Proton Drive Test 2026 — Schweizer Zero-Knowledge-Cloud
Proton Drive ist der verschlüsselte Cloud-Speicher der Proton AG aus Genf — Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Zero-Knowledge-Architektur und Open-Source-Apps, entwickelt von einem Team, das sich am CERN kennenlernte. Diese redaktionelle Analyse ordnet Pläne, Verschlüsselung und Schweizer Jurisdiktion für den DACH-Markt ein — gegenüber Tresorit und pCloud.
Veröffentlicht: 2026-06-26 · Bewertete Pläne: Free / Drive Plus / Proton Unlimited · Research-basiert, keine eigene Hands-on-Praxis.
Schweizer Zero-Knowledge-Cloud mit Open-Source-Transparenz — Top-Wahl für privacy-bewusste DACH-Nutzer:innen.
DSGVO-konform · Schweiz + Deutschland
Proton AG (Genf) · ISO 27001 · SOC 2 Type II · Zero-Knowledge-E2E
Proton Drive ansehen →So entstand diese Redaktionelle Analyse
Methodik dieser redaktionellen Analyse:
- Anbieter + Rechtsrahmen: Privacy Policy und Data Processing Agreement (Proton AG, Genf, EU-Vertreter Proton Europe sàrl in Luxemburg) sowie die About-Seite zur Unternehmensgeschichte.
- Verschlüsselung + Architektur: die offizielle Drive-Security-Seite und Drive-Privacy-Policy zu Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Metadaten-Schutz und dem ECC-Curve25519-/OpenPGP-Verfahren.
- Zertifizierungen: die Proton-Business-Drive-Seite (ISO 27001, SOC 2 Type II).
- Pricing: die live gerenderte Drive-Pricing-Seite (EUR, jährliche Abrechnung).
- Funktionsumfang + Apps: die Download- und Feature-Seiten sowie der Windows-App-Support-Artikel.
Was diese research-basierte Methodik nicht liefert: eigene Performance-Messungen, eigene Sync-Tests über Wochen oder eine selbst durchgeführte Migration aus einer Konkurrenz-Cloud. Wo unten Funktionen beschrieben werden, basieren sie auf Anbieter-Dokumentation, nicht auf selbst gestoppten Messreihen.
Hinweise zur Transparenz: Manche kursierende Detail-Claims ließen sich nicht aus den offiziellen Seiten belegen und werden hier bewusst nicht behauptet — etwa ein dritter Server-Standort in Norwegen (offiziell genannt sind nur Schweiz und Deutschland) oder ein konkretes „AES-256"-Label (die Drive-Security-Seite nennt ausdrücklich ECC Curve25519 / OpenPGP). Der Name der prüfenden Audit-Firma ist auf den geprüften Seiten nicht ausgewiesen, daher steht hier „unabhängig auditiert, laut Anbieter".
Pricing-Pläne im Überblick
Proton trennt zwischen reinen Drive-Plänen und Bündeln, die mehrere Proton-Dienste (VPN, Mail, Pass, Calendar) enthalten. Die Preise unten gelten für die jährliche Abrechnung (Stand Juni 2026); monatliche Abrechnung ist etwas teurer. Auf allen Paid-Plänen gilt eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Währung wählbar zwischen EUR, CHF und USD.
Drive Plus
3,99 €/Monat
jährlich · reiner Drive-Plan
- 200 GB verschlüsselter Speicher
- Versionsverlauf bis zu 10 Jahre (laut Anbieter)
- Passwortgeschützte Freigabe-Links
- Proton Docs + Proton Sheets inklusive
Proton Unlimited
9,99 €/Monat
jährlich · Bündel für eine Person
- 500 GB Speicher
- Inkl. Proton VPN, Mail, Pass, Calendar
- Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis im Bündel
- Für privacy-fokussierte Komplett-Umsteiger:innen
Proton Family
23,99 €/Monat
jährlich · bis 6 Nutzer:innen
- 3 TB Speicher
- Alle Proton-Dienste für die Familie
- Geteilte Verwaltung
- Alternativ Proton Duo: 2 TB für 2 Personen (14,99 €/Monat)
Stand Juni 2026 · Preise bei jährlicher Abrechnung · Proton Free mit 5 GB kostenlos · Geschäftlich: Drive Professional ab 7,99 €/Monat pro Nutzer:in (1 TB) · 30-Tage-Geld-zurück-Garantie auf allen Paid-Plänen.
