Mollie Test 2026 — der EU-Zahlungsdienstleister für DACH-Shops
Mollie ist der niederländische Gegenentwurf zu Stripe und PayPal: ein DNB-lizenzierter Zahlungsdienstleister mit EU-Hosting, transaktionsbasierten Gebühren ohne Monatsfee und einer breiten Methoden-Palette von SEPA bis Klarna. Diese redaktionelle Analyse prüft, was Mollie für DACH-Onlineshops taugt — und wo die Grenzen liegen.
Veröffentlicht: 2026-06-26 · Recherche auf Basis von mollie.com/de (Stand Juni 2026), der öffentlichen Pricing-Seite und Anbieter-Dokumentation — research-basiert, keine eigene Hands-on-Praxis.
Empfohlen für DACH-Shops, die EU-Hosting und transaktionsbasierte Gebühren ohne Monatsfee über maximalen Funktionsumfang stellen.
DSGVO-konform · Niederlande (EU)
EU-Server (NL) · DNB-lizenziert (F0038) · PCI-DSS Level 1 · SCC für Drittland
Mollie kostenlos starten →Wie diese Analyse entstand
Diese Einordnung ist eine redaktionelle Analyse — research-basiert, ohne eigene Hands-on-Praxis mit einem produktiven Mollie-Händlerkonto. Grundlage sind ausschließlich offizielle Mollie-Primärquellen (Stand Juni 2026):
- Gebühren-Verifikation: die öffentliche Pricing-Seite (mollie.com/de/pricing) — jede Gebührenzeile einzeln geprüft, nicht aus Erinnerung übernommen.
- Anbieter & Regulierung: das deutsche Impressum (Rechtsentität Mollie B.V., Handelsregister, Geschäftsleitung) sowie die Security-Seite (DNB-Lizenz, PCI-DSS).
- Datenschutz: die Privacy- und Security-Seiten zu Server-Standort, AVV und SCC.
- Integrationen & Methoden: die offizielle Integrations-Übersicht und die Zahlungsmethoden-Liste der Pricing-Seite.
- Affiliate-Status: die Partner-Programm-Seiten plus Help-Center zum Merchant-Referral-Schema.
Was diese research-basierte Methodik nicht liefert: eigene Erfahrungswerte zur Auszahlungsgeschwindigkeit, zur Dashboard-Ergonomie im Live-Betrieb oder zur Support-Reaktionszeit. Wo unten Gebühren oder Funktionen beschrieben werden, basieren sie auf Anbieter-Dokumentation, nicht auf selbst gemessenen Werten. Einzelne Methoden-Sätze (etwa SOFORT, das im Zuge der Klarna-Zusammenführung verschwunden ist, oder die isolierte iDEAL-Rate) ließen sich auf der aktuellen Pricing-Seite nicht sauber bestätigen und werden hier bewusst weggelassen statt geraten.
Gebühren im Überblick
Mollies Grundprinzip laut Anbieter: „Keine monatlichen Gebühren, keine Verpflichtungen, keine versteckten Kosten. Mit Mollie zahlen Sie nur für erfolgreiche Transaktionen." Es gibt also weder Setup- noch Monatsfee — abgerechnet wird pro Zahlung, und der Satz hängt von der Methode (und bei Karten von der Kartenart) ab. Die folgenden Sätze sind Listenwerte der deutschen Pricing-Seite (Stand Juni 2026).
Karten & Wallets
ab 1,80 % + 0,25 €
EU-Verbraucherkarten Visa/Mastercard
- EU-Verbraucherkarten: 1,80 % + 0,25 €
- Kommerzielle EWR-Karten: 2,90 % + 0,25 €
- Nicht-EWR-Karten: 3,25 % + 0,25 €
- American Express: 2,90 % + 0,25 €
- Apple Pay / Google Pay: Rate = Kartenrate
Bank & SEPA
ab 0,25 €
der Sweet-Spot für DACH-Stammkunden
- SEPA-Banküberweisung: 0,25 €
- SEPA-Lastschrift: 0,35 €
- Bancontact: 1,40 % + 0,25 €
- PayPal: PayPal-Gebühr + 0,10 €
- Pay by Bank verfügbar
BNPL & lokal
ab 2,99 % + 0,35 €
Klarna & regionale Methoden
- Klarna DE/AT/CH: 2,99 % + 0,35 €
- TWINT: 2,30 % + 0,25 €
- EPS: 1,50 % + 0,25 €
- Przelewy24 / BLIK / Multibanco verfügbar
- paysafecard: 15 %
Stand Juni 2026 · Listenpreise laut mollie.com/de/pricing · kein Monats-/Setup-Fee · abgerechnet wird nur pro erfolgreicher Transaktion · die exakten Sätze variieren pro Methode und Kartenart · alternativ gibt es ein Blended-Pricing-Modell (Sammelgebühr pro Transaktion).
