Zuletzt verifiziert: 4. November 2026 · Quartalsweise geprüft Wir prüfen Pricing, DSGVO-Status und Funktions-Updates quartalsweise neu. Bei größeren Anbieter-Änderungen (z. B. Pricing-Klippen, neuer EU-Region) aktualisieren wir den Artikel sofort.
Praxis-Test

Cursor AI Test 2026: Der KI-Editor, der GitHub Copilot herausfordert

Einordnung von Cursor: Composer-Modus, Codebase-Chat, Modell-Auswahl, Performance und Privacy/DSGVO. Lohnt sich der Aufpreis gegenüber GitHub Copilot? Seit der Tarifumstellung im Oktober 2026 nur noch bedingt: Wer Claude- oder GPT-Modelle nutzen will, braucht mindestens Premium (30 USD/Monat) und zahlt die Modellnutzung zusätzlich zu API-Listenpreisen.

Fakten aus Anbieter-Doku, cursor.com/pricing und Entwickler-Community-Stimmen · verfasst 2026-05-12 · aktualisiert 2026-11-04 – Cursor selbst haben wir mit eigenem, privat bezahltem Konto über mehrere Wochen genutzt.

8.7 / 10

Empfohlen für Vollzeit-Entwickler:innen mit Mainstream-Stack, die Modellkosten nach Verbrauch einplanen (seit Oktober 2026).

  • Code-Completion-Qualität 9.3
  • Agent-Mode (Composer) 9.4
  • Modell-Auswahl 8.8
  • VS-Code-Kompatibilität 9.2
  • Performance 8.1
  • DSGVO (Privacy Mode) 7.2

Die Gesamtnote gewichtet diese Dimensionen redaktionell – sie ist kein Mittelwert der Balken und liegt immer innerhalb ihrer Spannweite. Wie wir bewerten

AVV erforderlich · USA

Privacy Mode: Ja · AVV: Vertragsbestandteil des MSA · EU-Datenresidenz: Nein (EU-Inferenz nur auf Anfrage)

Cursor testen →Free · Plus 8 USD/Monat (nur Grok) · Premium 30 USD/MonatVS-Code-kompatibelFree-Tarif kostenlosClaude/GPT ab Premium, nach Verbrauch
Taylor Liu – Tester bei ToolsPick.de

Von Taylor Liu · IT-Student (TU Berlin) & SaaS-Tester

· Eigene Nutzung mit privat bezahltem Konto über mehrere Wochen · Recherche auf Basis von Anbieter-Doku, cursor.com/pricing, Entwickler-Community-Stimmen · Lizenz selbst bezahlt

Tarifumstellung: Cursor hat die Tarife im Oktober 2026 umgestellt. Unser Praxistest lief mit dem damaligen Pro-Tarif (20 USD/Monat), den die Preisseite nicht mehr führt. Wer heute Claude- oder GPT-Modelle in Cursor nutzen will, braucht mindestens Premium (30 USD/Monat) und zahlt die Modellnutzung zusätzlich nach Verbrauch zum API-Listenpreis; Plus (8 USD/Monat) enthält nur Grok-Modelle. Testbeobachtungen und Noten auf dieser Seite beziehen sich auf den alten Pro-Tarif, die Preisangaben auf cursor.com/pricing, Stand 28.10.2026.

Primärquellen dieser Analyse: Preisseite · Nutzungsbedingungen · Master Subscription Agreement · Sicherheit & Zertifikate.

Cursor Webseite – Screenshot zum Test-Zeitpunkt
Cursor Hero – Composer-Modus mit AI-Chat und Inline-Code-Generation. Original-Quelle ↗

Pricing-Pläne im Überblick

Cursor hat die Tarife im Oktober 2026 neu geordnet. Für Einzelpersonen gibt es Free, Plus (8 USD/Monat, nur Grok-Modelle), Premium (30 USD/Monat), Super (100 USD/Monat) und Ultra (200 USD/Monat); die Nutzung gibt die Preisseite als Vielfaches von Plus an (Premium 4x, Super 15x, Ultra 50x). Wichtig für die Kostenrechnung: Drittanbieter-Modelle wie Claude oder GPT gibt es erst ab Premium, und sie sind nicht im Monatspreis enthalten – laut Preisseite „Drittanbieter-Modelle zum API-Listenpreis“, die „separat nach Nutzung abgerechnet“ werden. Die Tarife sind laut Preisseite außerdem mit Grok- und X-Funktionen gebündelt.