Zwischenfazit: Wenn Schweizer Zero-Knowledge-Verschlüsselung und Open-Source-Transparenz deine Prioritäten sind, gehört Proton Drive zu den saubersten Optionen am Markt. Free-Plan mit 5 GB, Paid-Pläne mit 30-Tage-Geld-zurück-Garantie.
Auf einen Blick
| Anbieter | Proton AG (Genf, Schweiz · CHE-354.686.492) — 2014 von Wissenschaftler:innen gegründet, die sich am CERN kennenlernten |
|---|---|
| EU-Vertreter (Art. 27 DSGVO) | Proton Europe sàrl, Luxemburg |
| Server-Standort | Eigene Hardware in der Schweiz und in Deutschland (laut Anbieter) |
| Jurisdiktion | Schweiz — außerhalb EU und außerhalb Five-/Fourteen-Eyes; Art. 271 StGB untersagt Datenherausgabe an ausländische Behörden |
| Verschlüsselung | Ende-zu-Ende, Zero-Knowledge · ECC Curve25519 auf OpenPGP-Basis |
| Metadaten-Schutz | Dateinamen, Ordnernamen und Thumbnails ebenfalls verschlüsselt (laut Anbieter) |
| Open Source | Ja — Apps + Krypto-Bibliotheken quelloffen, unabhängig auditiert (laut Anbieter) |
| Zertifizierungen | ISO 27001 zertifiziert · SOC 2 Type II attestiert |
| Apps | Web, Windows, macOS, Android, iOS/iPadOS |
| Sync | Desktop-Ordner-Sync über Datei-Explorer, On-demand |
| Datei-Freigabe | Links mit Passwortschutz + Ablaufdatum, jederzeit widerrufbar |
| Versionsverlauf | Wiederherstellung früherer Versionen; Drive Plus bis zu 10 Jahre (laut Anbieter) |
| Foto-Backup | Automatische Mobile-Backups + Alben |
| Zusatz-Tools | Proton Docs (E2E-Editor) + Proton Sheets, in allen Plänen inkl. Free |
| Free-Plan | 5 GB kostenlos |
| Geld-zurück | 30 Tage auf allen Paid-Plänen |
Was Proton Drive überzeugt
1. Schweizer Sitz + Zero-Knowledge als Compliance-Argument
Proton AG sitzt in Genf — außerhalb der EU und außerhalb der Five-/Fourteen-Eyes-Allianzen. Nach Anbieter-Angabe schützt das Schweizer Recht die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, und nach Art. 271 Schweizerisches Strafgesetzbuch ist es Proton untersagt, Daten an ausländische Behörden weiterzugeben. In Kombination mit der Zero-Knowledge-Architektur bedeutet das: Selbst eine Anordnung gegen Proton liefe ins Leere, weil die Schlüssel nicht bei Proton liegen. Für DACH-Nutzer:innen mit echtem Privacy-Anspruch ist das ein strukturell stärkeres Versprechen als ein US-Anbieter mit Standardvertragsklauseln.
2. Auch Metadaten sind verschlüsselt
Viele „verschlüsselte" Clouds schützen die Datei-Inhalte, lassen aber Dateinamen, Ordnerstrukturen und Vorschaubilder im Klartext. Proton Drive verschlüsselt nach Anbieter-Angabe auch diese Metadaten — gespeichert wird nur die Größe der bereits verschlüsselten Datei, die Originalgröße wird verschleiert. Die Inhalte sind zusätzlich kryptografisch signiert, was vor Manipulation schützt. Das ist ein Detail, das den Unterschied zwischen „verschlüsselt" und „wirklich Zero-Knowledge" ausmacht.