Hinweis zur Vollständigkeit: Mollie führt darüber hinaus auszahlungsbezogene Gebühren, die laut Pricing-Seite berechnet werden, wenn weniger als 500.000 € pro Jahr verarbeitet werden. Wer hohe Volumina abwickelt, sollte das Blended-Pricing als Alternative direkt bei Mollie durchrechnen lassen.
Auf einen Blick
| Anbieter | Mollie B.V. (Amsterdam, Keizersgracht 126) |
|---|---|
| Handelsregister | Amsterdam, 302.04.462 · USt-IdNr. NL81.58.39.091.B01 |
| Regulierung | DNB-lizenziertes Zahlungsinstitut (Geschäftsnummer F0038) |
| Server-Standort | Niederlande — Kartendaten laut Anbieter garantiert auf NL-Servern |
| PCI-DSS | Vollständig PCI-DSS Level 1 zertifiziert (Anbieterangabe) |
| AVV / DSGVO | Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung wird vertraglich abgeschlossen |
| Drittland-Transfer | Abgesichert über EU-Standardvertragsklauseln (SCC) |
| Monats-/Setup-Fee | Keine — nur Gebühr pro erfolgreicher Transaktion |
| Karten (EU-Verbraucher) | 1,80 % + 0,25 € (Visa/Mastercard) |
| SEPA-Lastschrift | 0,35 € pro Transaktion |
| SEPA-Überweisung | 0,25 € pro Transaktion |
| Klarna (DE/AT/CH) | 2,99 % + 0,35 € |
| Zahlungsmethoden | Visa, Mastercard, Amex, Apple/Google Pay, Bancontact, PayPal, SEPA, Klarna, Pay by Bank, TWINT, EPS, iDEAL, Przelewy24, BLIK, Multibanco, paysafecard u. a. |
| Shop-Integrationen | Shopify, WooCommerce, Magento 2, JTL, Odoo, OXID + HubSpot/Xero/Zapier/Sendcloud |
| API | Eigene REST-API für individuelle Anbindungen |
| Marktstellung | Über 250.000 Unternehmen (Anbieterangabe), gegründet vor ~20 Jahren |
Was Mollie stark macht
1. EU-Hosting + DNB-Regulierung als DSGVO-Fundament
Mollies stärkstes Argument für DACH-Shops ist die europäische Aufstellung: Anbieter ist die Mollie B.V. aus Amsterdam, reguliert als Zahlungsinstitut durch die niederländische Zentralbank De Nederlandsche Bank (DNB, Geschäftsnummer F0038). Kartendaten werden laut Anbieter garantiert auf niederländischen Servern gespeichert, und Mollie folgt den Richtlinien der Europäischen Bankenaufsicht zur Sicherheit bei Internet-Zahlungen. Für DACH-Onlineshops bedeutet das einen klaren Unterschied zu US-Dienstleistern wie Stripe oder PayPal: kein Drittland-Transfer als Standard, sondern EU-Verarbeitung — Drittland-Fälle sind über SCC abgesichert.
2. Transaktionsbasiertes Pricing ohne Monatsfee
Mollie verlangt weder Setup- noch Monatsgebühr — bezahlt wird ausschließlich pro erfolgreicher Transaktion. Für kleine und saisonale Shops ist das fairer als fixe Monatspakete: In umsatzschwachen Monaten entstehen keine Grundkosten. Die Sätze sind transparent pro Methode gelistet (z. B. EU-Verbraucherkarten 1,80 % + 0,25 €, SEPA-Lastschrift 0,35 €), und es gibt optional ein Blended-Pricing-Modell für planbarere Sammelgebühren.
3. Breite Methoden-Palette inklusive DACH-Klassiker
Mollie deckt die für den DACH-Raum wichtigen Zahlarten ab: SEPA-Lastschrift und -Überweisung, Kreditkarten, PayPal, Klarna (mit länderspezifischen Sätzen für DE/AT/CH), Apple Pay und Google Pay, dazu regionale Methoden wie TWINT (Schweiz), EPS (Österreich) und iDEAL (Niederlande). Diese Breite spart vielen Shops den parallelen Betrieb mehrerer Dienstleister — gerade die SEPA-Abdeckung ist für deutsche Stammkundenkäufe ein Pluspunkt.