Free

0 USD/Monat

zum Ausprobieren

  • Begrenzte Anzahl an Agent-Anfragen
  • Begrenzte Anzahl an Chat-Anfragen
  • Keine Drittanbieter-Modelle
  • Privacy Mode aktivierbar

Plus

8 USD/Monat

Einstiegsplan · nur Grok-Modelle

  • In diesem Plan nur Grok-Modelle (laut Preisseite)
  • Grok Chat, Voice, Imagine und Build
  • Zugriff auf die Grok-API
  • X-Funktionen inklusive
Empfohlen

Premium

30 USD/Monat

Untergrenze für Claude- und GPT-Modelle

  • 4x mehr Nutzung als mit Plus
  • Cloud-Agenten & Automatisierungen
  • Code-Hosting & KI-Code-Reviews
  • Drittanbieter-Modelle zum API-Listenpreis, separat nach Verbrauch

Super

100 USD/Monat

für sehr hohe Nutzung

  • Alles aus Premium
  • 15x mehr Nutzung als mit Plus
  • Priorisierter Modellzugriff zu Spitzenzeiten
  • Drittanbieter-Modelle separat nach Verbrauch

Stand 28.10.2026 · Preise in USD pro Monat, laut Preisseite ohne Steuern (z. B. MwSt.) · die Seite zeigt nur Monatspreise, kein Jahresabo · Ultra 200 USD/Monat („50x Plus“, nur in der Vergleichstabelle) · Teams ab 30 USD/Nutzer/Monat, Sitzstufen Premium, Super (100 USD/Nutzer/Monat) und Ultra (200 USD/Nutzer/Monat) frei kombinierbar · Enterprise individuell · Drittanbieter-Modelle in keinem Tarif im Monatspreis enthalten · Quelle: cursor.com/pricing

Auf einen Blick

AnbieterAnysphere Inc. (San Francisco, USA)
BasisFork von VS Code – vertraute UI & Plugin-Kompatibilität
Server-StandortÜberwiegend USA: eigene Infrastruktur laut Unterauftragsliste „primarily hosted on AWS US region“, einzelne latenzkritische Dienste in Europa und Singapur; Inferenz über mehrere Anbieter, u. a. OpenAI, Anthropic und Google Gemini („Worldwide“) sowie Fireworks (USA, Kanada, EU, UK) – trust.cursor.com/subprocessors, geprüft 04.10.2026
Zertifikate„Cursor holds AIUC-1, ISO/IEC 27001:2022, and ISO/IEC 42001:2023 certifications, along with a SOC 2 Type II attestation“ (Security-Seite, Stand 25.08.2026) – Zertifikate und Berichte nur auf Anfrage über das Trust-Portal
Privacy ModeJa, in allen Plänen inklusive Free (in Teams und Enterprise standardmäßig an, vom Admin erzwingbar) – Code wird nicht zum Training verwendet
Free0 USD/Monat – begrenzte Agent- und Chat-Anfragen, keine Drittanbieter-Modelle
Plus8 USD/Monat – laut Preisseite nur Grok-Modelle, dazu Grok- und X-Funktionen
Premium30 USD/Monat – „4x mehr Nutzung als mit Plus“, Cloud-Agenten, KI-Code-Reviews, Drittanbieter-Modelle zum API-Listenpreis (separat nach Verbrauch)
Super100 USD/Monat – „15x mehr Nutzung als mit Plus“, priorisierter Modellzugriff zu Spitzenzeiten
Ultra200 USD/Monat – laut Vergleichstabelle „50x Plus“
Teamsab 30 USD/Nutzer/Monat – Sitzstufen Premium, Super (100 USD/Nutzer/Monat) und Ultra (200 USD/Nutzer/Monat) frei kombinierbar
EnterprisePreis individuell (laut Preisseite)
ModelleAktuelle Top-Modelle (GPT-, Claude-, Gemini-Familie) plus Cursor-eigene – exakte Versionen ändern sich monatlich. Seit Oktober 2026: Plus nur Grok-Modelle, Drittanbieter-Modelle erst ab Premium und nach Verbrauch abgerechnet
Composer / AgentsMulti-File-Editing per natürlicher Sprache (heute primär als „Agents“-Modus referenziert; Composer-Shortcut Cmd+I weiterhin verfügbar – siehe cursor.com/docs)
Codebase-ChatIndexierung & Q&A über deine ganze Codebase
Tab-CompletionSehr stark – kontextsensitives Multi-Line-Vorschlag
VS-Code-PluginsCursor ist ein VS-Code-Fork; gaengige Erweiterungen laufen weiter. Eine Quote nennt der Anbieter nicht, und wir haben keine gemessen.