3. Open Source + unabhängig auditiert
Alle Proton-Apps und die Verschlüsselungs-Bibliotheken sind nach Anbieter-Angabe quelloffen und unabhängig auf Sicherheit geprüft; verlinkt sind die OpenPGP-Implementierungen OpenPGPjs und GopenPGP. Die Verschlüsselung basiert auf Elliptic-Curve-Cryptography (ECC Curve25519) auf OpenPGP-Grundlage. Für security-bewusste Nutzer:innen ist die Quelloffenheit ein konkreter Vertrauensvorteil gegenüber Closed-Source-Clouds wie Dropbox oder OneDrive — man muss dem Anbieter nicht blind glauben, sondern kann (oder Dritte können) den Code prüfen.
4. Das Bündel ist das eigentliche Argument
Proton Drive entfaltet seinen Wert vor allem im Verbund. Proton Unlimited (9,99 €/Monat bei Jahreszahlung) bringt 500 GB Speicher plus Proton VPN, Mail, Pass und Calendar in einem Abo. Wer ohnehin nach einem privacy-fokussierten Mail-Dienst, Passwort-Manager oder VPN sucht, bekommt den verschlüsselten Speicher praktisch „mit dazu". Gegenüber dem Kauf einzelner Dienste verschiedener Anbieter ist das ein klarer Kosten- und Konsistenzvorteil — und alles unter einem Schweizer Dach.
5. Vollständiges Funktionsset rund um Dateien
Proton Drive ist mehr als reiner Speicher: Desktop-Apps für Windows und macOS synchronisieren Ordner über den Datei-Explorer (Verschlüsselung vor dem Upload, On-demand-Sync), Mobile-Apps bieten automatisches Foto-Backup mit Alben, Freigabe-Links lassen sich mit Passwort und Ablaufdatum versehen und jederzeit widerrufen, und der Versionsverlauf reicht bei Drive Plus laut Anbieter bis zu 10 Jahre zurück. Mit Proton Docs und Proton Sheets kommen sogar Ende-zu-Ende-verschlüsselte Dokumente und Tabellen dazu — in allen Plänen, inklusive Free.
Wo es schwierig wird
1. Standalone-Speicher ist nicht der günstigste am Markt
Wer nur reinen Cloud-Speicher will und keinen der gebündelten Dienste braucht, zahlt mit Drive Plus 3,99 €/Monat für 200 GB. Das ist fair, aber nicht der Preis-Leistungs-Sieger — Anbieter wie pCloud bieten mit Lifetime-Modellen über die Jahre gerechnet teils günstigeren Speicher. Der Proton-Vorteil liegt klar im Bündel: Wer nur ein paar GB verschlüsselten Speicher sucht, könnte den Mehrwert der Proton-Suite verschenken.
2. Verlust der Anmeldedaten = potenzieller Datenverlust
Die Kehrseite echter Zero-Knowledge-Verschlüsselung: Proton kann dir bei verlorenem Passwort nicht einfach „die Daten zurückgeben", weil Proton die Schlüssel nicht hat. Recovery-Mechanismen existieren, aber wer Passwort und Wiederherstellungs-Optionen verliert, riskiert den Zugriff auf seine verschlüsselten Dateien. Dieser Trade-off gilt für jede ernsthafte Zero-Knowledge-Cloud — er ist der Preis dafür, dass niemand sonst an die Daten kommt.
3. Ökosystem-Bindung
Proton ist als geschlossenes, privacy-fokussiertes Ökosystem konzipiert. Das ist eine Stärke (alles aus einer Hand, ein Anbieter, eine Jurisdiktion), aber auch eine Bindung: Tiefe Integrationen in Drittanbieter-Workflows wie Google Workspace oder Microsoft 365 sind nicht der Fokus. Wer einen Datei-Layer sucht, der sich nahtlos in ein bestehendes Microsoft- oder Google-Ökosystem einfügt, findet bei diesen Anbietern (mit den bekannten DSGVO-Abstrichen) mehr native Integrationen.