4. PCI-DSS Level 1 für die Karten-Sicherheit
Für die sicherheitskritische Kartendaten-Verarbeitung ist Mollie nach eigener Angabe vollständig PCI-DSS Level 1 zertifiziert — die höchste Stufe des Payment Card Industry Data Security Standard. Zusammen mit der DNB-Aufsicht ergibt das ein belastbares Sicherheits-Fundament, das Händler nicht selbst aufbauen müssen.
5. Native Anbindung an gängige Shop- und Backoffice-Systeme
Mollie listet offizielle Integrationen für die im DACH-Raum verbreiteten E-Commerce-Plattformen — Shopify, WooCommerce, Magento 2, JTL, Odoo, OXID — sowie native Anbindungen an HubSpot, Xero, Zapier und Sendcloud. Wer kein fertiges Plugin findet, kann über die eigene REST-API anbinden. Das senkt die technische Hürde beim Wechsel von einem anderen Zahlungsdienstleister deutlich.
Zwischenfazit: Wenn EU-Hosting und transaktionsbasierte Gebühren ohne Monatsfee für deinen Shop zählen, ist Mollie eine der saubersten europäischen PSP-Optionen — kein Setup-Fee, abgerechnet wird nur pro erfolgreicher Zahlung.
Wo es Grenzen gibt
1. Öffentliche Zertifikats-Dokumentation ist dünn
Auf der deutschen Security-Seite sind nur PCI-DSS Level 1 und die DNB-Aufsicht öffentlich dokumentiert. ISO-27001- oder SOC-2-Zertifikate ließen sich zum Prüfzeitpunkt nicht öffentlich nachweisen — was nicht heißt, dass es sie nicht gibt, sondern dass sie nicht frei einsehbar verlinkt sind. Für Unternehmen mit formalem Lieferanten-Audit kann das ein Nachsetzen beim Anbieter bedeuten.
2. Kein frei downloadbares Standalone-AVV
Laut Privacy-Seite schließt Mollie eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung ab, ein direkt herunterladbares AVV-PDF war zum Prüfzeitpunkt jedoch nicht an der erwarteten URL verlinkt (HTTP 404). Wer ein unterschriebenes AVV für die eigene Datenschutz-Dokumentation braucht, muss es voraussichtlich aktiv anfordern statt es einfach herunterzuladen.
3. Gebühren-Detailtiefe je nach Methode unterschiedlich
Während die Kern-Methoden (Karten, SEPA, Klarna) sauber bepreist sind, ließen sich einzelne Sätze nicht eindeutig isolieren — etwa die separate iDEAL-Rate oder die frühere SOFORT-Gebühr, die im Zuge der Klarna-Zusammenführung verschwunden ist. Für Shops mit Fokus auf diese Methoden lohnt der Blick in den Vertrag oder eine direkte Rückfrage, statt sich auf Drittquellen zu verlassen.
4. Auszahlungs- und Volumen-Logik will durchgerechnet werden
Es gibt auszahlungsbezogene Gebühren unterhalb von 500.000 € Jahresvolumen sowie ein alternatives Blended-Pricing-Modell. Welches Modell günstiger ist, hängt vom Methoden-Mix und Volumen ab — Mollie ist hier nicht „eine Zahl für alle", sondern erfordert eine kurze Kalkulation für den eigenen Shop.
DSGVO & Regulierung im Detail
Regulierung & Aufsicht
- Mollie B.V. ist bei der De Nederlandsche Bank (DNB) als Zahlungsinstitut lizenziert und registriert (Geschäftsnummer F0038)
- Verantwortliche Aufsichtsbehörde ist die DNB; Mollie befolgt die Richtlinien der Europäischen Bankenaufsicht zur Sicherheit bei Internet-Zahlungen
- Vollständig PCI-DSS Level 1 zertifiziert für die Kartendaten-Verarbeitung (Anbieterangabe)
DSGVO & Datenfluss
- Kartendaten werden laut Anbieter garantiert auf niederländischen Servern in stark geschützten Rechenzentren gespeichert
- Mollie schließt mit seinen Auftragsverarbeitern eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV) ab
- Drittland-Transfers außerhalb des EWR werden über EU-Standardvertragsklauseln (SCC) abgesichert
- Achtung — Dokumentations-Lücke: Ein öffentliches Standalone-AVV-PDF war zum Prüfzeitpunkt nicht an der erwarteten URL verlinkt, und ISO-27001/SOC-2 sind auf der DE-Security-Seite nicht öffentlich ausgewiesen. Für eine konservative DSFA sollten AVV und etwaige Zertifikate direkt beim Anbieter angefordert und dokumentiert werden.