Was Cursor stark macht

1. Composer-Modus ist der Game-Changer

Composer (Cmd+I) öffnet einen Multi-File-Edit-Modus: du beschreibst eine Änderung in natürlicher Sprache („Füge Auth-Middleware hinzu, schütze /admin/*, aktualisiere Tests“), und Cursor bearbeitet alle relevanten Dateien gleichzeitig. Das ist eine andere Liga als Copilot, das nur Zeile-für-Zeile arbeitet. Laut Anbieter-Doku und Entwickler-Community-Stimmen ist der Zeitgewinn gerade bei mittelgroßen Refactorings (Änderungen quer durch mehrere Dateien) spürbar; Messreihen aus unserer eigenen Nutzung haben wir nicht aufgezeichnet.

2. Codebase-Chat versteht deinen Kontext

@codebase im Chat lässt Cursor deine ganze Codebase vorindizieren und Fragen beantworten („Wo wird die Stripe-Webhook-Logik gehandhabt?“). Laut Anbieter-Doku und Nutzerstimmen beschleunigt das vor allem das Onboarding in unbekannte, größere Projekte deutlich, weil man sich die Struktur nicht manuell erlesen muss. Copilot bietet das in dieser Form (noch) nicht.

3. Tab-Completion auf Steroiden

Die normale Tab-Vervollständigung erkennt nicht nur, was du gerade schreibst, sondern auch, was logisch als nächstes kommt – inkl. Refactor-Vorschlägen („du hast oben das Schema geändert, soll ich die Validierung unten anpassen?“). Bei Mainstream-Stacks (TS/React, Python) gilt die Tab-Completion laut Entwickler-Community-Stimmen als eine der stärksten am Markt und wird häufig als treffsicherer als die von Copilot beschrieben; Trefferquoten aus unserer eigenen Nutzung haben wir nicht aufgezeichnet.

4. VS-Code-Kompatibilität ist (fast) komplett

Laut Anbieter-Angaben laufen nahezu alle VS-Code-Extensions direkt weiter – Settings-JSON kompatibel, Keybindings übernehmbar. Der Umstieg von VS Code gilt entsprechend als schnell, weil sich Konfiguration und Erweiterungen importieren lassen. Wer von JetBrains kommt, braucht etwas Eingewöhnung an die VS-Code-Logik.

5. Modell-Wahl pro Aufgabe

Du wählst pro Anfrage zwischen GPT-, Claude- und Cursor-eigenen Modellen. Laut Entwickler-Community-Stimmen gelten Claude-Modelle bei nuancierten Code-Refactorings als besonders stark, GPT-Modelle bei klaren API-Integrationen – welches Modell für welche Aufgabe passt, lässt sich pro Anfrage frei wählen. Diese Auswahl gibt dir Copilot nicht. Seit der Tarifumstellung im Oktober 2026 kostet sie extra: Plus enthält nur Grok-Modelle, Claude- und GPT-Modelle gibt es erst ab Premium, und Cursor rechnet sie nach Verbrauch zum API-Listenpreis ab.

Zwischenfazit: Wenn du Vollzeit-Entwickler:in bist, ist Cursor 2026 der produktivste KI-Editor – Free zum Probieren. Für Claude- oder GPT-Modelle brauchst du seit Oktober 2026 mindestens Premium (30 USD/Monat) und zahlst die Modellnutzung nach Verbrauch dazu.

Cursor testen →Free · Premium 30 USD/MonatVS-Code-kompatibelFree-Tarif kostenlosModell-Wahl ab Premium

Was nervt

1. Nutzungslimits sind real

Im damaligen Pro-Tarif, mit dem unser Test lief, nannte Cursor keine feste Request-Zahl, sondern nur „Limited“ vs „Extended limits“ auf der Pricing-Page. In der Praxis bedeutete das: an einem ausgiebigen Sprint-Tag mit ausgiebigem Composer/Agents-Einsatz stieß man im Pro-Plan an die Drosselgrenze und bekam langsamere („slow“) Requests, die spürbar warten ließen. Seit Oktober 2026 gibt die Preisseite die Nutzung als Vielfaches von Plus an (Premium 4x, Super 15x, Ultra 50x), und Drittanbieter-Modelle (ab Premium) kosten zusätzlich nach Verbrauch. Wie sich die Limits der neuen Tarife im Alltag anfühlen, haben wir nicht getestet.