4. Funktionsumfang noch jünger als etablierte Clouds
Proton Drive ist gegenüber Dropbox oder OneDrive der jüngere Dienst, und Proton baut Funktionen wie Docs und Sheets erkennbar laufend aus. Für reine Datei-Speicherung, Sync und sichere Freigabe ist das Set vollständig — wer aber sehr spezifische Kollaborations- oder Office-Workflows erwartet, sollte vorab prüfen, ob das jeweilige Feature schon vorhanden ist, statt es aus dem Funktionsumfang etablierter Suiten vorauszusetzen.
DSGVO + Schweizer Jurisdiktion im Detail
Für DACH-Nutzer:innen ist der rechtliche Rahmen oft das entscheidende Kaufkriterium. Proton Drive kombiniert drei Schichten, die in dieser Form selten zusammenkommen:
Schweizer Sitz statt US- oder EU-Standardvertragsklauseln
Anbieter ist die Proton AG in Genf. Die Schweiz gilt datenschutzrechtlich als sicheres Drittland mit Angemessenheit; gleichzeitig liegt sie außerhalb der EU und außerhalb der Five-/Fourteen-Eyes-Geheimdienst-Allianzen. Für EU-Kund:innen benennt Proton einen EU-Vertreter nach Art. 27 DSGVO (Proton Europe sàrl, Luxemburg). Das ist eine andere Ausgangslage als bei US-Clouds, die Drittland-Transfers über Standardvertragsklauseln oder das Data Privacy Framework absichern müssen — Mechanismen, die seit Schrems II regelmäßig hinterfragt werden.
Server in Schweiz und Deutschland
Nach Anbieter-Angabe betreibt Proton eigene Server-Hardware in der Schweiz und in Deutschland — beide Standorte mit starken Datenschutzgesetzen, in Rechenzentren mit biometrischer Zugangskontrolle und vollverschlüsselten Festplatten. Die eigene Hardware (statt reiner Hyperscaler-Anmietung) ist Teil der Proton-Trust-Story. Ein häufig kolportierter dritter Standort in Norwegen ließ sich aus den offiziellen Drive-Seiten nicht belegen und wird hier daher nicht behauptet.
Zertifizierungen + Datenverarbeitungsvertrag
Proton ist nach Anbieter-Angabe ISO 27001 zertifiziert und SOC 2 Type II attestiert; ein Data Processing Agreement (DPA), in dem Proton als Auftragsverarbeiter auftritt, ist öffentlich verfügbar. Für HIPAA, CCPA und DSGVO formuliert Proton eine „compliant with / built with in mind"-Position — das ist keine HIPAA-Zertifizierung im engeren Sinne, aber ein dokumentierter Compliance-Anspruch. Für DACH-Branchen mit Audit-Druck sind ISO 27001 und SOC 2 die belastbaren, nachprüfbaren Anker.
Standalone vs Bundle — welcher Proton-Plan?
Die wichtigste Entscheidung bei Proton Drive ist nicht „welche Speichergröße", sondern „Standalone-Speicher oder ganzes Proton-Ökosystem". Eine Orientierung:
| Proton Free | Drive Plus | Proton Unlimited | |
|---|---|---|---|
| Preis (jährlich) | 0 € | 3,99 €/Monat | 9,99 €/Monat |
| Speicher | 5 GB | 200 GB | 500 GB |
| Enthaltene Dienste | Drive + Docs/Sheets | Drive + Docs/Sheets | Drive + VPN + Mail + Pass + Calendar |
| Versionsverlauf | Standard | bis zu 10 Jahre (laut Anbieter) | bis zu 10 Jahre (laut Anbieter) |
| Sweet-Spot | Ausprobieren, kleine Backups | Reiner verschlüsselter Speicher | Komplett-Umstieg auf Privacy-Suite |
Faustregel: Wer nur Speicher braucht, nimmt Drive Plus. Wer ohnehin über einen privacy-fokussierten Mail-Dienst, VPN oder Passwort-Manager nachdenkt, fährt mit Proton Unlimited deutlich günstiger als mit getrennten Einzelabos. Für Haushalte mit mehreren Personen sind Proton Duo (2 TB, 2 Personen) oder Proton Family (3 TB, bis 6 Personen) die passenderen Bündel.
