Seite eine breite Methoden-Palette: Visa, Mastercard, American Express, Apple Pay, Google Pay, Bancontact, PayPal, SEPA-Lastschrift, SEPA-Banküberweisung, Klarna, Pay by Bank, TWINT, EPS, Przelewy24, BLIK, Multibanco, paysafecard sowie iDEAL. Apple Pay und Google Pay haben keine eigene Gebühr – die Rate richtet sich nach der zugrunde liegenden Kreditkarte. Für DACH-Shops besonders relevant: SEPA (deutsche Stammkunden), Klarna (BNPL), TWINT (Schweiz) und EPS (Österreich).

Shop- und Backoffice-Integrationen

Offiziell integriert sind die im DACH-Raum gängigen E-Commerce-Plattformen Shopify, Shopware, WooCommerce, Magento 2, PrestaShop, JTL, Odoo und OXID. Die Einzelseiten zu Shopware, Shopify und PrestaShop haben wir am 26.09.2026 direkt abgerufen (mollie.com/de/integrations/<plattform>), die übrigen stehen in der Integrations-Übersicht. Darüber hinaus gibt es native Anbindungen in weiteren Kategorien – CRM (HubSpot), Accounting/ERP (Xero), Automatisierung (Zapier) und Versand (Sendcloud). Für Plattformen ohne fertiges Plugin steht die Mollie-REST-API zur individuellen Anbindung bereit.

Für wen lohnt sich Mollie?

Gut geeignet für…

  • DACH-Onlineshops, die EU-Hosting gegenüber US-PSPs bevorzugen
  • Kleine & saisonale Shops (kein Monats-/Setup-Fee)
  • Händler mit breitem Methoden-Bedarf (SEPA, Klarna, TWINT, EPS, iDEAL)
  • Shopify-/Shopware-/WooCommerce-/JTL-/Magento-Betreiber mit fertigem Plugin-Bedarf
  • Wer transaktionsbasierte Transparenz über fixe Pakete stellt

Eher nicht für…

  • Wer einen benannten Verarbeitungsort für die DSFA braucht
  • Audit-Prozesse, die ISO 27001 oder einen namentlich geprüften ISAE-Bericht verlangen
  • Shops, deren Hauptmethoden eine eindeutige, vorab fixierte Einzelrate brauchen
  • Sehr hohe Volumina ohne vorherige Blended-Pricing-Kalkulation

Häufig gestellte Fragen

Wer steckt hinter Mollie und wie ist der Anbieter reguliert?

Mollie wird von der Mollie B.V. betrieben, einem Unternehmen aus Amsterdam (Keizersgracht 126, Handelsregister Amsterdam 302.04.462). Mollie B.V. ist bei der niederländischen Zentralbank De Nederlandsche Bank (DNB) als E-Geld-Institut lizenziert und registriert (Geschäftsnummer F0038, laut mollie.com/de/security, geprüft 26.09.2026) und steht damit unter europäischer Finanzaufsicht. Für die Kartendaten-Sicherheit ist Mollie nach eigener Angabe vollständig PCI-DSS Level 1 zertifiziert.

Wo werden meine Zahlungsdaten gespeichert?

Einen Serverstandort nennt Mollie öffentlich nicht. Die Security-Seite sagt dazu nur „Alle Daten werden vollständig verschlüsselt und sicher gehostet“, die Datenschutzerklärung nennt ebenfalls keinen Ort (beide geprüft 26.09.2026). Konkret wird nur der AVV: Sein Annex B listet je Dienst die Unterauftragsverarbeiter samt Ort – Google Cloud „EU (Multiregion)“ für Plattformdaten, Google Cloud „EU (Belgium, The Netherlands, Germany and Finland)“ fürs Dashboard, und für die Weiterleitung von Dispute-Daten unter anderem Rapyd mit „US / EEA (Iceland)“ (geprüft 30.08.2026). Drittland-Transfers außerhalb des EWR sichert Mollie laut Datenschutzerklärung über EU-Standardvertragsklauseln (SCC) ab.

Was kostet Mollie wirklich?

Mollie wirbt mit „keine monatlichen Gebühren, keine Verpflichtungen, keine versteckten Kosten“ – bezahlt wird nur pro erfolgreicher Transaktion. Beispiele (geprüft 26.09.2026, mollie.com/de/pricing): EU-Verbraucherkarten (Visa/Mastercard) 1,80 % + 0,25 €, SEPA-Lastschrift 0,35 €, SEPA-Banküberweisung 0,25 €, iDEAL 0,42 €, PayPal die PayPal-Gebühr + 0,10 €, Klarna in DE/AT/CH 2,99 % + 0,35 €. Die exakten Sätze variieren pro Zahlungsmethode und Kartenart. Wichtig: Die Aussage gilt für Online-Zahlungen. Für Kartenzahlung im Laden führt dieselbe Preisseite einen Tarif „Pro“ mit 20 €/Monat (daneben ein „Pay as you go“ ohne Grundgebühr, ausgewiesen mit „Kein Vertrag oder Verpflichtung“); ab 100.000 € Monatsvolumen verhandelt Mollie individuelle Volumenpreise nach IC++.

Ist Mollie DSGVO-konform für deutsche Shops?

