Personio Review 2026: DACH-HR-Software im Vergleich
Personio ist seit Jahren der DACH-HR-Marktführer für KMU und Mittelstand (50-500 Mitarbeitende). Grundlage dieser Einordnung: öffentliche Anbieter-Dokumentation, DACH-Praktiker-Berichte und Markt-Analyse.
Veröffentlicht: 2026-05-20 · Basis: Anbieter-Dokumentation, Markt-Berichte, DACH-Praktiker-Stimmen.
DACH-Standard für 50-500-MA-Mittelstand mit DATEV-Lohnabrechnung.
Die Gesamtnote gewichtet diese Dimensionen redaktionell – sie ist kein Mittelwert der Balken und liegt immer innerhalb ihrer Spannweite. Wie wir bewerten
DSGVO-konform · EU · Region nicht veröffentlicht
DE-Anbieter · ISO-27001 · DATEV-LODAS + DATEV-LUG
Personio kostenfreie Demo buchen →So entstand diese Analyse
Methodik dieser Einordnung:
- DATEV-Anbindung: Personio-DATEV-Connector-Dokumentation + DATEV-Marktplatz-Eintrag verifiziert. Praxis-Berichte von Steuerberatern in Steuerberater-Foren ausgewertet.
- Compliance-Verifikation: personio.com/security am 08.08.2026 geprüft. Wortlaut dort: ISO 27001 zertifiziert, die Konformität wird jährlich von einer unabhängigen Drittanbieter-Prüffirma bestätigt. Der Name der Prüffirma wird nicht genannt. Weitere ISO-Normen (27017, 27018) führt Personio dort nicht auf.
- Pricing-Verifikation: Am 28.10.2026 erneut geprüft – personio.de/plaene nennt drei Ab-Preise: „HR + Payroll Plattform ab 14 €“ bis 49 Mitarbeitende, „HR-Lösungen ab 7,60 €“ und „Payroll ab 5 €“ ab 50 Mitarbeitenden, jeweils pro Monat und Mitarbeitendem; die 14 € gelten laut Fußnote für „Core Pro + Expert“ bei jährlicher Zahlungsweise, exklusive einer zusätzlichen Steuerberatergebühr. Die Tarife Core und Core Pro tragen keinen eigenen Preis, beide führen auf „Demo buchen“. Frühere Fassungen dieser Seite nannten hier eine Spanne von 10-15 €/MA/Mo aus Praktiker-Berichten – diese Schätzung steht nicht mehr im Text.
- Module-Funktionalität: Personio-Produkt-Tour-Videos + Webinare zu Onboarding-Workflows, Recruiting-ATS, Performance-Management.
- Marktposition: G2-DACH-Filter + r/HumanResources + DACH-HR-Communities (z. B. PERSOBLOGGER, HR-Today) für Praktiker-Vergleiche zu Workday/BambooHR.
Was diese Methodik nicht liefert: Eigene Mehrmonats-Praxis in einem realen Mittelstand, eigene DATEV-Export-Erfahrung über 6 Lohnabrechnungs-Zyklen oder persönliche Sales-Verhandlung mit Personio.
Wer Personio nutzt – und wer nicht
Personio passt zu dir, wenn: du in Deutschland sitzt, mindestens ~30 Mitarbeitende hast, mit einem deutschen Steuerberater oder einer Lohnbuchhaltung über DATEV arbeitest und einen DSGVO-Audit zumindest zwischen den Zähnen führen kannst. Klassische Persona: Mittelständischer Maschinenbauer mit 120 MA, Anwaltskanzlei mit 40 MA, Werbeagentur mit 50 MA, Tech-Scale-Up ab 80 MA.
Personio passt nicht zu dir, wenn: du unter 20 Mitarbeitende hast (Pricing nicht wettbewerbsfähig), du eine reine US-Tech-Kultur ohne DACH-Lohnabrechnung hast (BambooHR ist dann besser), oder wenn du nur ATS brauchst ohne den HR-Rest (Recruitee oder Greenhouse sind dann fokussierter).
Zwischenfazit: Personio nennt nur Ab-Preise (14 € bis 49 MA für „Core Pro + Expert“ bei jährlicher Zahlung, 7,60 € ab 50 MA) – den Tarifpreis bekommst du nach einer 30-Min-Demo als individuelles Angebot. Für 50+-MA-Setups ist der Aufwand fast immer gerechtfertigt.