Praktisch: Für DACH-Onlineshops ist Mollie als EU-regulierter Anbieter eine DSGVO-freundliche Wahl gegenüber US-PSPs. Wer in einer stark regulierten Branche (Gesundheit, Finanzen, öffentliche Hand) arbeitet oder ein formales Lieferanten-Audit durchläuft, sollte vorab klären, ob Mollie die geforderten Zertifikats- und AVV-Nachweise auf Anforderung bereitstellt.
Zahlungsmethoden & Integrationen
Unterstützte Zahlungsmethoden
Mollie listet auf der Pricing-Seite eine breite Methoden-Palette: Visa, Mastercard, American Express, Apple Pay, Google Pay, Bancontact, PayPal, SEPA-Lastschrift, SEPA-Banküberweisung, Klarna, Pay by Bank, TWINT, EPS, Przelewy24, BLIK, Multibanco, paysafecard sowie iDEAL. Apple Pay und Google Pay haben keine eigene Gebühr — die Rate richtet sich nach der zugrunde liegenden Kreditkarte. Für DACH-Shops besonders relevant: SEPA (deutsche Stammkunden), Klarna (BNPL), TWINT (Schweiz) und EPS (Österreich).
Shop- und Backoffice-Integrationen
Offiziell integriert sind die im DACH-Raum gängigen E-Commerce-Plattformen Shopify, WooCommerce, Magento 2, JTL, Odoo und OXID. Darüber hinaus gibt es native Anbindungen in weiteren Kategorien — CRM (HubSpot), Accounting/ERP (Xero), Automatisierung (Zapier) und Versand (Sendcloud). Für Plattformen ohne fertiges Plugin steht die Mollie-REST-API zur individuellen Anbindung bereit.
Hinweis: Eine explizite Shopware-Integration war in der deutschen Integrations-Übersicht zum Prüfzeitpunkt nicht als eigener Eintrag geführt. Wer Mollie mit Shopware betreiben will, sollte die Verfügbarkeit direkt prüfen statt sie vorauszusetzen.
Für wen lohnt sich Mollie?
Gut geeignet für…
- DACH-Onlineshops, die EU-Hosting gegenüber US-PSPs bevorzugen
- Kleine & saisonale Shops (kein Monats-/Setup-Fee)
- Händler mit breitem Methoden-Bedarf (SEPA, Klarna, TWINT, EPS, iDEAL)
- Shopify-/WooCommerce-/JTL-/Magento-Betreiber mit fertigem Plugin-Bedarf
- Wer transaktionsbasierte Transparenz über fixe Pakete stellt
Eher nicht für…
- Unternehmen mit formalem Audit-Bedarf (ISO/SOC2 nicht frei dokumentiert)
- Wer ein sofort downloadbares Standalone-AVV-PDF erwartet
- Shops, deren Hauptmethoden eine eindeutige, vorab fixierte Einzelrate brauchen
- Sehr hohe Volumina ohne vorherige Blended-Pricing-Kalkulation
Häufig gestellte Fragen
Wer steckt hinter Mollie und wie ist der Anbieter reguliert?
Mollie wird von der Mollie B.V. betrieben, einem Unternehmen aus Amsterdam (Keizersgracht 126, Handelsregister Amsterdam 302.04.462). Mollie B.V. ist bei der niederländischen Zentralbank De Nederlandsche Bank (DNB) als Zahlungsinstitut lizenziert und registriert (Geschäftsnummer F0038) und steht damit unter europäischer Finanzaufsicht. Für die Kartendaten-Sicherheit ist Mollie nach eigener Angabe vollständig PCI-DSS Level 1 zertifiziert.
Wo werden meine Zahlungsdaten gespeichert?