2. Composer kann zu viel auf einmal ändern

Bei großen Refactor-Anfragen passiert es, dass Composer auch verwandte Dateien „nebenbei aufräumt“ – manchmal hilfreich, manchmal nicht erwünscht. Du musst die Diffs sehr aufmerksam reviewen, bevor du akzeptierst. Wer auf Auto-Apply klickt, riskiert ungewollte Änderungen.

3. DSGVO-Lage ist unbefriedigend

Privacy Mode hilft beim Training-Opt-out, ändert aber nichts daran, dass Code-Snippets an US-Server gesendet werden. Für Agenturen mit Mandanten-Code oder Code, der Kundendaten/Geschäftslogik enthält, musst du den Drittlandtransfer dokumentieren und prüfen, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig ist. Eine wählbare EU-Region gibt es nicht: Cursors Trust Center beschreibt die eigene Infrastruktur als „primarily hosted on AWS US region with some latency critical services in Europe and Singapore“ (trust.cursor.com, geprüft 14.09.2026) – Europa ist dort ein Latenz-Standort, kein Speicherort zur Auswahl. Datenresidenz bietet Cursor laut Enterprise-Doku derzeit nur für die USA an; EU und Island deckt Cursor auf Anfrage nur bei der Inferenz ab (cursor.com/docs/enterprise/privacy-and-data-governance, geprüft 04.10.2026).

4. Manchmal halluziniert Cursor APIs

Bei weniger bekannten Libraries erfindet Cursor gelegentlich Methoden, die es nicht gibt („benutzt einfach library.doMagic()“). Das ist ein generelles LLM-Problem, kein Cursor-spezifisches – aber es bedeutet: Code-Review bleibt Pflicht, Cursor ersetzt keinen Senior-Dev.

5. Plugin-Updates hinken VS Code ~1–2 Wochen hinterher

Da Cursor ein Fork ist, brauchen neue VS-Code-Updates und Plugin-Releases ein paar Tage, bis sie in Cursor laufen. Laut Entwickler-Community-Stimmen betrifft das gelegentlich auch zentrale Komponenten (z. B. den TypeScript-Server), die in VS Code bereits aktualisiert sind, in Cursor aber erst einige Tage später nachziehen.

DSGVO & Datenschutz im Detail

Realistische Einschätzung: Cursor ist für privaten Code, Open-Source-Beiträge und nicht-mandantenkritische Projekte unproblematisch. Für Code, der Kundendaten, Geschäftslogik oder Mandanten-IP enthält, ist Privacy Mode Pflicht und der DSFA-Bedarf zu prüfen – und auch dann bleibt USA-Datenverarbeitung. Wer das vermeiden muss: lokale Modelle via Continue.dev + Ollama oder dedizierte EU-Lösungen (Tabby Cloud EU) prüfen.

Was Cursor an die KI-Anbieter sendet

  • Code-Snippets im Editor-Sichtbereich (Tab-Completion)
  • Aktive Datei + im Chat eingebundene Dateien
  • Bei @codebase: Code-Embeddings (kein Klartext-Code) der ganzen Codebase
  • Eingegebene Prompts und Chat-Verlauf

Privacy Mode (alle Pläne, in Teams und Enterprise standardmäßig an)

  • Code wird laut Cursor weder von Cursor noch von den Modellanbietern zum Training verwendet
  • Gespeichert wird Code laut Cursor nur für Cloud Agents: verschlüsselte Repository-Kopien, solange der Agent läuft, danach gelöscht; Cloud Agents sind optional
  • Mit den meisten Modellanbietern gilt laut Cursor Zero Data Retention; ausgenommen sind eigene API-Keys und einzelne Modelle mit Datenaufbewahrung beim Anbieter, die mit Privacy Mode erst nach Admin-Freigabe nutzbar sind (cursor.com/docs/enterprise/privacy-and-data-governance, geprüft 04.11.2026)
  • Achtung: Verarbeitung läuft trotzdem in den USA
  • Achtung: Standardvertragsklauseln (SCC) müssen aktiv geprüft werden