Auf einen Blick
| Anbieter | Personio SE & Co. KG (München) – gegründet 2015 |
|---|---|
| Server-Standort | EU – „Alle durch unsere Kunden in Personio erfassten personenbezogenen Daten werden in der Europäischen Union gespeichert“ (Datenschutzerklärung, geprüft 30.08.2026); Region nicht veröffentlicht |
| Zielgruppe | Laut Personio „Unternehmen mit 10 bis 10.000 Mitarbeitenden“ (Preis-FAQ, geprüft 04.11.2026) |
| Audits | ISO/IEC 27001:2022, ISO/IEC 27001 SoA und ISO/IEC 27017:2015 laut Trust Center. personio.com/security sagt zur Wiederholung wörtlich: „compliance is validated by an independent third-party audit firm on an annual basis“ (geprüft 27.09.2026). Die Prüfgesellschaft nennt keine der beiden Seiten |
| Module | Core HR, Recruiting (ATS), Performance, Time Tracking, Payroll-Integration |
| DATEV-Anbindung | Schnittstelle zu DATEV LODAS sowie DATEV Lohn und Gehalt (laut Personio) |
| Kostenlos testen | Test-Account für 14 Tage, ohne Kreditkarte, endet automatisch; alternativ Demo mit dem Vertrieb |
| Lohn-Integrationen | Im Personio-Marketplace (Kategorie Lohnbuchhaltung) für Deutschland: DATEV, Addison, ADP AdvancedPay (Paisy); außerdem u. a. BMD, PayFit, SwissSalary und für Großbritannien Sage 50 Payroll (geprüft 04.11.2026) |
| Self-Service | Web-App + iOS + Android (Mitarbeiter-Portal) |
| Recruiting | Multi-Channel-Job-Distribution, Karriere-Seite, Talent-Pool, DSGVO-Löschung |
| Performance-Management | 360°-Feedback, OKRs, Goals, 1:1-Templates |
| API | REST + Webhooks, gut dokumentiert |
| SSO | SAML (Google Workspace, Microsoft Entra ID, Okta) |
| Support | Keine Hotline – Rückruf-Termin aus der Software, Mo-Fr 9-18 Uhr, nur für Kontoinhabende, Vertrags- und Payroll-Verantwortliche; Nachricht ans Support-Team; 7-20 Uhr erst im kostenpflichtigen Add-on Premium Support |
| Mindest-Vertragslaufzeit | Laut AGB monatlich (mindestens 1 Monat) oder jährlich (Jahresabo mindestens 12 Monate); Kündigung 15 bzw. 90 Tage vor der Verlängerung |
Was Personio strukturell stark macht
1. DATEV-Integration ist die Killer-Funktion
Monatlicher Lohn-Export an den Steuerberater: 3 Klicks, eine strukturierte DATEV-LODAS-Datei, fertig. Laut Anbieter-Dokumentation und Praktiker-Berichten läuft das in der Regel ohne manuelle Nacharbeit. Das ist der Grund, warum DACH-Mittelstand Personio gegenüber BambooHR/Workday wählt – internationale HR-Suiten haben das oft nur über Drittanbieter-Connectors mit Reibungsverlust.
2. Personalakte-Management ist audit-tauglich
Granulare Berechtigungen (HR, Manager, Mitarbeiter:in selbst, Steuerberater mit Read-only), DSGVO-konforme Löschungs-Workflows nach Ablauf gesetzlicher Fristen (10 Jahre für Lohn-Daten, 6 Jahre für Bewerbungen). Audit-Logs dokumentieren jeden Zugriff.
3. Onboarding-Workflows mit Equipment-Tracking
Neue Mitarbeitende durchlaufen vor dem ersten Arbeitstag automatisierte Schritte: Vertragsunterschrift via DocuSign-Connector, Equipment-Bestellung (Laptop, Monitor) mit Status-Tracking, Account-Provisioning-Triggers an Google Workspace via Webhook. Reduziert HR-Arbeit pro Onboarding spürbar – typischer ROI bei größerem Hiring-Volumen.
4. Self-Service entlastet HR-Team
Urlaubsanträge, Krankmeldungen, Adressänderungen, Gehaltsabrechnungs-Downloads – alles über das Mitarbeiter-Portal ohne HR-Ticket. In einem typischen 80-MA-Setup spart das HR-Team mehrere Stunden pro Woche an wiederkehrenden Anfragen ein.