Mollie ist ein EU-Anbieter mit Sitz in Amsterdam. Einen einzelnen Serverstandort nennt Mollie allerdings nirgends öffentlich – weder auf der Security-Seite noch in der Datenschutzerklärung. Konkret wird nur der AVV: Er ist unter mollie.com/de/legal/data-processing-agreement öffentlich abrufbar, gilt laut eigenem Wortlaut automatisch mit dem User Agreement, und sein Annex B nennt je Dienst die Unterauftragsverarbeiter samt Ort (siehe Frage zum Speicherort). An Nachweisen listet die Security-Seite SOC 2 Typ 2, PCI-DSS Level 1 mit Attestation of Compliance und ISAE 3402 Typ 2 (Prüfgesellschaft nicht genannt), dazu die Lizenzen bei DNB und FCA. Ein ISO 27001 steht dort nicht. Security-Seite, Datenschutzerklärung und AVV-Erreichbarkeit geprüft am 26.09.2026, Annex B am 30.08.2026.

Welche Zahlungsmethoden unterstützt Mollie?

Mollie listet u. a. Visa, Mastercard, American Express, Apple Pay, Google Pay, Bancontact, PayPal, SEPA-Lastschrift, SEPA-Banküberweisung, Klarna, Pay by Bank, TWINT, EPS, Przelewy24, BLIK, Multibanco, paysafecard und iDEAL. Apple Pay und Google Pay haben keine eigene Gebühr – die Rate richtet sich nach der zugrunde liegenden Kreditkarte.

Lässt sich Mollie in meinen Shop integrieren?

Ja. Mollie bietet offizielle Integrationen für gängige E-Commerce-Plattformen wie Shopify, Shopware, WooCommerce, Magento 2, PrestaShop, JTL, Odoo und OXID sowie native Anbindungen an CRM/Accounting-Tools (HubSpot, Xero) und Automatisierung (Zapier, Sendcloud). Zusätzlich gibt es eine eigene REST-API für individuelle Anbindungen.

Wie schnell und wie oft zahlt Mollie mein Geld aus?

Die Auszahlungsfrequenz ist pro Guthaben wählbar. Die Entwickler-Doku (docs.mollie.com/docs/payouts, geprüft 26.09.2026) nennt: jeden Arbeitstag, wöchentlich an einem festen Arbeitstag, monatlich am ersten Geschäftstag, manuell auf Abruf, dazu tägliche Auszahlung an 365 Tagen für Nutzer:innen eines Mollie Business Account sowie „Revenue Day Payouts“ (eine Auszahlung je Kalendertag). Voreingestellt ist wöchentlich mittwochs; einmal angestoßen, ist das Geld laut derselben Quelle binnen 1–2 Stunden auf dem Bankkonto. Bis die Gelder überhaupt auszahlbar sind, vergehen je nach Zahlungsmethode unterschiedlich viele Werktage – Banküberweisung und iDEAL am nächsten Werktag, Kartenzahlungen nach 5, Klarna und Billie nach 6, in3 nach 12 (laut Mollie-Help-Center, Stand Juli 2026; das Help-Center war am 26.09.2026 für unsere Abrufe gesperrt, die Zahlen sind also nicht nachgeprüft). Unterhalb von 500.000 € Jahresvolumen sind 5 Auszahlungen pro Monat kostenlos, jede weitere kostet 0,25 €; Auszahlungen in Fremdwährung kosten 1 % des Betrags (geprüft 26.09.2026).

Empfehlung

Für DACH-Onlineshops, die EU-Hosting und transaktionsbasierte Gebühren ohne Monatsfee über maximalen Funktionsumfang stellen, ist Mollie eine der saubersten europäischen Zahlungsdienstleister-Optionen – DNB-reguliert, PCI-DSS Level 1, mit breiter Methoden-Palette von SEPA bis Klarna.

Der ehrliche Vorbehalt: Mollie nennt keinen Verarbeitungsort. AVV und Zertifikate sind öffentlich – SOC 2 Typ 2, PCI-DSS Level 1, ISAE 3402 Typ 2 –, aber wo die Daten liegen, steht nirgends, und für Dispute-Daten führt der AVV mit Rapyd einen Dienstleister in „US / EEA (Iceland)“. Wer beides dokumentieren muss, fragt es vor dem Go-live ab. Für die meisten kleinen und mittleren DACH-Shops überwiegen die Vorteile des EU-regulierten, transaktionsbasierten Modells.

Für die Buchhaltungs-Anbindung passt Mollie zu DACH-Tools wie Sevdesk oder Lexware Office – die Zahlungsdaten lassen sich von dort aus weiterverarbeiten.

Mollie kostenlos starten →ab 0,25 € pro Transaktion (SEPA-Überweisung) · Karten ab 1,80 % + 0,25 €Kein Monats-/Setup-FeeNur erfolgreiche TransaktionenEU-Hosting laut AVV (Google Cloud)DNB-lizenziert
Taylor Liu

Verfasst von

IT-Student (TU Berlin) & SaaS-Tester

Ich bin Taylor, Informatik-Student in Berlin. ToolsPick habe ich gestartet, weil ich 2025 sechs Stunden lang versucht habe rauszufinden, ob Sevdesk oder Lexware Office besser passt, und alle Vergleichsseiten waren entweder bezahlte Marketing-Texte oder US-Reviews ohne Schimmer von GoBD. Also schreibe ich die Tests jetzt selbst.

Mehr über unseren Testprozess →