Was du als Agentur tun solltest

  • Privacy Mode aktivieren (im Teams-Plan ist er standardmäßig an; im Dashboard erzwingen, damit niemand ihn abschaltet)
  • Mit jedem Kunden klären, ob US-KI-Tools für sein Projekt zugelassen sind
  • DSFA-Bedarf prüfen und dokumentieren, falls Mandantencode mit personenbezogenen Daten betroffen ist
  • Sensible Dateien per .cursorignore ausschließen

Cursor vs GitHub Copilot: kurzes Side-by-Side

KriteriumCursorGitHub Copilot
Preis EinzelpersonPlus 8 USD/Monat (nur Grok-Modelle) · Premium 30 USD/Monat zzgl. Drittanbieter-Modelle nach Verbrauch10 USD/Nutzer/Monat (Pro, früher Individual)
Multi-File-EditJa (Composer)Nein (nur Zeilen-Vorschlag)
Codebase-Aware ChatJa (@codebase)Limitiert (Workspace-Index)
Modell-WahlFrontier-Modelle mehrerer Anbieter + Composer (eigenes Modell); Drittanbieter-Modelle ab Premium, nach VerbrauchOpenAI-Modelle
EditorEigener Fork von VS CodePlugin in VS Code/JetBrains/Vim
Server-StandortUSAUSA (Microsoft Azure global)
Privacy / Opt-outPrivacy Mode (alle Pläne)Public Code Detection + Opt-out
Beste Use-CasesKomplexe Refactorings, neue FeaturesTägliche Inline-Vervollständigung

Für wen lohnt sich Cursor?

Gut geeignet für…

  • Vollzeit-Entwickler:innen mit Mainstream-Stack (TS, Python, Go, Node)
  • Solo-Founder, die Codebase schnell aufbauen oder umbauen
  • Teams in Tech-affinen Agenturen (mit Privacy Mode + DSFA-Prüfung)
  • Code-Review-Vorbereitung („was tut diese unbekannte Codebase?“)
  • Lerner:innen, die durch interaktive Erklärungen profitieren

Eher nicht für…

  • Mandanten-Code mit strengen Vertraulichkeits-Klauseln (die Verarbeitung läuft auch mit Privacy Mode in den USA)
  • Streng DSGVO-konservative Setups (Behörden, Gesundheit, Finanz)
  • Nischen-Sprachen (COBOL, ABAP, Elixir – Modelle haben weniger Trainingsdaten)
  • Hobby-Programmierer:innen, die selten coden (Free reicht)
  • JetBrains-Power-User mit tiefen IDE-Anpassungen

Häufig gestellte Fragen

Was ist Cursor und wie unterscheidet es sich von GitHub Copilot?

Cursor ist ein eigenständiger KI-Code-Editor (Fork von VS Code) mit tief integrierter KI: Multi-File-Editing, Codebase-Aware-Chat, Composer-Modus für ganze Features. GitHub Copilot ist ein Plugin für bestehende Editoren. Cursor ist agentischer und für komplexe Refactorings stärker; Copilot ist schlanker und besser, wenn du in deiner gewohnten IDE bleiben willst.

Wo speichert Cursor meinen Code?

Cursor schickt Code-Snippets zur Inferenz an Modellanbieter wie OpenAI und Anthropic (laut Unterauftragsliste „Worldwide“) und betreibt die eigene Infrastruktur überwiegend in der AWS-Region USA. Den „Privacy Mode“, der verhindert, dass dein Code zum Modell-Training verwendet wird, gibt es laut Security-Seite in allen Plänen („Privacy Mode ist für alle verfügbar (Kostenlos oder Pro)“); in Teams und Enterprise ist er laut Hilfe-Center standardmäßig eingeschaltet, und Admins können ihn so erzwingen, dass Mitglieder ihn nicht abschalten; in den Einzeltarifen schaltest du ihn selbst ein. An der Verarbeitung selbst ändert er nichts. Für streng vertraulichen Code (Kunden-IP, Mandanten-Code) ist das DSGVO-relevant.

Welcher Cursor-Plan lohnt sich 2026?