5. Support läuft als Rückruf, nicht über eine Hotline
Personio veröffentlicht keine Support-Hotline: Die einzige auf den geprüften Anbieter-Seiten genannte Rufnummer steht im Footer der Kontaktseite unter „Noch kein Kunde?“ und gehört damit zum Vertrieb, das Impressum nennt gar keine. Telefonkontakt für Kundinnen und Kunden gibt es als Rückruf-Termin aus der Software heraus – im inbegriffenen Core Support „Mo – Fr von 9:00 bis 18:00 Uhr“ und nur für Kontoinhabende, Vertrags- und Payroll-Verantwortliche; Personio schreibt dazu „Rückruf anfordern – ohne Warten, ohne Musik“ (personio.de/personio-support, geprüft 25.09.2026). Verlängerte Zeiten von 7:00 bis 20:00 Uhr und Rückruf binnen 15 Minuten bringt erst das kostenpflichtige Add-on Premium Support, dessen SLA den Support wahlweise am Standort München oder Dublin zusichert (Wahl bei Buchung) und für beide Standorte Support auf Deutsch und Englisch nennt. Für den inbegriffenen Core Support sagt Personio zur Sprache nichts. Wochenende und Feiertage sind ausgenommen: „Personio bietet derzeit keine Abdeckung an Wochenenden oder Feiertagen an.“
Wo es schwierig wird
1. Pricing ist intransparent
Personio nennt Ab-Preise, aber keine Tarifpreise. Was Core oder Core Pro für ein konkretes Setup kosten, klärt erst die Sales-Verhandlung. Für KMU unter 30 Mitarbeitende selten wettbewerbsfähig gegenüber kleineren Anbietern. Verhandlungstipp: Mehrere konkurrierende Angebote (BambooHR, Workday) parallel einholen und gegen Personio ausspielen.
2. Performance-Management-Module sind oberflächlich
Die OKR- und 1:1-Funktionalität ist solide aber nicht so tief wie bei dedizierten Tools (Lattice, 15Five). Wer ernsthaft Performance-Management digitalisieren will, kombiniert Personio (Core HR + Payroll) mit Lattice (Performance) – der Doppel-Tool-Stack kostet aber dann auch entsprechend.
3. Mindest-Vertragslaufzeit als Hürde
Im Jahresabo gelten laut Preisseite 12 Monate Mindestlaufzeit, die Verlängerung um ein Jahr lässt sich laut AGB nur mit 90 Tagen Frist kündigen, und für Downgrades gelten dieselben Fristen. Bei schrumpfender Belegschaft (Recession, Re-Org) lässt sich im Jahresabo also nicht kurzfristig nach unten skalieren; die AGB sehen alternativ eine monatliche Laufzeit vor. Verhandlungstipp: Skalierungs-Klauseln aushandeln, die zumindest jährlich eine Anpassung erlauben.
4. Integrations-Marktplatz kleiner als US-Konkurrenz
Im Vergleich zu Workday oder BambooHR ist die Integrations-Bibliothek überschaubar. DACH-relevante Tools sind gut abgedeckt (DATEV, Lexware, Slack, Microsoft 365), aber Nischen-Tools brauchen oft individuelle API-Integration.
Personio im Alltag: typische Einsatzszenarien
Illustrative Szenarien auf Basis von Anbieter-Doku und Nutzerberichten – die Zeitangaben sind grobe Richtwerte, keine eigene Messung.
Eine Review allein zeigt nicht, wie sich ein HR-System im Mittelstands-Alltag anfühlt. Hier eine ehrliche Tag-im-Leben-Beschreibung basierend auf Berichten aus dem DACH-HR-Markt (PERSOBLOGGER-Community + Personio-Praktiker-Interviews aus Capterra-/G2-Reviews).
Manager-Tagesstart (~5 Min)
Personio Web-App öffnen → Dashboard zeigt offene Genehmigungen (Urlaubsanträge, Krankmeldungen, Reise-Buchungen) + Erinnerungen (Probezeit-Reviews, Geburtstage, Onboarding-Status). Mit deutscher UI: alle Standard-Bezeichnungen (Urlaub, Lohn, Stunden) korrekt lokalisiert – kein "Englisch-Übersetzungs-Mismatch" wie bei US-Tools (BambooHR). Genehmigungen mit 1 Klick.