Plan-Empfehlung
- Nur testen / kleine Backups: Proton Free (5 GB) — kostenlos, vollwertige Zero-Knowledge-Verschlüsselung inklusive.
- Reiner verschlüsselter Speicher: Drive Plus (3,99 €/Monat, 200 GB) — wenn Mail/VPN/Pass nicht gebraucht werden.
- Privacy-Komplettumstieg (Einzelperson): Proton Unlimited (9,99 €/Monat) — bestes Preis-Leistungs-Verhältnis dank Bündel.
- Zwei Personen: Proton Duo (14,99 €/Monat, 2 TB).
- Familie / bis 6 Personen: Proton Family (23,99 €/Monat, 3 TB).
- Geschäftlich: Drive Professional (ab 7,99 €/Monat pro Nutzer:in, 1 TB).
Auf allen Paid-Plänen gilt eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie — der risikoarme Weg, den Sync-Workflow vor der finalen Entscheidung selbst auszuprobieren.
Für wen lohnt sich Proton Drive?
Gut geeignet für…
- Privacy-bewusste Privatnutzer:innen, die echte Zero-Knowledge-Cloud wollen
- Nutzer:innen, die ohnehin auf die Proton-Suite (VPN/Mail/Pass) umsteigen
- DACH-Anwender:innen mit Wunsch nach Schweizer Jurisdiktion außerhalb der EU
- Security-Bewusste, denen Open-Source-Transparenz wichtig ist
- Selbstständige + kleine Teams (Drive Professional) mit Compliance-Anspruch
Eher nicht für…
- Reine Schnäppchen-Jäger:innen für großen Standalone-Speicher (pCloud-Lifetime prüfen)
- Teams mit tiefer Google-Workspace-/Microsoft-365-Integration als Kernanforderung
- Nutzer:innen, die sehr spezifische Office-/Kollaborations-Features etablierter Suiten erwarten
- Wer absolute Recovery-Garantie ohne Passwort-Verantwortung braucht
Empfehlung
Proton Drive ist 2026 eine der saubersten Cloud-Speicher-Optionen für privacy-bewusste DACH-Nutzer:innen — Schweizer Sitz, echte Zero-Knowledge-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (inklusive Metadaten), Open-Source-Transparenz sowie ISO 27001 und SOC 2 Type II sind konkrete, nachprüfbare Argumente.
Sein volles Potenzial entfaltet Proton Drive im Bündel: Wer mit Proton Unlimited ohnehin VPN, Mail und Passwort-Manager mitnimmt, bekommt den verschlüsselten Speicher zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer nur reinen, günstigen Standalone-Speicher sucht, sollte zusätzlich pCloud (Lifetime-Option) und Tresorit (Business-Compliance-Fokus) vergleichen. Wer bereits Proton-Kund:in über Proton VPN oder Proton Pass ist, hat mit Drive ohnehin den konsequentesten nächsten Schritt im selben Ökosystem.
Häufige Fragen zu Proton Drive (FAQ)
Wo speichert Proton Drive die Daten und warum ist das DSGVO-relevant?