Seit der Tarifumstellung im Oktober 2026 gibt es für Einzelpersonen Free (begrenzte Agent- und Chat-Anfragen), Plus für 8 USD/Monat (laut Preisseite nur Grok-Modelle), Premium für 30 USD/Monat („4x mehr Nutzung als mit Plus“), Super für 100 USD/Monat („15x mehr Nutzung als mit Plus“) und Ultra für 200 USD/Monat („50x Plus“). Drittanbieter-Modelle wie Claude oder GPT gibt es erst ab Premium, und sie stecken in keinem Monatspreis: Cursor rechnet sie zusätzlich nach Verbrauch zum API-Listenpreis ab. Wer in Cursor Claude- oder GPT-Modelle nutzen will, braucht also mindestens Premium plus Modellkosten. Plus reicht nur, wenn dir Grok-Modelle genügen. Die neuen Tarife selbst haben wir nicht getestet; unser Praxistest lief mit dem damaligen Pro-Tarif, den die Preisseite nicht mehr führt.

Funktioniert Cursor mit deutschen Codebases?

Ja. Cursor versteht Kommentare, Variablen-Namen und Dokumentation auf Deutsch problemlos. Die Code-Generierung antwortet je nach Prompt-Sprache – wer auf Deutsch fragt, bekommt deutsche Kommentare zurück. Laut Entwickler-Community-Stimmen ist die Sprache dabei kein Limit – die zugrundeliegenden Frontier-Modelle sind mehrsprachig trainiert.

Ist Cursor DSGVO-konform für Agenturen?

Eingeschränkt, aber besser dokumentiert als bei vielen KI-Tools. Cursor weist auf seiner Security-Seite ISO/IEC 27001:2022, ISO/IEC 42001:2023 (die Norm für KI-Managementsysteme), AIUC-1 und eine SOC-2-Typ-II-Attestierung aus; die Zertifikate selbst gibt es nur auf Anfrage über das Trust-Portal. Server-Standort bleibt USA, Drittland-Verarbeitung ist Pflicht. Für Agenturen, die Kunden-Code (mit Mandanten-Daten oder vertraulichen Logiken) verarbeiten, empfehlen wir den Privacy Mode, einen dokumentierten Drittlandtransfer und die DSFA-Prüfung nach Art. 35 DSGVO – oder lokale Modelle (Continue.dev mit Ollama), die den Drittlandtransfer vermeiden, die DSFA-Prüfung aber nicht ersetzen.

Welche Sprachen / Frameworks beherrscht Cursor am besten?

Cursor nutzt im Hintergrund Frontier-Modelle mehrerer Anbieter sowie eigene Modelle (Composer); die Preisseite nennt ausdrücklich Grok-Modelle. Bei Mainstream-Stacks (TypeScript/React, Python/Django, Node, Go) ist die Qualität exzellent. Bei Nischen-Sprachen (COBOL, ABAP, Elixir) merkt man weniger Trainings-Tiefe.

Empfehlung

Für Vollzeit-Entwickler:innen mit Mainstream-Stack ist Cursor aktuell das stärkste KI-Coding-Tool am Markt – vorausgesetzt, deine DSGVO-Lage erlaubt US-KI-Verarbeitung. Seit Oktober 2026 zahlst du mit Claude- oder GPT-Modellen mindestens Premium (30 USD/Monat) und dazu die Modellnutzung nach Verbrauch zum API-Listenpreis; der Monatsbetrag hängt damit von deinem Verbrauch ab. Wer mit Grok-Modellen auskommt, zahlt bei Plus 8 USD/Monat. Unser Test lief noch mit dem alten Pro-Tarif zu 20 USD/Monat, den die Preisseite nicht mehr führt.

Wenn DSGVO bei dir hart beißt (Behördenkunden, Gesundheitsdaten, strenge Mandantenverträge): Cursor ist 2026 nicht die richtige Wahl. Schau dir stattdessen Continue.dev mit lokalen Ollama-Modellen oder JetBrains AI Assistant mit On-Premise-Option an.

Cursor testen →Free · Premium 30 USD/MonatVS-Code-kompatibelModell-Wahl ab PremiumPrivacy Mode in allen Plänen
Taylor Liu

Verfasst von

IT-Student (TU Berlin) & SaaS-Tester

Ich bin Taylor, Informatik-Student in Berlin. ToolsPick habe ich gestartet, weil ich 2025 sechs Stunden lang versucht habe rauszufinden, ob Sevdesk oder Lexware Office besser passt, und alle Vergleichsseiten waren entweder bezahlte Marketing-Texte oder US-Reviews ohne Schimmer von GoBD. Also schreibe ich die Tests jetzt selbst.

Mehr über unseren Testprozess →