HR-Wochenroutine (~30 Min/Woche)
Wöchentliche Routine: Open-Job-Pipelines sichten, neue Bewerbungen verteilen, Probezeit-Status-Updates an Manager schicken, Geburtstags-/Jubiläums-Erinnerungen versenden. Performance-Review-Zyklus-Reminders bei laufenden Quartal-Reviews. Laut Praktiker-Berichten: in einem typischen 80-MA-Setup schätzen HR-Teams die aktive Verwaltungs-Arbeit auf ~30 Min/Woche. Bei Excel/Notion-Lösungen typisch 2-3× länger.
Monatsende-Lohnabrechnung (~15 Min via DATEV-Connector)
Das ist Personio's Killer-Workflow im DACH-Markt: Personio → Lohn → Export-Modul → DATEV-LODAS-Datei generieren → per E-Mail an Steuerberater. Laut Anbieter-Angaben und Praktiker-Schätzungen dauert das in einem typischen 80-MA-Setup ~15 Min (Daten-Validation + Export + Send). Bei BambooHR via CSV-Workaround: ~45-60 Min Excel-Aufbereitung. Laut Markt-Berichten ergibt das über 12 Monate ~6-9 Stunden HR-Zeit-Ersparnis durch native DATEV-Anbindung.
Onboarding neuer Mitarbeiter (~2 Std Setup einmalig)
Pre-Onboarding-Workflow: HR-Team legt neuen MA an → Personio triggert E-Vertrag via DocuSign → Equipment-Bestellung-Workflow → Google-Workspace-Account-Anlage via SSO-Connector. Manager-Dashboard zeigt Onboarding-Status real-time. Bei strukturierten Onboarding-Templates: ~2 Std HR-Aufwand pro neuem MA (vs ~4-6 Std bei E-Mail-/Excel-Workflows).
Quartals-Performance-Review (~2h aktive HR-Orchestrierung)
Personio's Performance-Modul orchestriert OKR-Reviews + 360°-Feedback + Calibration-Meetings via Templates. Bei 80-MA-Setup: ~2h HR-Orchestrierungs-Zeit pro Quartal. Manager investieren parallel ~3-4h pro Direktreport. Vergleich BambooHR: dort sind die Performance-Module tiefer (Lattice-Niveau), aber bei Personio reichen sie für DACH-Mittelstand mit Standard-Performance-Kultur.
DSGVO-Aktenführung (~10 Min/Monat passiv)
Audit-Logs zeigen jeden Zugriff auf Personalakten (Manager öffnet Gehalts-Info, HR ändert Adresse etc.). Granulare Berechtigungs-Konzepte sind in Personio standard – bei Audit-Anfrage: 10 Min Report-Generierung pro Mitarbeiter. DSGVO-konforme Löschungs-Workflows triggern automatisch nach Aufbewahrungsfristen (10 Jahre für Lohn-Daten, 6 Jahre für Bewerbungs-Daten).
Für wen lohnt sich Personio?
Gut geeignet für…
- DACH-Mittelstand 50-500 MA mit DATEV-Lohnabrechnung
- Klassische GmbHs mit deutscher Steuerberatungs-Beziehung
- Anwaltskanzleien / Steuerberatungs-Kanzleien (Vertraulichkeits-Fokus)
- DACH-Mittelständler, denen ein Rückruf Mo-Fr 9-18 Uhr reicht (Hotline gibt es keine)
- Setups mit DSGVO-Audit-Pflicht (ISO-27001, NIS-2)
Eher nicht für…
- Unter 30 MA (Sales-Pricing-Modell nicht wettbewerbsfähig)
- Internationale Tech-Scale-Ups mit Englisch als Working-Language (→ BambooHR)
- Setups die nur Recruiting digitalisieren wollen (→ Recruitee)
- Bootstrap-Teams ohne strukturiertes HR-Budget
- Tief-OKR-getrieben Performance-Kultur (→ BambooHR + Lattice)
Empfehlung
Für DACH-Mittelstand 50-500 MA mit DATEV-Lohnabrechnungs-Pflicht ist Personio 2026 nahezu alternativlos. Die native DATEV-Anbindung spart laut Praktiker-Berichten pro Lohnabrechnungs-Zyklus rund 30-45 Min HR-Arbeit, und ISO-27001-Audit deckt DSGVO-Anforderungen ab. Beim Support ist die Erwartung zu korrigieren: Es gibt keine Hotline, sondern einen Rückruf-Termin aus der Software, Mo-Fr 9-18 Uhr und nur für Kontoinhabende, Vertrags- und Payroll-Verantwortliche – 7-20 Uhr kosten als Add-on Premium Support extra.