Proton betreibt nach Anbieter-Angabe eigene Server-Hardware in der Schweiz und in Deutschland — beide mit starken Datenschutzgesetzen, in Rechenzentren mit biometrischer Zugangskontrolle und vollverschlüsselten Festplatten. Anbieter ist die Proton AG mit Sitz in Genf (Schweiz), außerhalb der EU und außerhalb der Five-/Fourteen-Eyes-Allianzen. Für DACH-Kund:innen ist der EU-Vertreter nach Art. 27 DSGVO die Proton Europe sàrl in Luxemburg. Die Schweizer Jurisdiktion ist der zentrale Unterschied zu US-Clouds: Nach Art. 271 Schweizerisches Strafgesetzbuch ist es Proton untersagt, Daten an ausländische Behörden weiterzugeben.
Kann Proton meine Dateien sehen oder entschlüsseln?
Nein. Proton Drive nutzt nach Anbieter-Angabe durchgehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit Zero-Knowledge-Architektur — die Dateien werden auf deinem Gerät verschlüsselt, bevor sie hochgeladen werden. Selbst Metadaten wie Dateinamen, Ordnernamen und Thumbnail-Vorschauen sind verschlüsselt; gespeichert wird nur die Größe der bereits verschlüsselten Datei. Proton besitzt die Schlüssel nicht und kann die Inhalte daher technisch nicht entschlüsseln — auch nicht bei einem Server-Kompromittierungs-Szenario.
Was kostet Proton Drive im DACH-Setup realistisch?
Bei jährlicher Zahlung (Stand Juni 2026): Proton Free mit 5 GB ist kostenlos. Drive Plus (reiner Drive-Plan) liegt bei 3,99 €/Monat für 200 GB. Wer mehrere Proton-Dienste bündeln will, nimmt Proton Unlimited (9,99 €/Monat, 500 GB plus VPN, Mail, Pass, Calendar) oder Proton Duo (14,99 €/Monat, 2 TB für zwei Personen). Für Familien gibt es Proton Family (23,99 €/Monat, 3 TB, bis 6 Nutzer:innen). Geschäftlich: Drive Professional ab 7,99 €/Monat pro Nutzer:in mit 1 TB. Auf allen Paid-Plänen gilt eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie.
Ist Proton Drive Open Source und unabhängig geprüft?
Ja. Nach Anbieter-Angabe sind alle Proton-Apps und die Verschlüsselungs-Bibliotheken quelloffen und wurden unabhängig auf Sicherheit auditiert. Verlinkt sind unter anderem die OpenPGP-Implementierungen OpenPGPjs und GopenPGP. Die Verschlüsselung basiert auf Elliptic-Curve-Cryptography (ECC Curve25519) auf Grundlage des OpenPGP-Standards. Wer maximale Transparenz braucht, kann den Quellcode also selbst einsehen — ein struktureller Vorteil gegenüber Closed-Source-Clouds wie Dropbox oder OneDrive.
Lohnt sich Drive Plus einzeln oder besser Proton Unlimited?
Drive Plus (3,99 €/Monat, 200 GB) ist der reine Cloud-Speicher-Plan — sinnvoll, wenn du nur verschlüsselten Speicher suchst und Proton Mail, VPN oder Pass nicht brauchst. Proton Unlimited (9,99 €/Monat) ist ein Bündel: 500 GB plus Proton VPN, Mail, Pass und Calendar. Wenn du ohnehin einen privacy-fokussierten Mail-Dienst oder VPN suchst, ist Unlimited das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Free und Drive Plus enthalten zusätzlich Proton Docs und Proton Sheets.
Für welche Geräte gibt es Proton Drive Apps?
Nach Anbieter-Angabe gibt es eine Web-App sowie Desktop-Apps für Windows und macOS mit Ordner-Synchronisation über den Datei-Explorer (Verschlüsselung vor dem Upload, On-demand-Sync). Mobil sind Apps für Android, iOS und iPadOS verfügbar. Zum Funktionsumfang gehören außerdem passwortgeschützte Freigabe-Links mit Ablaufdatum, Versionsverlauf (bei Drive Plus laut Anbieter bis zu 10 Jahre), automatisches Foto-Backup vom Smartphone und der Ende-zu-Ende-verschlüsselte Editor Proton Docs.