Laut Anbieter werden Kartendaten garantiert auf niederländischen Servern in stark geschützten Rechenzentren gespeichert. Mollie befolgt die Richtlinien der Europäischen Bankenaufsicht zur Sicherheit bei Internet-Zahlungen und steht unter DNB-Aufsicht. Für Drittland-Transfers außerhalb des EWR setzt Mollie EU-Standardvertragsklauseln (SCC) ein. Das EU-Hosting ist der zentrale DSGVO-Vorteil gegenüber US-Zahlungsdienstleistern.
Was kostet Mollie wirklich?
Mollie wirbt mit „keine monatlichen Gebühren, keine Verpflichtungen, keine versteckten Kosten“ — bezahlt wird nur pro erfolgreicher Transaktion. Beispiele (Stand Juni 2026, laut mollie.com/de/pricing): EU-Verbraucherkarten (Visa/Mastercard) 1,80 % + 0,25 €, SEPA-Lastschrift 0,35 €, SEPA-Banküberweisung 0,25 €, PayPal die PayPal-Gebühr + 0,10 €, Klarna in DE/AT/CH 2,99 % + 0,35 €. Die exakten Sätze variieren pro Zahlungsmethode und Kartenart.
Ist Mollie DSGVO-konform für deutsche Shops?
Mollie ist ein EU-Anbieter (Niederlande) mit niederländischem Server-Standort für Kartendaten und schließt mit seinen Auftragsverarbeitern eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV) ab. Das ist für DACH-Shops grundsätzlich DSGVO-freundlicher als US-Dienstleister. Ein öffentlich downloadbares Standalone-AVV-Dokument war zum Prüfzeitpunkt nicht an der erwarteten URL verlinkt; ISO-27001- oder SOC-2-Zertifikate sind auf der deutschen Security-Seite nicht öffentlich dokumentiert (nur PCI-DSS Level 1 + DNB-Aufsicht). Wer ein formales AVV oder Zertifikat braucht, sollte es direkt bei Mollie anfordern.
Welche Zahlungsmethoden unterstützt Mollie?
Mollie listet u. a. Visa, Mastercard, American Express, Apple Pay, Google Pay, Bancontact, PayPal, SEPA-Lastschrift, SEPA-Banküberweisung, Klarna, Pay by Bank, TWINT, EPS, Przelewy24, BLIK, Multibanco, paysafecard und iDEAL. Apple Pay und Google Pay haben keine eigene Gebühr — die Rate richtet sich nach der zugrunde liegenden Kreditkarte.
Lässt sich Mollie in meinen Shop integrieren?
Ja. Mollie bietet offizielle Integrationen für gängige E-Commerce-Plattformen wie Shopify, WooCommerce, Magento 2, JTL, Odoo und OXID sowie native Anbindungen an CRM/Accounting-Tools (HubSpot, Xero) und Automatisierung (Zapier, Sendcloud). Zusätzlich gibt es eine eigene REST-API für individuelle Anbindungen.
Hat Mollie ein Affiliate- oder Partnerprogramm?
Mollie betreibt ein hauseigenes Agentur-/Partnerprogramm mit Partner-Levels (Partner, Silver, Gold, Platinum). Die konkreten Provisionssätze sind nicht öffentlich — sie werden im individuellen Partner-Agreement vereinbart. Zusätzlich gibt es ein Merchant-Referral-Programm, bei dem werbender und geworbener Händler je 100 € Guthaben erhalten, sobald der neue Händler innerhalb von 60 Tagen 100 € Umsatz verarbeitet (aktuell nur für ausgewählte Bestandskunden). Ein Awin-Programm betreibt Mollie nach unserer Prüfung nicht.
Empfehlung
Für DACH-Onlineshops, die EU-Hosting und transaktionsbasierte Gebühren ohne Monatsfee über maximalen Funktionsumfang stellen, ist Mollie eine der saubersten europäischen Zahlungsdienstleister-Optionen — DNB-reguliert, PCI-DSS Level 1, mit breiter Methoden-Palette von SEPA bis Klarna.
Der ehrliche Vorbehalt: Zertifikats- und AVV-Dokumentation sind nicht frei einsehbar. Wer ein formales Lieferanten-Audit durchläuft oder ein unterschriebenes AVV-PDF braucht, sollte das vor dem Go-live direkt bei Mollie anfordern. Für die meisten kleinen und mittleren DACH-Shops überwiegen die Vorteile des EU-regulierten, transaktionsbasierten Modells.
Für die Buchhaltungs-Anbindung passt Mollie zu DACH-Tools wie Sevdesk oder Lexware Office — die Zahlungsdaten lassen sich von dort aus weiterverarbeiten.