Für internationale Tech-Scale-Ups ist BambooHR mit besserer UX die ergonomischere Wahl – wenn der DATEV-CSV-Workaround akzeptabel ist. Für reines Recruiting ohne HR-Vollsystem-Bedarf ist Recruitee die schlanke Alternative.
Drei typische Anwendungsszenarien
Mittelständischer Maschinenbauer (120 MA, 4 Standorte)
Personio Core HR + Recruiting-Modul. Monatlicher DATEV-Export an externe Lohnbuchhaltung. Standort-übergreifende Urlaubs-Sichtbarkeit für Schichtplaner. ROI in 18 Monaten erreicht durch eingespartes Excel-Chaos.
Anwaltskanzlei (40 MA, Vertraulichkeits-Fokus)
Personio mit verschärften Berechtigungs-Konzepten – nur 2 Equity-Partner sehen Gehaltsdaten. Praktikanten/Referendare werden nach Befristungs-Ende DSGVO-konform automatisch in Talent-Pool migriert (Einwilligung) oder gelöscht.
Tech-Scale-Up (80 MA, schnelles Hiring)
Personio + Recruiting-Modul + Performance-Add-on. Multi-Channel-Job-Distribution (LinkedIn, Xing, Stepstone, Karriere-Page), Talent-Pool für Re-Engagement, OKR-Module für Quartals-Reviews. Slack-Integration für Geburtstags-Reminder und neue-Hires-Announcements.
Methodik-Hinweis zu den drei Szenarien: Die obigen Setup-Beschreibungen kondensieren typische DACH-Mittelstand-Konfigurationen aus Anbieter-Case-Studies, Markt-Beobachtungen und Praxisberichten – sie sind keine 1:1-Abschriften individueller Kunden, sondern repräsentative Archetypen. Für die konkrete Implementierung in deinem Unternehmen empfehlen wir die kostenfreie Personio-Demo plus eine eigene Discovery- Phase mit deinem HR-Lead, weil sich die ROI-Rechnung erst mit realer Mitarbeiterzahl, Standortverteilung und Modul-Auswahl belastbar aufstellen lässt.
Häufige Fragen zu Personio (FAQ)
Ist Personio DSGVO-konform und in Deutschland gehostet?
Ja. Personio SE & Co. KG sitzt in München, und die Datenschutzerklärung sagt zum Speicherort wörtlich: „Alle durch unsere Kunden in Personio erfassten personenbezogenen Daten werden in der Europäischen Union gespeichert“ (geprüft 30.08.2026). Welches Rechenzentrum und welche Cloud-Region das ist, veröffentlicht Personio nicht: Das Trust Center führt „Amazon Web Services“ als Infrastruktur-Punkt, die Details dahinter sind erst nach Registrierung mit Geschäfts-E-Mail einsehbar. AVV im Standard, ISO/IEC 27001:2022 und ISO/IEC 27017:2015 im Trust Center ausgewiesen. Für besondere Kategorien personenbezogener Daten (Gesundheitsdaten, Religionszugehörigkeit für Kirchensteuer) bleibt Personio eine der solidesten Optionen unter den großen HR-Plattformen.
Was kostet Personio realistisch?
Personio nennt auf der Preisseite drei Ab-Preise, gestaffelt nach Unternehmensgröße: bis 49 Mitarbeitende „HR + Payroll Plattform ab 14 € pro Monat/Mitarbeitendem“ (laut Fußnote für „Core Pro + Expert“ bei jährlicher Zahlungsweise, exklusive einer zusätzlichen Steuerberatergebühr), ab 50 Mitarbeitenden „HR-Lösungen ab 7,60 €“ und „Payroll ab 5 €“, jeweils pro Monat und Mitarbeitendem (personio.de/plaene, geprüft am 28.10.2026). Das Jahresabo hat laut FAQ eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten; „Sparen Sie 10 % bei jährlicher Vorauszahlung“ steht auf der Seite im Kasten für Non-Profit-Organisationen. Die beiden Tarife Core und Core Pro tragen keinen eigenen Preis, beide führen auf „Demo buchen“. Was ein konkretes Setup kostet, klärt erst das Angebot – die Ausstattung des Tarifs, die Mitarbeitendenzahl und die Laufzeit gehen dort ein. Modul-Aufpreise für Recruiting, Performance-Management und Payroll weist die Seite nicht einzeln aus. Neben der monatlichen Gebühr fällt laut derselben FAQ „lediglich eine einmalige Gebühr für die Ersteinrichtung Ihres Accounts“ an; ihre Höhe hängt von der Unternehmensgröße ab und steht nicht auf der Seite.
Kann man Personio kostenlos testen? Gibt es einen Test-Account?
Ja. Personio bietet einen Test-Account für 14 Tage an, laut Anbieter „Keine Kreditkarte, kein Setup und keine Kündigung erforderlich“; danach endet er automatisch (personio.de/kostenlos-testen, geprüft am 04.11.2026). Der Account ist mit Beispieldaten befüllt, eigene Daten und Kolleg:innen lassen sich hinzufügen. Die Preisseite verweist bei den Tarifen dagegen nur auf „Demo buchen“, also eine geführte Demo mit dem Vertrieb, und auf eine interaktive Produkttour.
Wie funktioniert die DATEV-Integration?
Laut Personios Integrationsseite gehen Personalstammdaten, Fixgehälter, Stundenlöhne, einmalige und wiederkehrende Vergütungen sowie Abwesenheiten inklusive Krankheiten an DATEV LODAS oder DATEV Lohn und Gehalt. Die Abrechnung selbst läuft weiter in DATEV; zurück nach Personio kommen die fertigen Lohnabrechnungen und eAU-Bescheinigungen, die Mitarbeitende dort abrufen. Die Übertragung ist laut Personio TLS-verschlüsselt. Die Einrichtung dauert laut derselben Seite „zwischen einigen Stunden und mehreren Wochen“, je nach Unternehmensgröße und Systemlandschaft (personio.de/funktionen/datev, geprüft 04.11.2026).
Personio vs BambooHR – was ist die richtige Wahl?
Personio gewinnt bei DACH-spezifischen Anforderungen (DATEV, AÜG, deutsches Arbeitsrecht), Server-Standort und ISO-Audit-Profil. BambooHR gewinnt bei UX, transparenter Pricing-Kommunikation und Tech-Team-Fokus (US-Style HR-Workflows). Für DACH-Mittelstand mit Lohnabrechnungs-Übergabe an Steuerberater: Personio. Für internationale Tech-Startups mit Englisch als Hauptsprache: BambooHR.
Welche Mindest-Vertragslaufzeit hat Personio?
Laut AGB (Version 08-2026, Ziffer 7) wählst du zwischen monatlicher und jährlicher Laufzeit. Monatlich gilt eine Mindestlaufzeit von einem Monat, gekündigt wird spätestens 15 Tage vor der Verlängerung; das Jahresabo läuft laut Preisseite mindestens 12 Monate und verlängert sich um ein Jahr, wenn nicht mit 90 Tagen Frist vor der Verlängerung gekündigt wird. Einen Rabatt für 24 Monate oder längere Laufzeiten nennen weder Preisseite noch AGB; die Preisseite nennt nur für Non-Profit-Organisationen 10 % bei jährlicher Vorauszahlung. Für KMU mit fluktuierendem Personalbestand: in den Vertragsverhandlungen klare Skalierungs-Klauseln festhalten (Reduktion der Lizenzanzahl bei Mitarbeiter-Abgang).
Hat Personio ein Affiliate-Programm?
Ein offenes Affiliate-Programm für Websites nennt Personio auf seiner Partnerseite nicht. Dort stehen drei Partnerprogramme: für Steuerberater, für Produktpartner und für HR- und IT-Berater; Letztere werden laut Personio für Empfehlungen mit einer „Umsatzbeteiligung“ beteiligt (personio.de/partner, geprüft 04.11.2026). Wir haben uns im Mai 2026 über das Partnerformular beworben; eine Zusage gibt es bisher nicht.